Mai 17, 2008

Barcamp Potsdam - Nachdenken über die Bibliothek 2.0

Ich bin wieder daheim in Duisburg und muss erstmal eine ganze Menge von Eindrücken verarbeiten - daher wird dieses Posting vermutlich unsortiert und wirr erscheinen. (Ich stelle gerade fest, Lambo und ich waren die Einzigen die twitterten. Wobei ich noch den Großteil der Postings schrieb. ;-))

Es war sehr schön, endlich mal den Email-Daten Gesichter zuordnen zu können. Edlef, Lambo und Anne kenne ich vom Netbib seit längerem, aber es ist natürlich immer was anderes in persönlichen Gesprächen die Leute vor sich zu haben. (Lambert wußte in der Kritik-Runde gar nicht, dass ich anwesend war. Ts. Also ICH habe mir die Photos der letzten Ausgabe zur Bibliothek 2.0 angesehen. Also in der Zeitschrift Bibliothek: Aus Forschung und Praxis. ;-))

Ich war überrascht davon wie familiär das Ganze vonstatten lief. Mir gefiel die Dynamik, die in diesem Bibcamp zu spüren war - mir gefiel der Enthusiasmus der Leute, die ganze Panels “sprengten” wenn es irgendwie zum Thema passte, mir gefiel die Kritikrunde zur Bibliothek 2.0 ganz enorm - auch wenn ich es spannender gefunden hätte nochmal einige Fragen direkt zu diskutieren, aber was im Wiki steht ist auch schon ein beeindruckendes Ergebnis und für etliche sind die Begriffe vielleicht schärfer definiert. Mir gefiel das gemeinsame Zusammenarbeiten mit den Leuten, mir gefiel einfach die ganze Art und Weise wie das gehandhabt wurde. Die Teilnehmer haben ja den Ruf der “Jungen Wilden der Bibliothekarsszene” - ich bin nicht jung und wild übrigens, eher alt und gesittet ;-) - und vielleicht zu Recht: Eine Konferenz in dieser Form ist ein wenig wild, ein wenig spontan und ein wenig freier als eine normale streng durchgeplante Konferenz oder ein Kongress.

Sicherlich gabs auch einen Spaßaspekt, aber wenn man sich die Ergebnisse anschaut wird man feststellen, dass man eine ganze Menge von neuen Informationen gesammelt hat die für den Beruf wirklich wichtig sind. Blogs, Wikis, soziale Software und all das, was das Mitmachweb ausmacht werden nicht einfach wieder verschwinden wenn man sie ignoriert. Das Netbib existiert seit 2001, David Winer - der “Vater” der RSS-Technologie - bloggt schon seit 1997…
Die Frage ist: Wie gehen wir als Informationsmanager mit diesen Technologien um und wie eigentlich die Benutzer, die längst all diese Dienste nutzen aber nicht als “DAS” Web 2.0 verstehen?

Ich habe einige sehr gute Anregungen mitgenommen, habe etwas gelernt und darüberhinaus eine nette Zeit gehabt. Was will man mehr? Dass die ARGE dann doch noch die Fahrtkosten übernimmt, stimmt…

Mai 17, 2008

Gruss von Berlin

Patrick beim Barcamp

Mai 16, 2008

Neu eingetroffen: Bücher

Heute mal bei der Heine-Buchhandlung an der Duisburger Uni vorbeigeschaut - ich muss zu meiner Schande gestehen, ich war da noch nie drin. Normalerweise macht mein Buchhändler um die Ecke auch alle meine Bestellungen, für Deutschland ist sowas eh egal.
Ich habe allerdings festgestellt, dass die Heine-Buchhandlung ideales Futter für Bookcrosser hat - interessantes Romanantiquariat für relativ kleines Geld und der Mensch an der Kasse war auch sehr nett. Bei drei Büchern für fünf Euro konnte ich nicht wiederstehen…

Geschonnek, Erwin: Meine Unruhigen Jahre
Autobiographie des in der DDR geschätzten Schauspielers, der auch hier im Westen einige Fans hat. Hat mal 16,90 DM gekostet, dann 8,50. Jetzt für noch weniger Geld…

Collins, Wilkins: The Woman in White
Ich meine ich hätte diesen Roman zumindest schon mal angefangen zu lesen. Es soll ein ganz toller Roman sein, man hätte was verpaßt wenn man ihn nicht lesen würde. Mal schauen.

Eliot, George: Middlemarch
DAS ist ein wahrer Türstopper - knapp 800, 900 Seiten. Wer englische Taschenbücher kennt weiß, wie die gedruckt sind. Hätte ich mir nicht gekauft, wenn hinten beim Klappentext nicht stehen würde, dass Virginia Woolf ihn empfehlen würde. Na ja, für das wenige Geld gibts viel Buch…

(Und Mrs. Dalloway läuft mir ja jetzt wirklich nicht weg, gelle?)

Mai 16, 2008

Ein Besuch im Zoo

weitere Fotos von Prospero

Endlich hatte ich mal Zeit die Bilder aus dem Zoo zu sortieren. Das Meiste bleibt auf meiner Platte, aber einige Bilder sind bei Hq23 zu sehen. Einfach aufs Bild klicken, findet ihr schon.

Mai 16, 2008

Der Satz des Tages

Let the greatest part of the news thou nearest be the least part of what thou believest; lest the greatest part of what thou believest be the least part of what is true. Where lies are easily admitted, the father of lies will not easily be kept out.

Ein schöner Ratschlag des englischen Dichters Frances Quarles. 17. Jahrhundert übrigens.

Mai 16, 2008

Warum kennt hier kein Chor JOHN RUTTER???

Mir vollkommen unverständlich. Schön, seine Werke sind in der Regel für Orchester angelegt, aber es gibt doch Klavierauszüge… Aus der Bücherei in Essen habe ich mir eine CD mit geistlichen Werken von ihm ausgeliehen - das Gloria ist etwas untypisch glaube ich, aber der Rest ist - nun - einfach nur schön. Manchmal extrem nah an der Grenze des Kitsches, aber egal: Es ist einfach wunderschön. Ich fand ja schon immer “For the Beauty of the Earth” wunderschön. Der Rest, den ich jetzt höre bestätigt meine Meinung durchaus. Also: Hallo liebe Chorleiter - JOHN RUTTER! Unbedingt proben, ja?

Mai 16, 2008

Meine Friseurin arbeitet in der Nähe meines Bruders

Ich finde solche “Die Welt ist klein”-Momente ja sowieso immer spannend. Heute war ich ja zum ersten Mal in Bruckhausen bei der Arbeitsstelle meines Bruders. Der erwähnte irgendwas von einer Krabbelkiste oder so, die in Bruckhausen mit dem Streetworkprojekt arbeitet.
Heute beim Gespräch mit meiner Friseurin erfuhr ich erstmals den Grund, warum sie nur an zwei Tagen in der Woche und am Samstag offenhat: Eigentlich macht sie fast genau den Job meines Bruders. In Bruckhausen. In dieser erwähnten Krabbeldingsbums. Und deswegen steht auf der Visitenkarte auch immer: Sozialwissenschaftlerin und Friseurin. (Manche haben schon gemeint, dass das ein ziemlicher Abstieg sei.) Sie ist fest angestellt dort, betreut Jugendliche im Betrieb im Bereich Kosmetik und ist nebenbei selbstständig, der Friseurladen ist nur so eine Art Hobby von ihr… Wußte ich bis heute gar nicht, aber witzig, wie klein die Welt ist. Ob meine Friseurin jetzt mal fragt, ob jemand meinen Bruder kennt? ;-)

Mai 16, 2008

Postkarten vom Nesch

Ich grinse momentan über beide Backen und wenn ich noch dazu komme, scanne ich mal die Postkarten ein - also eine von denen, die Thorsten mir geschickt hat. Natürlich für diesen grandiosen Roman hier:

Strandpiraten des Lebens

Kaufbefehl! ;-)

Mai 16, 2008

Hatte ich schon auf Allison Crowe hingewiesen?

Wenn nicht - dann aber rasch zu Jamendo und hören!

Und falls Allison jemals in Duisburg auftauchen sollte - ich wüßte auch schon einen Ort für sie. :-)

Mai 16, 2008

Dick, Philip K.: Träumen Androiden

Aus dem Jahre 1999 stammt das Hörspiel des Bayerischen Rundfunks. Ich glaube, die Vorlage dürfte bekannt sein. “Träumen Androiden” - (von elektrischen Schafen?) - ist die literarische Vorlage für Blade Runner. Und davon gab es natürlich eine DVD-Ausgabe, die ich mir zwar gewünscht habe, aber wie das mit Wünschen so ist…

Sehr schöne Fassung jedenfalls, die sich eng an die Buchvorlage hält und vom Film natürlich etwas abweicht. Aber auch hier wird die Doppelbödigkeit des Dickschen Kosmos sehr deutlich, was wahr ist und was nicht, was Illusion, was Real - bei Dick ist das immer im Ungefähren, im Vagen. Was ihn aber nicht daran hindert die zentrale Frage zu stellen: Was ist Menschlichkeit und woran macht man sie fest? Eine gute Frage…

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