PAL – Problem Anderer Leute

Irgendwie schwebte mir der Ausdruck PAL die letzten Tage durch den Kopf. Ich wußte zwar, dass das irgendwas mit Douglas Adams und dem Anhalter zu tun hat – aber was genau? Wie gut, dass es das Internet gibt, der hochwürdige Brockhaus würde das gar nicht erst als Kultur aufgelistet haben. Douglas Adams hat das PAL so definiert:

Ein PAL ist etwas, das wir nicht sehen, oder nicht sehen können oder das unser Gehirn uns nicht sehen lässt, weil wir denken, es sei das Problem Anderer Leute. Genau das bedeutet PAL. Problem Anderer Leute. Das Gehirn streicht es einfach aus, es ist wie ein blinder Fleck.

Im Endeffekt sind wir hier bei der Frage der Wahrnehmung, Filtern und der Ausblendung von Fakten. Douglas Adams selbst hat zu Fragen der Filter und der Wahrnehmung im letzten Band des Anhalters ja durchaus das Eine oder Andere durchaus Wahre gesagt. Aber das PAL beschäftigt mich nicht deswegen. Sondern einfach, weil es als neues Wort für „Ich muss mich nicht drum kümmern, andere Leute müssten das“ bei mir verwendet wird.

Der Ruhr:Hub versteht nicht, dass ich durchaus berechtigte Kritik an seiner Informations-Politik übe? PAL! Noch weniger versteht er, dass ich gekränkt und beleidigt bin, wenn man mir mangelnde Recherche vorwirft, aber das nicht annähernd gut begründet? PAL. Leute, die daraufhin versuchen mich auf Facebook in irrsinnige Diskussionen darüber zu verwickeln, dass man doch gefälligst Welpenschutz anwenden sollte? Okay, nicht PAL sondern eher geistiges Blocken…

PAL ist wirklich hilfreich. Es machte mir klar, dass Probleme entstehen zu deren Lösung ich nichts beitragen kann. Dass Probleme in der Welt sind für die ich NICHT die Verantwortung übernehmen muss. Denn schließlich sind sie ein PAL! Hach!

 

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