Podcasts, hört mehr Podcasts!

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Klaus Eck frug, fragte, hat bei Twitter gefragt, welche Podcasts man denn so momentan empfehlen würde. Da ich das nicht in ellenlangen Threads unterbringen möchte – und damit alle was davon haben – mal einige meiner aktuellen Favoriten. Macht was draus. Nein, die sind nicht sortiert. Und die Reihenfolge hat auch keine Wertigkeit. Und ja, manchmal sind das halt ebend nur Links zu Umwandeten Gärten. Manchmal ist das halt so, dass Podcasts nur auf einer Plattform zu finden sind. Machste nix.

Medicine Remix – zwei Ärzte mit Hang zu Hip-Hop über Medizin, das Doktor-Dasein, Patienten und alles, was zur Gesundheit gehört. Sehr breites Spektrum und lohnt sich.

Kopfkino – Videmarketing. Macht der Gerhard. Der kann das. Mit Videomarketing. Also abonniert den.

Forschergeist – Vom Stifterverband. Erklärt sich von selbst.

Mobilepodcast – ist klar, worum es da geht. Macht die Heike. Die kann das. Abonniert den.

The Great Everything – Patrick spricht über das gute Leben, Philosophie, Jazz und überhaupt irgendwie alles, was weiterbringen könnte.

Nachtgedanken – Kurzes zur Nacht.

Einschlafen-Podcast – Tobi erzählt erstmal was und liest dann was vor. Ich kann das nicht zum Einschlafen nutzen, ich brauch ein freies Ohr, aber wer mal nicht die Drei Fragezeichen hören möchte…

Medienzukunft – Podcast aus Österreich. Thema ist klar, oder?

Fest und Flauschig – Böhmermann und Schulz. Spotify Exklusiv, geht mit dem kostenlosen Account aber problemlos.

Die Lage der Nation – Politik. Politik. Unterhaltsam und aufgeklärt. Manchmal auch ab.

DLF der Tag – Warum nochmal will man beim DLF jetzt die Gelder kürzen? An fehlendem guten Journalismus kann es nicht liegen…

 

 

 

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Die Jahresversammlung der GLS 2018: Positive Gedankenanstöße

Pianolas und DunDun im Audimax

PianoPlus und die Gruppe DunDun im Audimax Bochums. Eigenes Photo.

Jedes Jahr lädt die GLS-Bank zur Mitgliederversammlung in das – der – die – ins Audimax der RUB Bochum und das Nette ist: Wer am Freitag sich einfach anmelden möchte, kann das als Gast tun ohne irgendwie mit denen verbandelt zu sein. Da ich seit einiger Zeit da ein Konto habe, kann ich natürlich nicht unbefangen tun und sein. Dass die Gründer der Bank aus dem Kreis der Antroposophie kamen, das ist mir durchaus bewußt – auf der Webseite kann man sich ja mal die Stellung der GLS-Bank dazu durchlesen wie das heute so ist  – und das gab und gibt auch immer wieder Anlass zu Kritik. Keine Frage. Als aktiver Protestant kann ich mit dem Weltbild Steiners auch nichts anfangen. (Mann, der hat bisweilen wirres Zeug niedergeschrieben…) Das mag andererseits umgekehrt für andere Leute gelten, die so ihre Probleme mit der Kirche an sich haben. Insofern: Touche.

Für mich ist eher die Frage: Welche Bank geht sinnvoll mit meinem Geld um und welche Bank stellt die gesellschaftlich relevanten Fragen. Mit Sicherheit gehören da einige Banken nicht zu. Und sicherlich gibts auch jede Menge kirchliche Banken, aber ich persönlich finde mich dann doch eher bei der GLS-Bank wieder. Dass Kirche an sich auch was mit „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ zu tun hat – und damit auch Grundwerte gemeinsam mit biologisch-grünen Bewegungen  – überrascht die Leute ja immer irgendwie aufs Neue:

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) hat bei seiner Vollversammlung 1983 in Vancouver zu einem konziliaren Prozess für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung aufgerufen.

Damit begann eine globale Reformbewegung zur „Umkehr in die Zukunft“ mit dem Ziel, Umweltzerstörung, Ungerechtigkeit und Unfrieden zu analysieren und zu überwinden. Die Agenda 21, ein von der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 beschlossener Aufgabenkatalog für das 21. Jahrhundert, wird wesentlich vom konziliaren Prozess getragen. (…) In der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) befinden sich Gruppen des konziliaren Prozesses seit 1991 in einem geregelten Dialog mit der Landeskirche. 1994, 1998 und 2002 fanden Konsultationen zwischen Kirchenleitung und konziliaren Gruppen statt, in denen unter anderem die Bearbeitung zentraler Aufgaben festgelegt wurden: zum Beispiel „Kirchen in Solidarität mit den Frauen“, Erlassjahr-Kampagne, Bioethik-Debatte, gewaltfreie Konfliktbearbeitung, Dekade zur Überwindung von Gewalt, lokale Agenda 21, Dialog mit anderen Religionen und Kulturen. (Die Landeskirche d.A.)  geht davon aus, dass arbeitsteilige Kooperationen ganzheitliche Zukunftsdebatten ermöglichen.

Also so weit auseinander ist Kirche da manchmal doch nicht, aber Vorurteile sind halt hartnäckig. Wie dem auch sei: Auf der aktuellen Jahresversammlung bzw. auf dem Vorabend – die eigentlich Jahresversammlung ist am Samstag – sind in der Diskussion am Lagerfeuer einige Gedanken aufgekommen, die im Nachgang bei mir noch etwas brodeln. Was folgt ist teilweise ein Zusammenfassung, teilweise ein Zuspitzung von dem, was debattiert wurde. (Und irgendwie war Kirche dann in der Diskussion doch Thema, als es um das Verhalten des Domprobstes in Köln bei PEGIDA-Demonstrationen ging…)

Narrative spielen eine Rolle, wenn es um die Gesellschaft geht. Jahrelang hat man gepredigt, das Boot sei voll – ja, das Spiegel-Cover dazu ist lebhaft im Gedächtnis aus den 80gern – lange Zeit hat man gesagt, wir sind in Deutschland kein Einwanderungsland. Das ist eine Erzählung, die nun das hervorgebracht hat, was wir momentan beobachten: Eine Beherrschung der Diskussionsgesellschaft durch Randgruppen wie die CSU und die AfD. Dass bei der Bundestagswahl die überwiegende Mehrheit NICHT die Neuen Rechten gewählt haben und dass diese Mehrheit auch ein Recht darauf haben, dass deren Themen diskutiert werden – das wird übersehen.
Wir brauchen neue Narrative. Wir können Menschen über Emotionen und über das Herz besser erreichen, als wenn wir reine Fakten herbeten. Das stellt sich in der Diskussion mit den Neuen Rechten ja auch immer heraus: Diese Weltsicht ist so dicht bei denen, dass gegenteilige Fakten gefiltert und ignoriert werden. Was nicht heißt, dass man komplett aufgeben sollte. Aber vielleicht einfach mal gute Beispiele aufzeigen würde sicherlich uns etwas weiterbringen.

Dass Politik uns als Konsumenten anspricht und selten als Bürger ist ebenfalls etwas, was thematisiert gehört – schon Städte haben ab und an Probleme, wenn Bürger auf einmal aktiv werden und Gegenentwürfe aufstellen, da muss man in Duisburg nur an den Wagenpark und das Umgehen der Politik damit denken oder an die Tatsache, was von all den Ideen für die Bahnhofsplatte von den Bürgern nun übriggebliebene ist. (Die Politik macht dann am Ende eh wieder, was sie will – das ist nicht gerade das beste Bild.) Ob nun Bürgerbegehren wirklich immer das Mittel zur Lösung gesellschaftlicher Probleme sind – siehe Brexit, siehe Moscheen-Verbot in der Schweiz – das ist die Frage. Immer öfter aber hat der Bürger das Gefühl, an Prozessen nicht beteiligt zu werden. Dass er dann nicht selbst aktiv wird, um das zu ändern, das ist halt die andere Geschichte. (Und selbst wenn man voller Elan das Gute will, kann man durchaus auch kaltgestellt werden.)

Bildung ist auf jeden Fall wichtig – also alle dreieinhalb Jahre, dann steht das auf Plakaten und dann ist das Thema wieder gegessen. Die Bilanz z.B. in NRW nach 100 Tagen neuer Regierung ist nicht gerade positiv. Zugang ist wichtig. Bildungsgerechtigkeit ebenfalls. Und Bildung heißt auch neben Zahlen, Daten, Fakten den Umgang mit dem Nächsten erlernen. Herzensbildung betreiben. Verständnis ausprägen. Was aber angesichts von G8-G9-neee-doch-wieder-G8-Debatten untergeht. (Und Inklusion und Schule ist eh wieder in der Versenkung verschwunden, das wird nicht debattiert.)

Wenn wir uns darüber verständigen möchten, wie wir leben wollen – zukünftig – brauchen wir keine Streitkultur des Niederbrüllens. Also auch keine Talkshows. Wir brauchen eine Dialogkultur. Dem Anderen einfach zuhören ist verdammt schwer, aber es ist notwendig. Und sich eingestehen: Es gibt manchmal das Unwissen, die Unsicherheit, es gibt ab und an keine richtige oder falsche Lösung. Es gibt aber Ansätze, wie wir die Gesellschaft bilden können. Uns ist momentan überlassen, ob wir die Ränder brüllen lassen oder eher im sanften Wind miteinander reden. (Übrigens: Schon Gott hat eher das mit dem sanftem Wind vorgezogen…)

Im Gedächtnis und im Herzen

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Teilweise bin ich immer noch wütend – wütend auf ihn, auf mich, auf uns, auf diese Gesellschaft, die diese Krankheit zwar wahrnimmt, aber immer mit einem „So schlimm ist das nun auch wieder nicht“ abtut. Doch. Diese Krankheit ist so schlimm, dass ihre Schwärze überwältigend war und der einzige Ausweg vor zwei Jahren für ihn ein Davonstehlen aus dem Leben zu sein schien.

Mittlerweile weiß ich: Persönlich hätte ich nichts ändern können. Wir alle hätten vermutlich nichts ändern können. Wer sich einmal dafür entschieden hat, freiwillig sein Leben zu beenden, der wird immer Mittel und Wege finden das zu tun. Da helfen die Vorwürfe an sich selbst nun nichts mehr, all das „Hätte ich es merken können?“, „Hätten wir mehr reden sollen?“

Fetzen seines Lebens im digitalen Raum sind alles, was noch da ist. Mal ein Screenshot hier, das Google+-Konto existiert zwar noch, aber es ist ein toter Linkhaufen, sein Youtube-Account ist noch da. Einige Vorträge sind dokumentiert, einige Lesungen. Twitter ist abgeschaltet, das Blog selbst auch. Ich kann das verstehen, der digitale Nachlass ist schwierig zu handhaben, man hat auch keinen Kopf für diese Dinge. Erwarten kann man nicht, dass jemand im Nachhinein die ganzen unzähligen Blogpostings durchgeht und entscheidet, was davon erhalten bleiben soll und was nicht. Dennoch…

Ich bin mir sicher, er hätte sich gerade jetzt, gerade heute, gerade in diesen Zeiten der Diskussionen, in denen selbstverständliche Dinge auf eine Art und Weise besprochen werden, die schaudern macht – ich bin mir sicher, er hätte zündende Ideen gehabt, wäre vehement eingestanden für menschliche Werte, hätte so manche Diskussion noch angestoßen. Wäre – ja, auch das – verzweifelt, verbissen, verängstigt gewesen. Auch „Omatage“ hätte es gegeben. Aber die Reaktionen hätten ihm wohl auch gezeigt, dass es sich lohnt. Dass da Menschen in diesem Netz sind, die es zu einem guten Ort machen wollen und bis heute auch nicht aufgegeben haben daran zu arbeiten.

Ja, ich bin immer noch wütend. Weil es keinen Abschied geben konnte. Weil du, Johannes, einfach vom Tisch aufgestanden bist und einen leeren Stuhl hinterlassen hast. Das kann und will und möchte ich bis heute dir nicht in dem Maße verzeihen, wie ich es gerne täte. Ich kann nur hoffen, dass wo immer du auch bist, du den Frieden gefunden hast, den du dir ersehntest. „Der Tod ist ein Scheinriese“ war die Überschrift deines Abschiedsbriefes und ich weiß nicht mehr, wie genau du deinen Weggang argumentiert hast. Ich weiß nur, dass es definitiv auch in der Zukunft schmerzen wird.

Blogposting 06/25/2018

Posted from Diigo. The rest of my favorite links are here.

Blogposting 06/22/2018

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Die DSVGO – eine Woche später

Nachdem jetzt kurz vor Schluss nochmal eine Panikwelle aufkam: Seit knapp einer Woche ist die DSVGO in Kraft und sicherlich hat ein Gesetz, dass den Datenschutz neu regelt noch Dinge, die ausdiskutiert werden müssen und die unklar sind. Vergleichbar ist das allerdings mit jedem neuen Gesetz, das eingeführt wird – falls sich jemand an die Einführung von HartzIV erinnert mit dem ganzen Chaos etwa.

Bisher ist die gefürchtete Abmahnwelle jedenfalls ausgeblieben. Zwar gabs schon die ersten Versuche, aber die DSVGO regelt das mit den Abmahnungen anders – Konkurrenten etwa können versuchen, einen abzumahnen, werden aber wohl kaum auf die gesetzliche Grundlage sich stützen können. Und wenn in der ersten Woche nach der Einführung eines Gesetzes nicht allzuviel passiert – dann ist das nun vielleicht nicht unbedingt ein Hinweis darauf, dass nicht doch eine Abmahnwelle später noch ins Rollen kommen könnte, aber es ist denke ich jedenfalls sehr unwahrscheinlich.

Insofern: Es ist wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Sicherlich hat die Bundesregierung da gefehlt, weil sie es versäumt hat – sie könnte es eigentlich immer noch – einige Fragen direkt zu regeln. Und davon, dass das Gesetz geändert werden müsste hat man vor drei Wochen zwar Politiker reden hören, passiert ist aber nun nichts Weiteres. Und wenn ich ehrlich bin: Wird es auch nicht. Selbst wenn die Industrieverbände weiterhin stöhnen werden, Datenschutz ist in der Politik nicht unbedingt das Thema, das jetzt am Dringendsten behandelt werden müsste.

Wie war das noch mit dem Ausbau des schnellen Internets?

Youtube und WordPress.com

Die Tücke liegt im Detail. Bisher war es ja so, dass man einfach den normalen Link eines Youtube-Videos bei WordPress.com einwerfen konnte – und die Embed-Funktion machte dann automatisch einen Videolink draus.
Allerdings: In dem Fall kommuniziert Youtube halt mit dem Server von Mutter Google und übermittelt die IP-Adresse des Anwenders. Und IP-Adressen sind – richtig – personenbezogene Daten seit heute. Mindestens. Diese Option fällt raus.

Es gäbe noch die Option den Datenschutz-Konformen Link zu nutzen, aber dieser Link wird nicht automatisch aufgelöst. Nicht die Option, wenn man hübsche Beiträge haben möchte.

Und ja, man kann einfach einen Screenshot machen und das Ganze auf den eigenen Server… Oh, Urheberrecht? Stimmt, kann problematisch werden. Und wenn man einfach  weiß, wo die Thumbnails gespeichert sind, diese URL dann nimmt und reinwirft? Dann müsste man irgendwie noch die URL des Videos selbst verlinken – und dann wandelt WordPress.com alles automatisch wieder um und wirft sogar das eingebettete Bild raus!

Na ja. Textlinks sind halt auch schön.