Gehet hinaus und vernetzt euch!

Jüngst saß ich bei einer Veranstaltungsreihe von ECCE in der UDE  – bekanntlich sind alle Studenten ja total super was digitale Inhalte anbelangt und alle können mit dem Smartphone umgehen und sind total affin für die Digitalisierung. Leuten, die mit solchem Enthusiasmus ankommen entgegne ich: „Nur weil ich weiß, wie man einen Kühlschrank öffnet weiß ich noch lange nicht, warum der Kühlschrank eigentlich kühlt.“ Das aber ist ein anderes Thema für eine andere Gelegenheit, was mir bei den beiden Veranstaltungsreichen ins Auge sprang: Keiner der Professoren hat offenbar den Studenten erklärt, wie wichtig eine Vernetzung ist. Noch nicht mal die wichtigsten Verband-Seiten für ihre Anliegen schienen die Studenten zu wissen!

Es sind die Netzwerke, Studenten!

Dabei sind Netzwerke wichtig – stellte 2006 schon der SPON fest. Genauer gesagt Martin Diewald, Soziologe: „Wer in einem Netzwerk ist, kennt Menschen, die einen fördern, ermutigen und unterstützen. Netzwerke erleichtern auch den Kontakt zu Menschen, die man sonst nicht erreichen kann. Sie machen es leichter, Geschäfte abzuwickeln, einen Studienaustausch zu organisieren oder gemeinsame Projekte zu machen.“ In der Tat: Netzwerke sind essentiell wichtig. Und gerade wenn man als Student auf Jobsuche ist oder auf der Suche nach einem spannenden Projekt – mit Vernetzung wird alles viel, viel einfacher. Jemand kennt einen, der jemanden kennt, der jemanden kennt… Und über die Macht der schwachen Links wurde ja auch schon viel publiziert.

Von daher verwundert es mich, dass die Universität offenbar den Wert des Netzwerkens nicht erkennt und zumindest mal die jungen Leute ermuntert, sich aktiv auf die Suche nach Netzwerken zu begeben. Ob digital oder analog, beides ist ja möglich – sogar nebeneinander. Also, liebe Professoren: Könntet ihr mal ab und an erwähnen, dass Netzwerken eine tolle Sache ist? Damit wären Vielen von schon mal geholfen. Glaube ich.