#ChorfestStuttgart – Erstmal eingrooven am Mittwoch

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Eingrooven ist alles. Und das Flair und die Atmosphäre einer Stadt zu erkunden, bevor der Stress und der Trubel losgehen hat durchaus etwas für sich. Für die nächsten Tage bin ich für den Deutschen Chorverband in Stuttgart tätig – beim deutschlandweit größtem Chorfestival der Welt.

 


Während der Himmel am Morgen im Pott grau und trüb ist und ich froh bin, Mütze und Schal dabei zu haben, lockert sich das in Richtung Süden mehr und mehr auf. Unablässig begleitet einen bei der Zugfahrt übrigens der Wechsel von „Kein Netz“ zu „GPRS“ zu „LTE“ – die Direktverbindung ist in ein IC; WLAN ist ein Fremdwort. (Während ich durch die Gegend gondele spricht Herr Gabriel irgendwas von „Digitalem Vorsprung“…)

Entzückend jedenfalls, dass die Unterkunft perfekt gelegen ist – einmal um die Ecke und dann immer der Nase nach oder den Wegweisern und zack, ist man schon mitten in Stuttgart selbst. Noch schöner: Das Pressezentrum des Deutschen Chorverbandes ist zu Fuß nur um die 5 Minuten entfernt – und als ich die Adresse google, fällt mein Blick auf die Unterschrift bei Google. Hmmm. Evangelisches Bildungswerk? Das gibts doch nicht, oder? Oder?
Ich meine: Kirchenmusiker und bei den Evangelen auch angestellt schön und gut und ja, ich freue mich auch über den Mendelssohn-Singalong in der Stiftskirche – nein, nicht die im Bild – aber…

IMG_2227Doch. Das Team ist komplett begeistert, weil alles relativ offen und hell ist. Und ein kleiner Innenhof mit Rosen ist auch noch da! (Das Bild oben ist übrigens eine Seite des Hofes. :-)) Wenn jetzt die Vorderansicht der Kirche noch toll wäre – die ist aber wohl in Renovierung begriffen. (Ich hab es nicht mehr geschafft mir die heute von innen anzusehen und das Bibelmuseum um die Ecke hab ich auch nicht geschafft.) Nach dem Meeting wollte ich mir einfach mal die Gegend anschauen und da hier alles gut zu Fuß zu erreichen ist, hab ich wohl alles schlendernd – wie Marcus Henry John Brown das wohl auch machen würde – erkundet.

Zufälligerweise geriet ich dann in der Stiftskirche einen evangelischen Kurzgottesdienst… (Klar. Ich betrete eine Kirche und entweder spielt die Orgel oder es gibt einen Gottesdienst. Ich schwöre: Ich wußte das echt nicht.) Ich glaube, ich habe die Leute verwirrt, weil ich beim Lied dann den Tenor sang, aber wenn da vierstimmig was im EG steht und ich den Satz kenne. Allerdings: Für nur 15 Minuten anrücken möchte ich als Organist nicht unbedingt so wirklich. (Vor- und Nachspiel waren dann auch eher – kurz.) Interessant: Im Baden-Württembergischem EG findet sich in den Anhängen tatsächlich das, was ich von den Katholischen Brüdern und Schwestern kenne – Psalmensingen. Komplett für eine Vesper oder Komplet. Wir sind uns manchmal doch näher, als man denkt.

Und wo landet man dann schließlich? Im Brauhaus. Schönbrucher nennt sich das. Das Pale Ale von denen war okay, aber nicht so besonders. Kurz dann noch an der Oper vorbei – Wasser und Wasserspiele und Enten – an diversen anderen Kulturdingern vorbei und zack fertig: Bettschwere.

Morgen gibts ab 15:00 Uhr die große Eröffnung des ‪#‎ChorfestesStuttgart‬ – für mich gehts etwas eher los, es gibt da so einen Empfang im Rathaus. Ich stehe auf der Gästeliste. (Okay, ich hab auch einen Presseausweis.) Freue mich drauf.