Rant: Die Abwärtsspirale der Ablehnungen

<Hier,> sagt der Vermittler am anderen Tischende, nachdem man die Formalitäten abgeklärt hatte, <ein neues Formular für Ihre Bewerbungsbemühungen. Wir schreiben mal in die Verpflichtung so fünf Bewerbungen pro Monat rein, das sollte passen und wir sehen uns dann demnächst wieder.> Als die Tür ins Schloss fällt und man auf den langen unpersönlichen Gängen entlanghastet – und in Farben gestrichen, die natürlich ein Unwohlsein vermitteln, warum sollte man auch länger in einer Behörde sein wollen, die einen so schnell wie möglich wieder los sein möchte? – hat man die letzten Bewerbungsbemühungen in der Hand und hinter jeder steht in einem letzten Feld: Absage. Da insgesamt um die fünf Bewerbungen auf so ein vorgegebenes Behördenblatt passen und man in der Regel auch etwas mehr macht als man möchte, hat man vielleicht schon an die drei, vier Blätter in der Hand, die man mitgebracht hat. Und man realisiert: Irgendwas geht da doch nicht auf.

Solange was an der Wand kleben bleibt…

Das Patentrezept der ARGE heißt: Werfen Sie so viele Bewerbungen wie möglich an die Wand und irgendeine davon wird schon hängenbleiben. Da man nicht in der Situation ist, sich die Jobs wirklich aussuchen zu können – man muss sich auf alles bewerben, was irgendwie möglich oder machbar ist und eventuell hat man einen gnädigen Vermittler, der dann auch mal toleriert, dass man in einem Monat halt nur vier statt fünf Bewerbungen zustande brachte, ohne dass man lange argumentieren muss – greift man sich also aus den Stellenbörsen alles heraus, was irgendwie passt.

Und manchmal ist die ARGE auch so gnädig, einen in irgendwelche Massnahmen zu vermitteln, wo man dann einige Stunden damit zubringt, das zu tun, was man eh zu Hause macht: Jobbörsen abklappern – natürlich in erster Regel die der ARGE – Bewerbungen zu schreiben, Dinge auszudrucken und in die Post zu geben. Es geht bei diesen Weiterbildungsmaßnahmen halt nicht darum, den Menschen zu bilden und seine Stärken und Schwächen zu erkennen, der Mensch soll so passend gemacht werden, dass er in der nächsten Zeit zu dem Arbeitsumfeld der Umgebung passt. Es mag Ausnahmen geben, aber in der Regel bringen diese Maßnahmen nun nicht viel. Ja, der Eine oder Andere findet einen Job. Ja, manchmal lassen sich Lücken schließen. Ja, manchmal. Manchmal.

Aber das sind die Ausnahmen. Schließlich wird man nicht als Person behandelt sondern als Arbeitssuchender, nicht als Mensch sondern als Material für den Arbeitsmarkt. Solange man sich viel bewirbt, so lange ist das System zufrieden. Wenn man das nicht macht, wird man halt bestraft. Auch, wenn man dann sagen muss: <In diesem Monat habe ich einfach nicht genügend passende Stellenanzeigen gefunden, was soll ich denn tun? Die aus dem Hut zaubern? Und außerdem, haben Sie mir denn Stellenangebote vermittelt in der letzten Zeit?>

Die Verminderung des Selbstbewusstseins

Selbst, wenn man ein braver funktionierender Bürger im System ist – was bleibt einem auch anderes übrig? – und sich permanent bewirbt, die Hoffnung, dass bei vielen Bewerbungen eine an der Wand kleben bleibt ist in der Regel Illusion. Man muss sich vergegenwärtigen, was eine Bewerbung auf eine Stelle per se bedeutet, wenn man sich hinsetzt und sie schreibt und was man investiert: Es ist Zeit, denn man studiert die Ausschreibung und versucht im Anschreiben so gut wie möglich das zu treffen, was die von einem wollen. Abgesehen davon, dass man auch den Lebenslauf noch aufhübscht oder durchseht und den umgestaltet für die Stelle. Es ist Geld – auch der Internetanschluss muss bezahlt werden oder die Briefmarken natürlich. Vor allem steckt man eine Menge von Hoffnung in das ganze Verfahren. Denn – dieses Mal habe ich doch alles richtig gemacht. Diesmal habe ich das Anschreiben in dem Ton verfasst, den die hören wollen. Diesmal habe ich das beste Photo der Welt beigefügt. Diesmal habe ich den Lebenslauf so gestaltet, dass er passt. Die Zeugnisse sind perfekt eingescannt oder kopiert. Dieses – Mal – muss – das – doch – was – werden…
Aber dieses Mal ist es nichts geworden.
Schön, dann investiert man halt Energie und Hoffnung in das nächste Mal. Kann ja vorkommen. Es passt halt nicht immer. Man macht die Bewerbung schick, man denkt: Hey, ich habe die ganzen Voraussetzungen dafür, das sollte doch klappen.
Auch dieses Mal ist es nichts geworden.
Und das nächste Mal auch nicht. Und das übernächste Mal. Das Mal danach. Und so weiter und so fort… Und irgendwann fragt man sich: <Was mache ich falsch?> Und diese Frage wird einem nie beantwortet werden.

Der Hoffnungs-Kreislauf

Jedes Mal begibt man sich in den Hoffnungs-Kreislauf: Diesmal klappt das. Bestimmt. Diesmal habe ich mich so toll präsentiert, das kann gar nicht anders. Alles sagen, man muss aus der Masse hervorstehen und das Schreiben hier, also, das ist sollte doch wenigstens… Die müssen mich doch zum Vorstellungsgespräch einladen. Ich hab doch eine Leistung in der Vergangenheit erbracht, auf die ich stolz sein kann – und die sogar in den Zeugnissen belegbar ist.

Dann schickt man alles froher Hoffnung ab und – wartet erstmal. Manchmal kommt eine Nachricht a la „Wir brauchen eine Zeitlang zum Durchschauen“, manchmal kommt auch nichts. Und dieses Nichts bleibt dann auch bestehen, weil keine Absage kommt. Es kommt keine Rückmeldung. Irgendwas ist schiefgelaufen. Fragt sich: Was? Ich selber kann das nicht nachvollziehen, weil sich ja keiner meldet. Weil keiner bereit ist – man könnte das Unternehmen ja verklagen, ja, Gott, man kann sowas auch anstellen, ohne dass man gleich in die Bredouille als Unternehmen kommen könnte – über die Mängel meiner Bewerbung mit mir zu reden.

Ganz hammerhart sind dann ja die Begründungen teilweise, die kommen, wenn es Absagen gibt. Im Gegenteil: Die sind so floskelhaft windelweich. Man spürt: Allenfalls ist man Dutzendware. Abgespeist mit „Manchmal sind es Details, die für den Unterschied sorgen“. Was soll ich daraus folgern? Dass ein Komma falsch war? Ein Satz verkehrt formuliert? Das Briefpapier war nicht parfümiert genug? Das Briefformat an sich war falsch? Die DIN-Norm für die Gestaltung eines Briefes passte euch jetzt nicht? Was – sind – denn – störende – Details? An dem Punkt angelangt druckt man sich diese Ablehnung aus, knüllt die zusammen und wirft sie mit Verve und Zorn in den Papierkorb…

Die Black-Box-Situation

Als Bewerber hast du eine große Black-Box zwischen dir und dem Stellenausschreiber stehen. Du fütterst deine Daten da rein, du hast keine Ahnung, wie der Entscheidungsprozeß abläuft, du bekommst auch kein richtiges Feedback, was nötig wäre, damit du dich verbessersts – falls jemand mit Coaching und Jobtrainings ankommt, yeah, ich wiederhole mich da nochmal gerne: Die Angebote der Agentur zu dem Thema sind so nützlich wie ein Kühlschrank am Nordpol, weil du eigentlich ständig persönlich jemanden als Begleiter und Berater bräuchtest. Das lässt das System ARGE aber ja nicht zu, weil du ja verwaltet wirst. Sicherlich gibts noch engagierte Mitarbeiter da, aber der Großteil lässt doch Einen nur antanzen, tätschelt Einem den Kopf und sagt dann, man würde sich in einigen Monaten wiedersehen… „Und immer schön bewerben und eine Liste führen!“ Für einen persönlichen Coach ist bei HartzIV sowieso kein Etat vorgesehen – Bildung, was ist denn schon bitte Bildung für ein Wert…

Man selbst tritt auf der Stelle, wesentliche Hilfe bekommt man nicht, man weiß nicht, was man falsch macht und sich einen persönlichen Coach leisten – mit welchen Mitteln bitteschön. Schön immer weiter abwärts mit dem Selbstbewußtsein – was dann dazu führt, dass man sich natürlich falls – falls – es mal gelingt zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, man soll ja an Zeichen und Wunder glauben, es einem auch nicht gelingt sich selbstbewußt zu vermarkten. Wie denn auch. Nachdem man ständig dieses „Dies mal klappts“-Gefühl eingesetzt hat, nachdem man ständig aktiv war – und das am Ende eh nichts wurde – warum sich noch sonderlich bemühen? Was hat das denn noch für einen Sinn, Stellenbörsen zu durchforschen, da kann ich doch meine Zeit besser nutzen. Denn am Ende springt ja nichts raus, wenn ich mich engagiere. Mich will ja keiner. Also: Couch, TV, Knabberkram…

Die Gesellschafts-Mentalität

Dummerweise tappt man damit genau in die Vorurteils-Falle der Gesellschaft – jeder Soziolporno bei den Privaten, jeder Artikel selbsternannter Experten, die versprechen, jeder könne eine Stelle bekommen, man müsse sich nur anstrengen, anstrengen, anstrengen bombardieren das Selbstbewusstsein von Leuten, die längst schon alles versucht haben. Es gäbe doch schließlich genügen Stellen, die unbesetzt bleiben – übersehen wird, dass selbst wenn wir aktuell alle Stellen in der Republik besetzt bekommen würden, immer noch Leute übrig bleiben würden. Zu alt, zu krank, zu lange draußen…

<Wir können alles schaffen, genau wie tollen dressierten Affen. Wir müssen nur wollen>, kommentierte <Wir sind Helden> diese Mentalität, die in der Gesellschaft vorherrscht. Keine Arbeitstelle? Dann sollte man sich einfach mal rasieren, schon läuft das. Kein Erfolg beim Vorstellungsgespräch? Diese fünf goldenen Regeln sollte man beachten, dann klappt das alles schon. Haben Sie eigentlich das notwendige Zertifikat, das belegt, dass sie das können, worin Sie schon seit Jahren arbeiten? Nein? Ja, dann kann das auch nichts werden. Warum bewerben Sie sich dann eigentlich auf solche Stellen? <Weil die ARGE meinte, ich müsste das tun und die ARGE auch nicht festgestellt hat, dass mir für diesen Job noch Dinge fehlen würden, die ich unbedingt für diesen Job brauchen würde, also gabs auch keine Weiterbildungsmaßnahme.> Letztere Antwort sagt man natürlich nicht, man denkt die sich nur.

Sicherlich gibt es auch immer Personen, die das System ausnutzen. Die gibt es aber immer und in jedem System. Dass leider dann diese Ausnahmefälle immer hergenommen werden, um zu zeigen, dass man Recht habe, wenn es um die Vorteile gegen Arbeitslosen geht verstärkt die Apathie und die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft. Und solange man selbst sich auf die Schulter klopfen kann, weil man ja nicht so ist wie die Anderen – man setze hier eine beliebige Gruppe ein – ja, solange ist man ja fein raus. Und überhaupt, wer faul ist, der darf halt auch nicht erwarten irgendwas zu bekommen. Ein Hoch auf die protestantische Arbeitsethik, die auch für Katholiken, Muslime, etc. pp. gilt. Sicher braucht der Mensch die Arbeit wie der Vogel das Fliegen, lieber Martin Luther, aber er braucht auch, wie Maslow das herausfand, erstmal eine gesicherte Ebene für die Grundbedürfnisse, bevor er überhaupt weiter streben kann. Das Vertrauen auf die eigenen Fähigkeiten und das Können sind fundamental wichtig, wenn man eine Stelle sucht. Solange diese aber durch das Bombardement der Medien untergraben werden – solange nur die Miss-Gestalten hervorgezogen werden, damit man kathartisch über sie herziehen kann, solange ist die Motivation derer, die wirklich Arbeit wollen halt dort, wo sie ist. Im Keller.

Die Wunschlösung

Am Einfachsten wäre es das Gegenüber als Mensch wahrzunehmen. Als Person, die ihre Stärken und Schwächen hat, die ihre Erfahrungen im Leben gesammelt hat und die momentan halt vielleicht auch zeitweise erstmal andere Dinge in Angriff nehmen muss, bevor das mit dem Ersten Arbeitsmarkt klappt – da es eigentlich keinen Zweiten oder Dritten zu geben scheint, verwende ich diese Formulierung ungerne, der sogenannte Soziale Arbeitsmarkt ist ja immer wieder mal als Forderung im Gespräch. Wobei ich mich wirklich frage, was dieser Soziale Arbeitsmarkt erreichen möchte. Ein-Euro-Jobs haben wir ja schon, die meisten davon funktionieren nicht als Klebestelle für den späteren Arbeitsmarkt. Man hat hier einfach eine billige Methode erfunden, die Arbeitskraft von Leuten zu gebrauchen ohne dass man viel zahlen muss und nach dem Ende der Maßnahme ist man wieder da, wo man vorher war. Bis zum nächsten Ein-Euro-Job dann…

Eine persönliche, permanente Beratung kann allerdings auch nur geschehen, wenn der Berater das Gegenüber kennt. Dafür müsste man also bei der ARGE mehr Stellen schaffen, denn der Durcharbeitungssatz und die Vorgaben sind halt nicht dazu da, dass man ein- oder zweistündige Gespräche mit dem Gegenüber führt. Oder dass man gemeinsam mal auf andere Wege kommt – nicht jeder ist der Typ für eine schriftliche Bewerbung, manchmal sind Jobmessen der bessere Weg oder einfach das konstante Aufbauen von Netzwerken und Empfehlungen. Manche Leuten spielen sich ungern in den Vordergrund, manche Leute sind Rampensäue – aber nach knapp einer Viertelstunde Gespräch kann man das ja nicht immer feststellen. Das sollen dann halt gerade die Massnahmen irgendwie erledigen und die tun das in der Regel schlecht. Und wehe, man sucht sich selber eine passende aus und möchte die finanziert bekommen. Eigeninitiative nur dann, wenns dem System passt? Ist das noch Double-Bind oder schon hinterfotzig?

Das Regelkorsett, welches die ARGE dem Arbeitslosen anpassen möchte, ist <eine Größe passt für Alle> – das Motto der Stadtwache in Ankh-Morpork bei der Verteilung der Uniformen. Das funktioniert solange, wie die Bewerber bei der Wache Menschen sind. Sobald Trolle, Gnome, Zwerge und andere Personen auftauchen, hat man Probleme. Das Korsett <Wer immer strebend sich bewirbt, der wird sich selbst erlösen> passt nicht für alle Menschen. Anstatt sich das aber einzugestehen, werden die gesunkenen Arbeitslosenzahlen der letzten Zeit als Erfolg der Reformen gefeiert – ohne, dass diese kritisch hinterfragt werden, denn etliche Personen fallen aus der Statistik raus. Eine persönliche, abgestimmte Beratung können ja die Jobcoaches der freien Wirtschaft für den Bewerber übernehmen. Ach, die Finanzierung? Ja, da gucken Sie mal, lieber Bewerber.

Solange jedoch das Betreuerkarussel läuft – es kann passieren, dass man innerhalb eines Jahres mit drei verschiedenen Vermittlern zu tun bekommt – kann eine verantwortungsbewußte Vermittlungsarbeit nicht passieren. Solange Menschen in Massnahmen zwischengelagert werden, wird das Problem selbst nicht gelöst – es wird nur ein Symptom bekämpft. Solange an einem ominösen Sozialem Arbeitsmarkt herumgedoktert wird, solange eine Fortbildung im ALG-Eins-Jahr dafür sorgt, dass man noch etwas länger ALG-Eins bekommt – was gut und schön ist, aber letzten Endes das Problem ja nur etwas hinausschiebt, denn selbst wenn man gut qualifiziert ist heißt das nicht automatisch, dass man den Job bekommt für den man sich beworben hat.

Wenn also die gute Fee daherkäme und sagte, sie würde mir einen Wunsch – oder drei, aber heutzutage sind wir ja nicht mehr im Märchenzeitalter und – puff, da ist die Fee auch schon weg, schade. Formuliere ich das mal anders: Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wären das die folgenden Punkte:

  • Es sollte einen festen, permanenten Berater bei Behörden für einen geben. Die Betonung liegt auf der permanenten Beratung.
  • Der Berater sollte genügend Zeit für den Menschen haben. Diesen nicht als Material sehen, das schleunigst von seinem Schreibtisch in den Arbeitsmarkt überführt werden sollte, sondern als jemanden mit Ängsten, Nöten und Schwächen. – Warum gibts eigentlich Psychologen als zusätzliche Kräfte nicht in allen Behörden? Ach so, Geld, ja, klar…
  • Der Berater sollte dem Gegenüber die Freiheit gewähren, auf seine Art und Weise nach Jobs suchen zu dürfen. Ohne, dass gleich eine Sanktionierung erfolgt. Wenn schriftliche Bewerbungen erwiesenermaßen – man hat ja die Zettel und gegebenenfalls Absageschreiben – nicht funktionieren, dann sollte man nach den Gründen schauen. Vielleicht hat der Bewerber auch einfach zu hohe Ziele oder es ist ihm nicht ganz klar, was er sonst noch so kann? Aber das kann man nicht in einer Viertelstunde feststellen, die alle drei, vier, fünf Monate anberaumt wird.
  • Dabei aber gleichzeitig auch immer gemeinsam mit dem Bewerber feststellen, was funktioniert hat und was nicht. Manchmal sind Sanktionen wirklich erforderlich, aber als generelle Keule sind sie das falsche Zeichen.
  • Ehrenamtliche Tätigkeiten sollten nicht abgewertet werden. Gerade solche Dinge könnten auch förderlich für die Jobsuche sein, aber die Behörde interessiert das in der Regel nicht. Schließlich hat jemand, der ehrenamtlich etwas macht, soziale Kontakte und strukturiert seinen Tag. Allerdings wird das per se nicht gewürdigt. Im Gegenteil: <Ja, wenn sie soviel Zeit in das Ehrenamt stecken, dann ist das ja kein Wunder, dass Sie mit den Bewerbungen nicht nachkommen.> Hier ist mal wieder das <Nützlich ist man nur, wenn man im Ersten Arbeitsmarkt ist>-Denken zur Stelle. Na prima.
  • Den Bewerber zur Eigeninitiative ermutigen, aber nur, wenn es im Rahmen des Systems passiert – wie soll das funktionieren? Stattdessen Eigeninitiative ermöglichen und dann im Rahmen des Gesprächs schauen, ob es funktioniert oder warum es keine gibt.
  • Schlussendlich: Da die Medien das Bild vermitteln, Arbeitslose wären faul, dumm und würden sich nicht bemühen, genau dieses Bild aus den Köpfen der Bewerber fegen. Denn je öfter solche Sendungen geschaut werden, desto mehr verfestigt sich die Gedankenpolizei und desto mehr sackt das Selbstbewusstsein runter. Wer sich selbst aufgegeben hat, der verfasst automatisch auch Bewerbungen, die beim Lesen schon ahnen lassen, dass Der- oder Diejenige keine Lust am Job hat. Absage ist da vorprogrammiert.
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