#TWRuhr oder Die positiven Seiten des Internets

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Das Beste am Internet ist die Vernetzung mit Leuten, die man vorher nie im Leben hätte kennen lernen dürfen. Ein Beispiel dafür, wie das Internet Menschen zusammenbringt ist der #TWRuhr.  Den ich auch immer gern ins Feld führe, es finden ja ab und an Diskussionen über den Sinn und Unsinn dieses Internets statt, dann lade ich auch immer gerne direkt zu den nächsten Terminen ein. Und versuche die Schwellenangst abzubauen, was mir nicht immer gelingt.

Warum der #TWRuhr toll ist?

Weil er eine der Veranstaltungen ist, bei denen Leute aus diesem Internet – die sich vorher gar nicht gekannt haben so im richtigen Leben – sich zusammen finden und partizipativen Wissenstausch leben. Die opfern freiwillig! einen Teil ihrer freien Zeit um kurze Vorträge zu verschiedenen Themen zu halten. Man stelle sich das mal in einer Wissensgesellschaft vor! (Der Name „Twittwoch“ ist dabei historisch bedingt, Twitter als Kurznachrichtendienst ist nur noch ein Thema unter vielen.) Und das machen diese Menschen nicht zum ersten Mal sondern bereits zum 25. Mal in Folge. Und diesmal sogar nicht wie üblich im Unperfekthaus sondern in Duisburg in der Stadtbibliothek. Am 04.11. übrigens, falls jemand hin möchte.

Das Schöne dabei ist: Diese Leute sind gar nicht so wie man immer denkt, dass sie wären. Sie sind ansprechbar, nett, hilfsbereit – normal halt. Das Internet ist ihr Fachgebiet, teilweise verdienen sie damit Geld, teilweise sind sie auch da um neue Dinge zu erfahren oder teilen sogar ihr Wissen mit anderen. Man kommt schnell ins Gespräch, fachsimpelt natürlich auch – vermutlich machen das Leute die Briefmarken sammeln auch nicht anders. Aber im Grunde braucht man keine Angst zu haben, nachfragen ist ja auch erwünscht. Und mag sein, dass die Vorträge vielleicht mal nicht so ganz das eigene Thema treffen. Ja. Okay. Man kann ja dann auch eine Zigarettenlänge rausgehen, es ist ja nicht so wie in der Schule.

Fortbildung mit Vergnügen

Wenn von der Wissensgesellschaft gesprochen wird in der wir uns angeblich schon befinden – wobei wir gerade mal eben vor kurze die Dienstleistungsgesellschaft hinter uns gelassen haben – stellt sich ja immer die Frage: Wie vermehrt sich eigentlich dieses Wissen von dem alle so reden? Lebenslanges Lernen wird ständig von der Politik gepredigt, man müsse flexibel sein, man müsse ständig dazulernen – aber wie genau machen wir das eigentlich? Die Antwort: Fortbildung!

Genau das leistet der #TWRuhr allerdings – und das leisten auch andere Formate natürlich, Barcamps haben nicht ohne Grund Deutschland erobert. Wenn man Glück hat, dann erkennt der Arbeitgeber das sogar als Fortbildung an, je nachdem in welchem Bereich man tätig ist. Fortbildung, die man sich dann sogar mal leisten kann, weil diese Events meistens kostendeckend arbeiten. Es gibt vielleicht einen Sponsor, eventuell einen kleineren Kostenbeitrag. Es gibt auch Ausnahmen von der Regel, jedoch sind diese selbstständig veranstalteten Treffen meistens kostengering. Und während andere noch darüber rätseln, wie dieses Teilen von Wissen geht – der #TWRuhr macht das seit knapp 25 Veranstaltungen vor. Mit Dozenten, die für ein Thema brennen und das gerne kurz und knackig darstellen möchten. Das macht dann meistens sogar Spaß. Und die machen das auch, weil sie Spaß dran haben.

Vernetzen und teilen

Vor und nach und zwischen den Vorträgen macht man dann das, was man ja angeblich nicht mehr tut wenn man nur in diesem Internet unterwegs ist. Man redet miteinander. Man diskutiert. Trinkt was, isst was – je nachdem. Diese Mischung zwischen Vortrag und Gespräch macht das Wohlfühlklima aus. Und wenn man mal eine Veranstaltung mit einem nicht so ganz tollem Thema erwischt – nächstes Event, nächste Chance. Immerhin kennt man dann schon mal jemanden.

Nein, man muss keinen Twitteraccount haben um teilnehmen zu können. Facebook braucht man auch nicht unbedingt. Oder was auch immer es da gibt an Diensten – eigentlich braucht man nur eine gesunde Neugier für Personen. Oder für Themen. Oder für Beides. Das wäre natürlich am Besten.

Vielleicht sehen wir uns ja. Und wer den Twittwoch Ruhr verpassen sollte – es gibt noch einen Haufen von anderen Themen und Events im Netz. Barcamps. Hackerspaces, wenn ihr euch fürs Programmieren interessiert. Chaos-Computer-Club-Stammtische etc. pp. Einfach mal googlen. Abgesehen davon gibts ja noch den Twittwoch in Dortmund etwa… Übrigens: Seitdem ich aktiv im Internet bin ich viel öfters bei Veranstaltungen als vorher. Aber das kann ja gar nicht sein, oder?😉

Das Banner für den Beitrag stammt von der Ankündigungs-Webseite bzw. Twitter-Ankündigung.