Der Spreeblick hat Recht

UPDATE: Endstation Rechts meldet, dass die JF behauptet Popp hätte einen sehr intensiven Kontakt mit der Zeitung gehabt.

So sollen Popp dem Interviewer Schwarz zwischen dem 28. August und dem 3. September insgesamt 12 Mails geschickt haben, in denen er sich mit dem JF-Redakteur ausgetauscht und auch Informationen zum Blatt angeboten bekommen habe.

Zudem sei ihm das Interview auch zur Autorisierung vorgelegt worden, so dass die JF zu dem Schluss kommt, dass „mögliche Wissensdefizite über die JF“ mit wenigen Fragen behoben hätten werden können.

Und bei FIXMBR gibts einen Kommentar zum Argument, die Partei sei ja noch jung und so:

Was mich wirklich nervt in letzter Zeit sind diese ständigen “wir sind ja noch jung”, “wir müssen ja noch lernen”, “blah, blah, blah” – Entschuldigungen diverser Piraten. Die Piraten bestehen doch zum überwiegenden Teil aus “mit dem Internet aufgewachsenen”, die sich irgendwie für Politik interessieren und aktiv mitmischen wollen. Nun, ich interessiere mich auch für Politik und kenne durchaus den Unterschied zwischen Junge Welt und Junge Freiheit – etwas, was ich von Politikern, die mit einer neuen Partei den Bundestag “entern” wollen, einfach auch _erwarte_.

Ursprünglicher Text:

Ich hatte schon bei Xtranews angemerkt, was ich von dem Interview des Bundes-Vizes der Piraten Popp bei der Jungen Freiheit halte. Ich finde auch – und da gehe ich mit dem Pottblogger d’accord – dass die Piraten für mich jedenfalls keine wählbare Alternative darstellen. Und das liegt unter anderem daran, wie man auf Kritik an der Partei reagiert. Siehe auch den Spreeblick dazu:

Wie soll man Leute ernst nehmen, wenn man sie nicht beim Wort nimmt? Wie soll man mit ihnen diskutieren, wenn man andere Maßstäbe für sich und für andere ansetzt? [...]  In Momenten, wenn die Partei unter Kritik steht, werden die einigen wenigen zur aktivsten Gruppe der Piraten?

Etwas, was wirklich massiv auffällt – sobald man auch nur den kleinsten Hauch der Kritik übt fallen sofort überempfindliche Vollmatrosen über einen her und bezichtigen einen der übelsten Dinge. Und das Argument, man müsse denen Zeit lassen, die seien halt noch jung ist eines, dass ich nicht gelten lasse. Wenn man Politik machen möchte sollte man gewisse Dinge vorher bedenken. Es ist ja nett, dass Bürgerrechte und andere Themen des Netzes jetzt mal breiter bekannt werden. Aber für mich gehört zu einer Partei mehr als nur ein paar Eckpunkte. Und gerade dann, wenn andere Parteien auf die JF reingefallen sind sollte man schon etwas gewarnt gewesen sein.

So – und jetzt warte ich auf den ersten Kommentator, der mir Piratenfeindlichkeit vorwirft. Kann ja nicht lange dauern. (Und man muss nicht allen Zeitungen Interviews geben nur weil das geht. Echt.)

About these ads

2 responses to “Der Spreeblick hat Recht

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: