Das war die Woche, die gewesen sein wird – 4/16

11231254955_8c32a1fd10_hDer erste Mai ist ein Feiertag – allerdings nicht für Kirchenmusiker. Daher: Hier die ganzen Links, die sich im Speicher angesammelt haben und die mal wieder in die freie Welt rausmüssen, damit wir nicht in Zukunft nur ein Facebook-Web haben. (Manche Leuten sollen das ja echt nur verlassen, wenn sie auf Links klicken. Gruselig…)

Thema der Woche (ist erstaunlicherweise nicht die re:publica):

Die Regierung möchte jetzt endlich das mit der Preisbindung auch für eBooks ins Gesetz schreiben. Theoretisch machen die Verlage das schon, aber im Gesetz für die Buchpreisbindung steht das noch nicht drin. Weil – nun – eBooks gibts ja auch erst seit sehr – kurzer – Zeit – und so… (Das war Sarkasmus.) Das soll ab September dann anders sein. Und das gilt natürlich für alle. Für alle? Nein, denn im Referenten-Entwurf steht folgendes drin:

„Elektronische Bücher, die nicht als verlags- oder buchhandelstypisch anzusehen sind, wie beispielsweise von den Autoren selbst unter Nutzung spezialisierter Plattformen veröffentlichte elektronische Bücher, fallen nicht unter die Preisbindung.“

Gut, wir wissen jetzt nicht ob das auch so bleibt, aber das wird in Zukunft – falls das so bleiben sollte – ein hübscher Streitfall werden. Denn wie definiert man denn jetzt „Verlags- oder Buchhandelstypisch“? (Bewußte Großschreibung.) Was ist an einem Buch typisch, das in einem Verlag erscheint? Das Lektorat? Wenn also Bücher in einem Verlag nicht lektoriert sind, sind sie dann verlagstypisch? Und ab wann ist man eigentlich ein Verlag?

Diese Fragen treiben natürlich die Eigenverleger schon jetzt um – teils werden neue Marketingmöglichkeiten gewittert – teils wird daran erinnert, dass schon eine minimale Abweichung vom Cover genügt, um eine Neuauflage als neues eigenständiges Werk zu deklarieren. (Bertelsmann-Buchauflagen jemand?) Die Reaktionen von der Buchbranchenseite: FREUDE! Über Einzelheiten des Entwurfs redet man offenbar lieber nicht so gerne…

Literaturlinks:

Ganz frisch reingeklettert über den Balkon: Ian McKellen veröffentlicht eine App für Shakespeares Werke. Fokus liegt auf dem gesprochenen Wort. Nachteil des Ganzen: Geplant ist jeweils eine einzelne App für jedes Shakespeare Stück. Na, das wird ja lustig auf dem Smart-Device der Wahl, wenn man den Ordner für Shakespeare aufmacht…

Eines der besten Kinder-Bücher zum Thema Adoption: „Der Findefuchs“ – der erhält jetzt eine Neuauflage.  Währenddessen sucht der Raul auf der re:publica nach Kinderbüchern, die Themen wie Homosexualität, Gender und anderes gekonnt nahebringen. Mal schauen, was sich so finden lässt.

WasmitArbeit-Links:

Ihr schreibt Bewerbungen, aber bekommt nie eine Antwort? Dann könnte es an den 20 Gründen liegen, die der LEAD Digital Artikel auflistet. (Wer schreibt denn Bewerbungen mit Schnute98@gmx.de als Mail-Adresse?)

Grundsätzlich tendiere ich dazu, dem leistungsschwachen Freund etwas mehr Milde entgegenzubringen und das Arschloch mit Schwung aus der Firma zu kicken.

So Bueronymus über den Arschlochfaktor in Betrieben – aber leider läuft das ja nicht immer so…

Soziale-Links:

Nahles so: „Wir machen ein Bundesteilhabegesetz!“ – Behindertenvertreter so: „Wir dürfen immer noch nicht ansparen!“ Der Tagesspiegel so: Fasst zusammen.  Jung und Naiv Folge 253 entstand vor dem Entwurf der Regierung hat aber generell Hintergründe. Mit Raul. Natürlich.

Video-Link: