Mobiles Podcasting – Notizen fürs Hochschulbarcamp Neunzehn

Mobile First – das ist die Devise des Hochschulbarcamps in diesem Jahr. Und da ich gebeten wurde, eine Session zu machen – und ich bei dem Thema nicht unbedingt Folien erstellen möchte, sondern eher eine Diskussionsrunde anregen möchte, folgen hier Links plus Annotationen zu dem Thema <Mobiles Podcasten>. Sozusagen auch für mich als Gedankenstütze während der Runde. Dazu sind Blogs auch da.

Wobei sich schon die Frage stellt: Was ist Mobile Podcasting eigentlich? Beschränkt es sich auf die alleinige Nutzung des Smartphones? Oder zählt der ZOOM oder ähnliches schon dazu, wenn ich die Tonspur separat vor Ort aufnehme? Gute Frage. Auch das wird garantiert beim Barcamp noch diskutiert werden …

Ich beginne mal mit der reinen Variante: Allein das Smartphone plus Hardware dafür.

Mobiles Podcasting – Smartphone pur

Mittlerweile kann jedes Smartphone Ton und Video in einer Qualität aufnehmen, die man ohne vieles Bearbeiten sofort on air stellen kann. Fehlt allenfalls die notwendige Software, um eventuell doch das Ein oder Andere noch auszubügeln.

Hardware on the Go

Grundlegend wichtig: Denkt an die Powerbank. Sollte heute vermutlich selbstverständlich sein, aber man vergisst das auch gerne. Software zieht Strom. Die HETP-Powerbank oder ähnliche Powerbanks sollte man schon fürs mobile Podcasten nehmen.

Zwar sind die Mikrophone der Smartphones auch schon so gut, dass man sie für ruhige Momente benutzen kann. Bessere Qualität bekommt man aber durch die Nutzung eines Außenmikrophons. Ein Ansteckmikrophon sollte auf jeden Fall für Interviews mit ins Equipment. So wie das Rhode SMARTLAV. Beim LAVALIER ist der Windschutz übrigens schon mit bei.

Das VideoMic von Rhode ist ein Richtton-Mikrophon. Für Interviews nicht so ganz brauchbar, wenn man aber über eine Messe läuft und Ton einfangen möchte eher die Wahl. – Was man generell bei Richtmikrofonen beachten sollte findet man bei Detektiv-Report.

Verschiedene Stative sollten mit ins Gepäck. Ein Tischstativ für Gespräche an Ständen oder Tischen, ein Shoulderpod, wenn man nicht sitzt und steht – also jedenfalls für kurze Einsätze, wenn man länger steht lohnt sich der Aufbau eines größeren Stativs fürs iPhone sowieso. Natürlich ist das mehr fürs Gepäck und etwas unhandlicher, aber wenn man mehrere Stunden vor der Bühne steht, sollte das schon sein. <Chorfestival Darmstadt. Hauptbühne. Eröffnung. Phew.>

Da man eh die Tonspur nochmal separat aufnehmen sollte bei Videos, sollte auch ein ZOOM ins Gepäck. Bietet sich auch an, wenn man mehrere Interviewpartner an einem Tisch hat und nicht jedem ein Mikrophon in die Hand drücken möchte. Nachteil: Man muss halt später eventuell die Nachbearbeitung noch am Desktop machen und kann nicht direkt online gehen.

Software On the Go

Für iOS kann man Ferrite Recording benutzen. Es gibt eine Free- und Paid-Variante davon. Gibts für iPhone and iPads. Wobei: Das ist dann auch schon für Leute, die sich ein wenig in die Materie reinfriemeln möchten – man hat praktisch ein komplettes Aufnahmestudio in der Tasche. Perfekt für den mobilen Einsatz vor Ort.

Der Hindenburg Field Recorder sollte erwähnt werden. Ich muss allerdings eingestehen, dass ich den nicht kenne und auch nicht nutze. Allerdings hat Heike Stiegler den im Gebrauch und erzählt im Podcast drüben, wie die App ist. – Außerdem gibts auch noch ergänzende Dinge, die ich hier vielleicht vergessen habe.

Falls man von den Optionen bei Ferrite oder Hindenburg zu überfordert ist, sollte man sich Anchor anschauen. Mittlerweile gehört Anchor zu Spotify. Die App ist kostenlos nutzbar und neben Schneiden und Editieren bietet die App den Service, dass der Podcast in Verzeichnissen angemeldet werden kann. Erspart die Einzelarbeit für Apple oder Spotify und Co. Weiteres Plus: Es gibt eine Desktop-Variante. Wenn man also später dann doch noch am Rechner sitzt und was nachbearbeiten oder verschieben möchte, kann man das.

Workarounds:
Die iOS-Twitter-App erlaubt einen reinen Audio-Livestream. Man kann hinterher allerdings kaum was bearbeiten und es dann im Wesentlichen einfach ein Tweet mit Audiofunktion. Gezieltes Suchen und Finden wird da schwierig.

Bei FB gab es diese Variante auch, aber irgendwie finde ich sie bei der Ios-App nicht mehr? Ich weiß, dass es die gab.

Software for Later

Falls man doch noch etwas Bearbeiten muss am Rechner:
Audacity – Open-Source-Software, für die man etwas Einarbeitungszeit braucht. Weil das nicht aus der Windows-Welt sondern eher aus der Linux-Welt stammt sind die Menüs manchmal nicht unbedingt so, wie man es gewohnt ist. Allerdings bietet Audacity eine Menge von Filtern, Zusatzeinstellungen und Unmengen von Optionen an.

Garageband – für Mac-User die Software für die Nachbearbeitung. Intuitiv verständlich, für die Finessen braucht man allerdings auch etwas Zeit.

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