Neu eingetroffen: The Singing Detective

Es ist nahezu unmöglich die britische Vorlage für diesen Film zu bekommen. Einerseits, weil es noch die VHS-Kassetten-Box gibt, andererseits weil die DVD-Box der Werke mit Dennis Potter vergriffen ist. Selbst bei eBay hat man so gut wie keine Chance da dranzukommen. Was schade ist, denn so ist ein Vergleich zwischen dem britischen Original und der Version mit Robert Downey Jr. für einige nicht möglich. Da ich die britische Serie kenne, könnte ich – wenn ich den Film gesehen habe – aber durchaus hier mal ergänzen, was für Unterschiede es gibt. Robert Downey Jr. scheint die Rolle des Autors, der im Krankenhaus liegt und einerseits seine Kindheit Revue passieren lässt, andererseits am Plot seines neuen Buches arbeitet – wobei die beiden fiktiven Welten sich allmählich mehr und mehr vermischen, so dass man als Zuschauer manchmal nicht weiß wo man sich befindet – allerdings durchaus mit Bravour gemeistert zu haben. In Deutschland pappte man jedenfalls ein „Ferner liefen“ auf das Ganze… Beim Andrä für einen Fünfer.

 

Source: amazon.de via Christian on Pinterest

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Neu eingetroffen via Andrä: My Fair Lady

Man merkt irgendwie, dass der Musical-Geschmack sich gewandelt hat. Heutzutage läuft My Fair Lady ja unter ferner liefen oder allenfalls als „Pretty Woman“ mal im Fernsehen, doch einst war das Musical der Hit der Welt. Schade eigentlich, denn die Verfilmung bringt einen in Erinnerung, wieviele Songs ins kollektive Gedächtnis gewandert sind. Natürlich „The Rain in Spain is mainly in the plain“ – das mit Spaniens Grün – aber dann auch „On the Street where your live“, „Get me to the church on time“… Zudem ist hier eine Spielfreude versammelt, die einen die 166 Minuten wie im Flug vergehen lassen. Als Extras gibts jede Menge Fundstücke aus dem Archiv. Unter anderem eine Art Making Of, bei der einem bewußt wird wie unfassbar groß diese Produktion war. Immer noch ein Filmvergnügen. Gabs für einen Fünfer beim Andrä.

Source: amazon.de via Christian on Pinterest

Neu eingetroffen: „Boardwalk Empire“ – „Jeeves and Wooster“

Martin Scorsese produziert eine Serie und inszeniert den Pilotfilm? Oh My God! Nachdem ich die ersten zwei Folgen per iTunes kaufte  war ich hingerissen – Steve Buscemi als Gangsterchef im Zeitalter der Prohibition, tolle Nebencharaktere und eine sich andeutende interessante Geschichte. Die komplette Serie per iTunes zu kaufen wäre mir aber zu teuer gewesen – deswegen hab ich auf die DVD gewartet. (Limitierte Erstausgabe mit Photobuch und – tadamm – der ersten Folge von Game of Thrones auf DVD. Yay.)
Es ist erstaunlich wie schnell mittlerweile gute Serien auch in Deutschland auf DVD erhältlich sind, ich glaube da lagen jetzt nach dem Veröffentlichungsdatum in den Staaten nur knapp zwei Monate zwischen. (Und damit hätten wir vielleicht ein Thema für das nächste Torrent-Magazin, aber wer weiß, wer weiß. ;-))

Hierzulande wohl nur bekennenden Anhängern der britischen Kultur ein Begriff ist P. G. Wodehouse. Zahlreiche Romane und Erzählungen stammen aus seiner Feder, bekannt sind die Blandings-Romane und dann natürlich „Jeeves and Wooster“. Jeeves ist mittlerweile ein Synonym für Butler. (Ahhh, gabs da nicht eine Suchmaschine mit dem Namen? – Ja.) Wer amüsante Lektüre mag sollte die Romane lesen, allerdings haben sie furchtbare deutsche Titel. Deswegen: Gutenberg.org, Wodehouse ist gemeinfrei mittlerweile. 🙂 Die Serie „Jeeves and Wooster“ basiert auf den Geschichten von Wodehouse, hat auch einen dämlichen deutschen Titel – „Herr und Meister“ – und ist auch im Original einfach besser. Fans von Dr. House freuen sich über Hugh Laurie in seinen jugendlichen Jahren, Fans von Stephen Fry freuen sich über Stephen Fry. Es sind Einzelfolgen und daher nichts fürs Torrent-Magazin. 😉 Blöd: Die erste Staffel ist in Deutschland auf zwei DVD-Boxen verteilt – zwar für wenig Geld, aber dennoch… Mäh. Unnötig sowas.

Sherlock Holmes 1954

Schon sehr merkwürdig, wenn bei einer DVD der deutsche Ton so klingt, als käme er von einer CD und das Bild eher an 8mm-Film erinnert; offenbar hat man bei den DVDs zur Sherlock-Holmes-Serie von 1954, die Originalfälle mit neu erfundenen mischt – jedenfalls nach der DVD zu urteilen, die ich momentan hier habe (danke Werner!) – den deutschen Ton in der Neuzeit nachsynchronisiert hat. Ich frage mich, warum man das gemacht hat. Für Sherlock-Fans ist die Serie gewiß einen Blick wert, aber ansonsten ist es eher eine amüsante Raritäte, die man da auf DVD sieht.

Und seien wir ehrlich: Der Holmes-Darsteller ist eher Milchbubi als tougher Detektiv. Interessant ist natürlich die Vorgehensweise bei der Adaption von „The Greek Interpreter“ – erstens: Mycroft ist komplett aus der Handlung gestrichen, stattdessen sucht Holmes den Diogenes Club auf. (Zu Beginn wird Watson rausgeworfen, weil er gegen die Regel nicht zu sprechen verstößt.) Und dann wird aus dem Griechen ein Engländer mit französischen Wurzeln – demzufolge der Dialog in der entsprechenden Szene dann tatsächlich auf Französisch geführt wird. (Die Folge heißt dann auch „The French Interpreter“. Griechisch scheint 1954 nicht exotisch genug gewesen zu sein?) Ebenso ist das Ende komplett verändert: Statt den Übersetzer aus dem Kohlenrauch zu retten, gibts erstmal eine Falttür, dann eine Schießerei und dann die Verhaftung des Bösewichts. Na ja, irgendwie muss die Handlung ja in das vorgegebene Minutenformat passen…

Wie schon geschrieben: Sicherlich eine nette Rarität, aber mehr auch nicht. Immerhin: Nettes Titelthema.

A Game of Thrones: DVD-Release im März von HBO

Meine Fresse, das sieht nach einem wahren Fest aus: HBO wird im März die erste Staffel von „A Game of Thrones“ – hoffen wir mal, dass es komplette fünf werden, zweite war ja sofort nach dem Ausstrahlen der ersten zwei Folgen bestellt – auf Blue-Ray und DVD herauskommen. Und das Set sieht definitiv nach „HABEN WOLLEN JETZT“ aus. Bei den ganzen Features für Blue-Ray stelle ich mir dann doch die Frage, ob ich nicht demnächst doch mal aktualisieren sollte – dann könnte ich endlich mal die Blue-Ray-Features von „The Prisoner“ anschauen. 🙂

Wer mit „A Game of Thrones“ jetzt erstmal so nichts anfangen kann: George R. R. Martins Fantasy-Epos heißt ja auch eigentlich „A Song of Ice and Fire“ – „Das Lied von Eis und Feuer“ auf Deutsch. Glücklicherweise scheint es die gesplitteten deutschen Übersetzungen nicht mehr zu geben, so dass es sich vielleicht ein Blick in die aktuellen lohnt. Wobei: Warum der erste Band „Die Herren von Winterfell“ heißt… („Das Spiel der Throne“ passt zwar auch nicht so ganz, aber wäre doch sicherlich die bessere Alternative gewesen. Na ja.)

Via FandomObservers Facebook-Seite

 

M*A*S*H: Staffel Eins

Als ich heute über den Markt der Eitelkeiten schlenderte, bemerkte ich mit Wohlgefallen dass etliche Serien entweder komplett auf DVD in Deutschland zu haben sind – nicht, dass ich das unbedingt brauchen würde, heutzutage ist jeder sein eigener Importeur – oder dass diese im Preis gesenkt wurden.

So freut es mich dass wohl die Addams-Family komplett zu erwerben ist – für wenig Geld. Ashes to Ashes hat den Weg nach Deutschland gefunden, die Nachfolge-Serie zu „Life on Mars“, okay, warum man „Reich und Schön“ – Gruß an Dirk van den Boom – unbedingt auf DVD pressen musste, gut, aber als Käufer der ersten Staffel von „Falcon Crest“ halte ich mich da mal zurück. (Dynasty? Dallas? Nie im Leben, aber „Falcon Crest“ – unbedingt. Hat aber eher was mit Nostalgie zu tun.) Big Bang Theory ist jetzt bis Staffel 3 da – Boardwalk Empire hats irgendwie aber noch nicht so ganz geschafft. Okay, eine Serie wo es um Gangster und Alkoholschmuggel und Verbrechen und so geht – interessiert ja hierzulande kein Schwein. (DOCH! MICH! Aber ich möchte den Rest der Serie auf harten Scheiben mit Extras gucken anstatt bei iTunes das Teil runterzuladen und dann das noch nicht mal an Freunde weiterleihen zu können wegen des beschissenen Kopierschutzes auf den Dingern!) Nicht mißverstehen: Zum Serienantesten ist iTunes super, da man allenfalls vielleicht 2 Euro für die ersten zwei Folgen ausgibt, aber sorry – erstens brauche ich Extras und zweitens möchte ich gute Serien auch weiterempfehlen können. (Aktuell zirkuliert mit Wohlgefallen „Spaced“ im Bekanntenkreis umher. Ich bin mir sicher, die Serie wird auch gekauft. ;-))

Wo war ich eigentlich? Ach ja: Sharpe! Yeah! Auf DVD! Yeah! Dummerweise habe ich die Reihenfolge nicht im Kopf, so dass das Teil erstmal liegenblieb. (SEAN BEAN! Kürzlich noch in „A Game of Thrones“ zu bewundern! Vor dem Herrn der Ringe war er halt in den Napoleonischen Kriegen unterwegs – erstaunlicherweise sind sowohl die Filme als auch die Bücher blendende Unterhaltung, wenn man halt historische Schlachtenabenteuer mag, die gut recherchiert sind.)

Hmm, scheint heute ein Mythenmetzscher-Abschweifungsblogtext zu werden – da oben steht MASH, richtig? Richtig. Die erste Staffel für knapp 10,- Euro war ein Muss. Allein wegen der ersten Minuten der ersten Folge, die noch vor dem Vorspann spielen. In knapp zwei, drei Minuten wird genau erfasst worum es in der Serie geht: Koreakrieg, Lazarette, Doctoren und ein Irrsinn jenseits von Menschlichkeit. Den immerhin den Ärzte noch versuchen zu bewahren. Lamentabel: Die deutsche DVD kommt in einem normalen Plastik-Case daher – gut. Nicht normal: Alle 3 DVDs liegen übereinandergestapelt in diesem Plastik-Case. Desweiteren gibts keine Extrainformationen dazu. Ebenso keine Extras. Leider. Immerhin englische Tonspur in Mono 2.0. (Sonst hätte ich die liegengelassen.) Und ein Wendecover, damit man dieses blöde „ab 12“ verstecken kann wäre ja auch mal nett gewesen. Nun ja. Immerhin: 9 Stunden lang gute, anspruchsvolle Serienunterhaltung. Ist auch was.

Four Lions – britische Dschihad-Komödie

Ich prophezeie, dass dieser Film nie in den regulären deutschen Kinos zu sehen sein wird. Ich meine er lief im Rahmen des Fantasy-Film-Festivals, obwohl die bitterböse Komödie um britische Dschihadisten bis auf die Sache mit dem Wookie keinen SF- oder Fantasy-Bezug hat. Über weite Strecken hinweg pendelt der hervorragend inszenierte Film zwischen Drama und Komödie und ist ein hervorragender Beitrag gegen die Terrorhysterie die hierzulande ab und an so ausbricht. Ein kleines Juwel der letzten Zeit. Unbedingt empfehlenswert.

Romeo and Juliet – Brassed Off – Tosca

Nach längerem Hin und Her endlich mal die Gutscheine für die Mayersche eingelöst. Für hochwertigen Content natürlich. 😉

Es ist der einzige Film von Baz Lurman, den ich wirklich, wirklich gut finde – und das trotz Leonardo DiCaprio: „William Shakespeare’s Romeo and Juliet“. Und wenn ich diesmal ein ausdrückliches Lob an die Synchro gebe, was selten genug vorkommt, dann deshalb weil die deutsche Fassung sich an Schlegel/Tieck hält – und das ist eine verflucht schwere Aufgabe, das lippensynchron hinzubekommen. Insofern: Respekt. (Auf englisch allerdings ist es natürlich viel eindrucksvoller. :-)) Lurman hat den Stoff für die damalige Teeniegeneration aufbereitet – es gibt daher Explosionen, es ist bunt, es ist knallig – kurz: Es ist Pop-Kino. Und momentan für unter 10,- Euro zu bekommen.

Lange hats gedauert, aber endlich habe ich ihn auch auf DVD: „Brassed Off“. Mit Ewan McGregor als er noch gut war – also VOR Star Wars – einer wunderbar anrührenden, überhaupt nicht kitschigen aber sehr humorvollen Geschichte über die Schließung bzw. die Neustrukturierung einer Zeche plus Liebesgeschichte – und vor allem: Der Soundtrack. Warum kriegen Engländer eigentlich Sozialdramen hin, die trotz eines Nicht-Happy-Ends – und in diesem Fall ist das ja eigentlich der Fall – trotzdem gute Laune machen und kritisch zugleich sind? Auch für unter 10 Euro zu haben.

Zuletzt: Tosca – eine Aufnahme der Deutschen Grammophon mit Mstislav Rostropovitch, Galina Vishnewskaya und Franco Bonisolli. Inwieweit diese Aufnahme an diejenigen mit der Callas herankommen muss ich noch mal hören. Im Booklet wird wenigsten kurz die Handlung erzählt, aber weitere Infos fehlen. Das machen andere Editionen für um die 8,- Euro allerdings dann doch etwas besser, aber nun ja – Musik ist hier die Hauptsache. Nicht die Story. Die kennt man ja. Am Ende sind alle tot. (Huch, habe ich gespoilert? ;-))

Wyrd Sisters – Soul Music

Zugegeben: Die Realfilm-Versionen gefallen mir auch weitaus besser. Aber immerhin kann ich jetzt die damals für teures Geld gekaufte VHS-Version einmotten und die beiden Zeichentrickfilm-Abenteuer nach Terry Pratchett ins DVD-Regal stellen.

Wobei: Mühe? Nein, Mühe hat man sich mit den DVDs nicht gemacht. Das fängt damit an, dass man die Original-Titel auf den Covern belassen hat – „MacBest“ und „Rollende Steine“ würden dem deutschen Pratchett-Fan ja etwas mehr sagen als „Wyrd Sisters“ und „Soul Music“. Na wie gut, dass es den Klappentext gibt…

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