Definitiv mein Gewinner der Werbespots des Jahres 2015: Mog

Besonders zu Weihnachten kann man sich genau anschauen, wie Gefühle, Emotionen für die Werbung genutzt werden. Jetzt kann man natürlich fragen, ob wir nicht schon von Kindheit an auf diese besondere Gefühlswelle gegen Ende des Jahres getrimmt werden – der eigentliche Sinn und Zweck des Ganzen ist ja eh den meisten Menschen nicht mehr so ganz geläufig, Weihnachten ist allerdings immer der Zeitpunkt an dem die Gottesdienste vollbesetzt sind. Weil das zur Tradition gehört. Auch wenn man nicht mehr viel mit dem eigentlichen Inhalt zu tun haben möchte, die bunte Verpackung und das Glitzern gehören halt dazu. So lernt man das halt von Klein auf.

Und so fahren besonders die Amerikaner und die Engländer gegen Ende des Jahres bei Werbespots die Emotionen ganz, ganz hoch. Etwas, was uns Deutschen eher weniger gelingt – auch wenn in diesem Jahr der Eideka-Werbespot diskutiert wurde, aber mehr oder weniger ist das, was uns im Fernsehen oder in den Spots vor dem eigentlichen Youtube-Video präsentiert wird ja das altbekannte Schema mit emotionalen Versatzstücken: Es gibt Kerzen, Schnee, Sterne, den Weihnachtsmann, die Familie wird in den Focus gerückt, Kinderaugen, Schleifen und Geschenkpapier. Heile Welt.

Bei meinem Highlight für dieses Jahr ist das nicht der Fall – auch wenn es Werbung für eine Kaufhauskette ist – immerhin ist die Werbung nicht nur anrührend witzig. Nein, am Ende wird man auch noch daran erinnert, worauf es bei Weihnachten eigentlich drauf ankommt. (Dass natürlich implizit ein „Erst kaufen, dann schenken“ im Spot versteckt ist, das ist klar.) Aber immerhin: Heile Welt? Nicht unbedingt. Außerdem: Ein Spot mit einer Katze hat doch eh schon längst gewonnen…

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