Twittwoch Ruhr am 26.04. im Tectrum!

Das ging dann ja fix. Nachdem der letzte Twittwoch auch schon eine Weile her ist, habe ich mir mal ein Herz gefasst und einen Termin für Duisburg organisiert – im Einverständnis der Macher und mit denen oder so.

Merkt euch also schon mal den 26.04.2017 vor. Start ist ab 19:00 Uhr, Ende so ab 21:30 Uhr. Wer sprechen wird, was sonst noch passiert, wo man sich anmelden kann – das kommt alles noch. Ich bin aber definitiv herzensfroh, dass es endlich mal gelingt, den Twittwoch nach der Stadtbücherei nochmal nach Duisburg zu locken.

Blogposting 03/17/2017

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Marco Bülow bei Jung und Naiv

Mal ein Posting, das nichts mit Social Media zu tun hat, aber da Marco Bülow aus Dortmund einer der wenigen Politiker ist, die einerseits authentisch – mit allen Ecken und Kanten – und andererseits tatsächlich sehr Social-Media-Affin sind – nur, weil man Twitteraccounts hat ist man das noch lange nicht: Marco Bülow war zu Gast bei Jung und Naiv und erzählt eine Menge über das Funktionieren des Politischen Systems bei uns.

Authentisch ja, aber dann doch nicht?

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Auf der einen Seite fordern wir Authentizität – eines der am meisten gebrauchten Schlagwörter der Branche übrigens. Wir fordern nach einer Person mit Ecken und Kanten, wir wollen keinen glattgespülten Marken-Profilen folgen, außer um an Informationen zu kommen. Oder wenn es was zu gewinnen gibt. Ein iPad!

Wenn allerdings auf der anderen Seite im Social Web Beiträge auftauchen, die halt eine Krise des Postenden beschreiben, wenn jemand öffentlich hadert und zaudert, wenn jemand fragt und forscht – Facebook als moderne Variante eines Sudelbuches also, hingeschmierte Gedanken – wenn also genau das passiert regen sich die Leser auch wieder auf. Wie kann man nur! Intimste Geheimnisse der Öffentlichkeit preisgegeben. Zitate, die man so nie gesagt hat! Wie empörend! Wie unvernünftig auch. Da macht man sich doch Karrieren und Freundschaften kaputt – wenn der Chef erst DAS da liest. Wartet, ich druck das aus und lege das sofort morgen ins Fach, dann kann der Schreiberling aber was erleben…

Entscheidet euch, verdammt nochmal!

Was wollt ihr denn jetzt nun? Ihr wettert alle gegen die glattgeleckte Oberfläche, gegen das Schön-Wetter-Getue von Marken, ihr findet die Katzenbilder niedlich, aber oberflächlich, ihr hasst Morgengrüße auf Twitter. Und diese Sinnsprüche, die man so im Social Web findet, „Zitronen, Leben, Limonade!“Das alles haßt ihr, weil es Ausdruck einer Einstellung ist, die positiv, aber langweilig und auf Dauer kaum auszuhalten ist. Wie deprimierend muss das eigene Leben sein, wenn man nicht mal ein schickes Photo auf Instagram posten kann, in der man seine körperlichen Vorzüge zeigt. Dauernd wird davor gewarnt, dass Jugendliche in einer Welt, in der die positive Oberfläche regiert sich diese Oberfläche als eigentlichen Grund der Persönlichkeit zu nutze machen – und dann deprimiert sind und todunglücklich, weil man den Grad jenes Vorbildes nicht erreichen konnte.

Andererseits seid ihr auch nicht angetan davon, wenn jemand Dinge schreibt, die nicht in einem Happy-End münden. Denn alles muss heutzutage gut ausgehen, ein Happy-End haben, alles muss flauschig sein und überhaupt ist das Internet ja eine Kuschelkomfortzone. Nein. Natürlich nicht. Das Internet bildet ist ein Spiegel. Es zeigt nur das, was Personen, die ins Internet hineingeblickt haben auch sehen. „Wenn ein Affe in ein Buch schaut, kann kein Mensch herausschauen“ – ein Zitat, das Lichtenberg als Erfinder des Sudelbuches gesagt haben könnte, aber da es hier ja im Internet steht könnte es auch falsch und erfunden sein.

Wenn es einer Person dreckig geht, dann wird es das Internet auch sein. Wenn jemand Reinigungsmittel für die Seele braucht, dann zeigt es das Internet auch. Das ist kein Fehler des Internets, das ist überhaupt kein Fehler, denn das wolltet ihr doch: Menschliche Profile mit Ecken an Kanten, an denen man sich reibt, an denen man verzweifelt, die man beschimpfen und hassen möchte. Marken möchte das auch, wenn so bleiben sie wesentlich länger in Erinnerung als – als – die Firma mit dem Bären auf der Alm und Milchkannen… Wie hieß die noch?

Nehmt die Mitte

Wie auch immer: Ihr könnte das Eine ohne das Andere nicht haben. Entweder ihr akzeptiert den Menschen, der da im Internet aktiv ist mit seinen Höhen, Tiefen, Fehlern, guten Seiten und Schwächen. Dann habt ihr ein glaubhaftes, authentisches Profil. Und wenn jemand über die Stränge schlägt, dann kann man das auch so handhaben wie im normalen richtigen Leben. Mit Reden. Miteinander. Oder ihr bekommt Plastik-Postings, so porentief rein, dass sie euch mit der Zeit nichts mehr an Nährstoffen für die Seele geben können.  Weder das Eine noch das Andere wird euch guttun. Daher: Wählt am Besten die Mitte und nimmt alles mit einem Körnchen Salz. Aufregen tut nie gut.

Geld für Bildung in Syrien – #EduAmbulanz

„Das Netz ist ein guter Ort, wenn wir es dazu machen.“ J. Korten.

Zuerst mal: Darum geht es allgemein.

Und für das hier sammelt Barbara Volkwein momentan insbesondere Spenden:

Da Bilder ja mehr sagen als alle zusätzlichen Texte habe ich jetzt nicht mehr viel dazu zu sagen, außer, dass ich Barbara Volkwein  als Jemanden kenne und schätze, der viel Energie, Power und Optimismus hat. Wir haben schon bei etlichen Projekten zusammen gearbeitet. Zudem: Social Media ist zwar auch Technik, ist auch das Nachdenken über Reichweite und Kommunikation. Aber wir vernachlässigen gerne, dass es SOCIAL Media heißt. Soziale Medien. Und zudem wäre Jemand sicherlich ganz begeistert von dieser Idee gewesen – allein deswegen schon unterstütze ich diese Aktion und hoffe, dass ganz viel Geld für Bildung und die Zukunft der Kinder in Syrien zusammenkommt.

Kritik und Gedanken

Schadet der letzte Blogeintrag meiner Karriere in der Kirche?

Diese Frage steht natürlich im Raum, wenn es um das Drama – im Nachhinein müsste ich Anführungszeichen einfügen, Kindergarten eigentlich, aber klar, wenn man verletzt ist, zornig ist und wütend und es einem nicht gegeben ist, Dinge abzuschließen, weil die Gegenseite einen hängen lässt, wächst der Groll und die Ausbrüche werden größer, weil man sich hilflos fühlt – kurzum die Antwort:

Keine Ahnung. Ist mir aber auch egal, denn unkorrektes Verhalten soll und muss ans Licht und an den Tag gebracht werden. Und bisher hat das Presbyterium in keinster Weise auf das, was passiert ist irgendwie auch nur annähernd reagiert. Denen ist also egal, wie sich ein ehrenamtlicher Mitarbeiter fühlt, denen sind die zahlreichen netten, freundlichen Schreiben von mir egal, die reagieren nicht mal, wenn ich die Faust auf den Tisch haue – dann sind mir die Konsequenzen auch egal. In diesem Falle schon.

Was definitiv unterschieden werden muss: Zwar bin ich bei der EKIR angestellt, aber nicht in der Gemeinde Neudorf-West. Pfarrer Nadolny und Pfarrerin Krüger sind nicht meine Vorgesetzten. Die Zeit, die ich in der Gemeinde in den Chor und den Posaunenchor stecke – da ich mich jetzt Umgemeinden lasse, werde ich Vertretungen eh nicht mehr machen – ist meine Freizeit. Das sind Sachen, die ich gerne mache. Das andere ist Dienst. Und in meinem Vertrag steht, dass über Interna was den DIENST anbelangt natürlich Stillschweigen gehalten werden soll.

Wäre das Presbyterium klug gewesen, sie hätten mit mir auch einen Vertrag ähnlicher Art geschlossen. Haben sie nicht und sofern ich Meinungen äußere, die weder Verleumden noch irgendwie sonst aus dem gesetzlichen Rahmen fallen… Denn – und das habe ich abschließend so ähnlich auch in einer Mail geschrieben – das wäre noch schöner, wenn keine Kritik geäußert werden dürfte bei Dingen, die in meinen Freizeitbereich fallen. Aber denen ist das eh egal anscheinend. Das Internet ist halt böse, eine Webseite, die auch, und ja, man hat mich offenbar bewußt ausgebootet.

Dass dieser an sich interne Konflikt nicht direkt beendet wurde kreide ich den Verantwortlichen an. Es gehört zu der Verantwortung eines Chefs – und das sind Pfarrer nun mal auch – sich auch um die Mitarbeiter zu kümmern, die ehrenamtlich tätig sind. Und zu vermitteln, wenn hauptamtliche Mitarbeiter und ehrenamtliche – wie in meinem Fall – aneinandergeraten. In der freien Wirtschaft hätten wir uns sofort irgendwie an einen Tisch gesetzt, vermutlich hätte ich eine Abmahnung bekommen, aber auch mein Gegenüber wäre nicht glimpflich davongekommen und das wäre geklärt worden.

Das ist es aber nie.

Und jetzt, nach knapp einem halben Jahr und einer Mail später ein Gesprächsangebot zu schicken ist – nach reiflicher Überlegung meinerseits – verschenkte Lebenszeit. Ich steige nicht mehr in die Rechtfertigungsarena hinab, aus der ich jetzt mit diesem Beitrag emporsteige.

Es ist aber schon witzig: Karriere. Streben. Kirche. Als ob ich Karriere in der Kirche hätten machen wollen. Was sollte mir daran liegen? Ich brenne für die Musik, nicht für die Politik. Ich brenne für Kooperationen, nicht für Machtspielchen. In Neudorf-West habe ich mich leider verbrannt, weil die internen Strukturen dieser Gemeinde so undurchsichtig sind, weil mein Ansprechpartner nie ernsthaft sich mit mir beschäftigte, weil Anforderungen nie gestellt wurden und auch, weil ein hauptamtlicher Mitarbeiter sich – verzeihen Sie mein Französisch – sich in einer Mail aufgeführt hat, als wäre er Napoleon höchstpersönlich.

Ich jedenfalls bin raus, Neudorf-West. Spielt eure beschissenen Machtspielchen doch alleine. Macht, was ihr wollt. Lasst die Kirche verkommen – den Verdacht, dass da hinter Absicht steckt, den bin ich nie ganz losgeworden, Sinn und Zweck würden mir sofort auch einfallen, aber das schreibe ich mal besser nicht – lasst die Orgel verrotten. Erfolgreich den Küster verjagt habt ihr und ob ihr mit einem Neuen glücklich werden werdet – sicherlich nicht, weil ihr dauernd und immer was zu meckern habt.

Ich bin froh, eure Gesichter, euch selbst und die Gemeinde nicht mehr sehen zu müssen. Vertretungen werde ich für Neudorf-West in Zukunft konsequent ablehnen, aber lasst euch sagen: Wenn ihr demnächst nach Ost müsst, weil die das bessere Gemeindehaus haben, dann jammert nicht rum…

Blogposting 03/10/2017

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Ich mach mich vom Acker, liebe Kirchengemeinde

Liebe Gemeinde Neudorf-West,

man sollte nicht einfach so gehen ohne vielleicht ein paar Worte zu verlieren. Ich möchte die Zeit mit dir nicht missen, im Gegenteil ist haben wir wirklich eine schöne Zeit gehabt. Bis zu dem Zeitpunkt, wo du mich im Regen hast stehen lassen. Und von daher: Ich habe jetzt noch ein Jahr versucht, mit dir auszukommen. Ich muss gestehen, es geht nicht.

Das Vertrauensverhältnis zwischen den Pfarrern und mir ist extrem erschüttert worden. Das klingt jetzt dramatisch, ist es nicht. Es ist einfach nur eine Feststellung. Es ist halt so, dass wenn man für eine bestimmte Aufgabe sich anbietet und dann genommen wird, man diese Aufgabe so gut wie möglich erledigen können möchte. Ich habe die Webseite der Gemeinde gern gemacht, ich habe das Grundlagenwerk – die Präsentation zu Beginn war knapp 30 Folien stark – euch ausgestellt, ich war immer ansprechbar, ich habe nur einmal – EIN EINZIGES MAL – ein Treffen mit euch versäumt. Aber schon das war Grund genug offenbar zu meinen, ich sei unzuverlässig.

Aber: Ihr habt das ja so geplant. Ja, ich glaube, ihr habt mich bewußt vor eine Wand laufen lassen. Erstens habt ihr schon gefragt, ob die Webseite online sei während sie noch von einem Server auf dem anderen umzog. Ein Prozeß, der dauerte. Geduld hattet ihr nicht. Und dann habt ihr mich alleine gelassen. Ihr habt mir nie gesagt, was ihr für die Webseite wirklich haben wollt. Alles, was ich nachträglich installier habe war anscheinend nicht gut genug.

Ja, ihr habt mich bewußt vor die Wand laufen lassen, liebe Presbyter, das sehe ich jetzt ein. Weil ich nämlich nicht in eure kleingeistige Welt passe, in eure Politik des „Inneren Kreises des Inneren Kreises“, in eure Seilschaften. Ihr habt es euch so bequem gemacht, habt eure Aufgaben aufgeteilt und klar: Für euch ist alles super. Für einen Außenstehenden wie mich, der mit Elan bei euch arbeiten wollte, der immer offen dokumentierte was los war – und der nichts dafür kann, wenn der Server, auf dem die Webseite lief nun einige Male nicht erreichbar war und im Quellcode Fummelei war – aber das habt ihr nicht verstanden. Ihr habt ja sogar Mails mit Fragen an mich geschickt, ohne dass ich in der Mail richtig adressiert worden wäre. (Ich habs nur über Umwege erfahren, später.)

Und dann habt ihr eines Tages euch wohl gedacht: Der Junge ist lästig. Der denkt selbstständig. Der fragt. Der kann was – auch wenn wir das noch so oft bezweifelt, ich habe euch so oft meine Referenzen um die Ohren gehauen, ihr wolltet die nicht lesen oder verstehen. Das Internet ist euch lästig. Das muss man halt so machen, aber Schaukästen sind doch auch wirklich noch topaktuell als Medium. Ihr habt eine Informationspolitik, die wirklich zum Kotzen ist. Auf Fragen von mir kam teilweise gar keine Antwort. Also hab ich entschieden, was das Beste wäre. Und das war natürlich falsch, weil es nicht von euch abgesegnet gewesen ist.

Ihr hättet das alles persönlich und besser klären können, hättet mich einladen können in eine Sitzung, hättet mir genau sagen können was ihr wolltet. Das wolltet ihr aber nicht, ihr wolltet, dass ich scheitere. Und dann habt ihr vielleicht gedacht, ihr könntet die Früchte meiner Arbeit einfach so übernehmen… Was ich euch nicht unterstelle, aber natürlich läge das Nahe. Aufbauarbeiten sind immer doof. Machen Mühe. Schweißtreibend. Und ihr, die ihr nicht wisst wie das Internet geht, die ihr auf nichts reagiert außer auf böse Mails von mir, die aber böse sein müssen, weil ich keine Lust auf ein Schwarzes Loch habe…

Aber egal. Ihr werdet das hier eh nicht lesen, werdet nicht verstehen, dass man mit ehrenamtlichen Mitarbeitern nicht so umgehen kann, wie ihr denkt, dass man das könnte.  Ich freue mich euch mitteilen zu können: Ich gehe. Ich lasse mich Umgemeinden. Ich habe ein Jahr noch versucht was zu bewegen, erst jetzt kommt ihr auf die Idee mit mir zu reden? DER ZUG IST ABGEFAHREN! Und setzt sich in Richtung Beeck-Bruckhausen in Bewegung. Mag sein, dass dort nicht alles eitel Harmonie ist – aber dort schätzt man meine Arbeit und man redet mit mir. Oder um es mit Mark Foster zu singen:

„Es gibt nichts, was mich hält, au revoir
Vergesst, wer ich war
Vergesst meinen Nam’n
Es wird nie mehr sein, wie es war
Ich bin weg, au au
Au, au, au revoir
Au revoir“

Euer Christian Spließ