#LampenfieberTipps Blogparade: Das Lampenfieber und ich und garantiert keine Tipps

Was ist eine Blogparade? Eine Blogparade ist ein gemeinsames Schreiben zu einem Thema durch verschiedene Blogger, zu dem der Veranstalter einlädt. Spannend wird eine Blogparade dadurch, dass unterschiedlichste Blogger das Thema aus sehr verschiedenen Perspektiven beleuchten. Der Veranstalter der Blogparade sammelt die Links in seinem Beitrag und schreibt eine Zusammenfassung aller Beiträge. Eine Blogparade geht in der Regel über mehrere Wochen, in denen die Beiträge geschrieben werden können.

Pling. Facebook-Nachricht vom Lars von der LVQ. „Du, sag mal, wir haben da eine Blogparade zum Thema LampenfieberTipps. Möchtest du nicht mitmachen?“ – Spontaner Gedanke: „Als ob ich Tipps gegen Lampenfieber zu bieten hätte.“ Schrieb ich natürlich so nicht rein, sondern eher so: „Lass mich erstmal was Anderes machen, dann gucke ich mir mal das Ganze an.“ Klar, dass Lars auch noch einen öffentlichen Facebook-Beitrag dazu schrieb und ich den dann launig kommentierte – worauf er meinte, ich solle doch dann wirklich… Oder so.

Das ist nämlich so: Ich habe kein Lampenfieber.

Lasst mich das präzisieren: Ich habe VORHER nie Lampenfieber. Nie. Sonntag Morgens wenn ich Vertretung im Gottesdienst spiele – die Ruhe selbst. Wenn ich eine Prüfung habe: Vorher – die Ruhe selbst. Bei musikalischen Auftritten – vorher die Ruhe selbst. Nie. Wirklich noch nie. Und auch kurz nach Beginn der eigentlichen Situation – läuft alles bestens.

Das Problem: Die Mitte. Oder dann kurz vor Schluss. Oder irgendwann mittendrin: Zack. Auf einmal nähere ich mich der Stelle, die ich tagelang geprobt habe und die nie so ganz geklappt hat und was passiert? Selbst bei einem der Mozartschen Frühwerke – KV 1-10 falls jemand nachschlagen möchte – oder bei dem bekannten Menuett aus dem Klavierbüchlein der Anna Magdalena Bach – zack. Mist. Verspielt. Lässige Miene bewahren, weiterspielen. Aber dann kommt die Wiederholung und was passiert während man mit den Gedanken genau auf diese eine peinliche Stelle zu steuert, ja, sich selbst ermahnt – jetzt bloß keinen Fehler mehr? ZACK. Missbilligende Blicke von einigen Damen aus dem Publikum.

Ja, natürlich, klar weiß ich, dass wenn ich NICHT an einen rosa Elefanten denken soll automatisch das Gehirn mir einen rosa Elefanten präsentiert. Ja, ich weiß, dass es Techniken aus dem NLP gibt wie den Anker, bei dem man vielleicht um diese Stellen herumkommt. Aber wißt ihr was? Denke ich dann bei der Aufführung also währenddessen daran? Natürlich nicht. Dazu bin ich dann auf einmal viel zu aufgeregt und viel zu fahrig um mir dann noch zu sagen: „Oho, wir schnipsen jetzt mal zweimal und zack ist die Anstrengung vorbei.“ – Versucht bitte mal beim Klavierspielen im Gottesdienst zu schnipsen. Während ihr den Choral spielt und die Gemeinde begleitet. Bitte einen Beweis auf Video bannen und mir den Link zuschicken, das würde ich ja gerne sehen wollen…

Nein, mit dem Fuß stampfen oder so ist auch völlig ausgeschlossen. Wollte ich nur erwähnt haben. Und das hat auch nichts damit zu tun ob ich das Musikstück nun „nur“ aus der Schublade hole oder es neu erarbeite – irgendwann mittendrin erwischt es mich. Dann hilft auch ein „Konzentrier dich mal gefälligst“ nicht. Ebensowenig sonstige Mittel oder Anwendungen. Und nein, ich kann auch kein Maskottchen in den Gottesdienst mitbringen. Ein Stofftiermammut auf der Tastatur? Das kann man allenfalls machen wenn die Orgel wirklich WEIT weg von der Gemeinde ist. Aber nicht wenn man direkt vor der Gemeinde spielt. So wie das momentan die Situation bei uns in der Gemeinde momentan ist. Gut, kann ich mir beim Familiengottesdienst noch vorstellen – aber nee, ein Mammut, das auf dem Notenständer steht und seinen Schwanz baumeln lässt ist ja echt nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss.

Tja. Ist halt doof: Wenns vorher wäre gäbe es sicherlich tolle Tipps und Tricks oder ich könnte welche anbieten – aber so kann ich halt nur das erzählen, was mir zu dem Thema einfällt. Ob das jemanden weiterhilft? Hmmm…

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