Spass in und mit Tüten – stARTCamp Ruhr York 2015

In diesem Jahr war ich nicht so involviert in die Planung des stARTCamps – abgesehen von zahlreichen Hilfstätigkeit vor Ort, den Großteil haben diesmal Frank und Rouven gemacht. Was aber gar nicht so schlimm war. Ich meine, wenn man beim Eintreffen vor Ort feststellt, dass es Luftmatzratzen, Turnmatten und bequeme Sitzmöglichkeiten zum Herumlümmeln gibt… Ich hab dann auch meine Session zum Thema „Crowdfunding und Kirche“ direkt dort gehalten wo es schnuckeliger war.

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Kam nicht zum Zug: Die Orgelmaus.

Wobei die Session mir – obwohl kein Fachmann da war, was ich gehofft hatte – durchaus neue Impulse gab, weil wir dann das Thema etwas Grundsätzlicher diskutierten. So ist Kirche ein ganz besonderes Feld, da Kirche nicht im eigentlichen Sinne Prämien verteilen kann. Zwar kann man so etwas machen wie „Ab 150,- Euro gibts eine Plakette, die dann an die Tür der Kirche genagelt wird“ – richtige gegenständliche Prämien sind aber schwer zu organisieren weil Kirche ja bereits eigentlich alles gibt. Daher müsste man überlegen, welche anderen Dinge es gibt, die man einsetzten könnte. Beispielsweise ein Exklusiv-Orgel-Konzert, das nur aus mit den Lieblingsstücken der Sender besteht. Oder ein besonderes Fest. Etwas in der Art.
Bevor man aber eine Crowdfunding-Kampagne plant müsste man seine Ziele klar definiert habe und was weitaus wichtiger ist: Die Reputation. Leute müssen sich mit den Werten und Zielen der Kirche identifizieren können – das bedeutet dann auch, dass die Vermittlungsarbeit eventuell neu gedacht wird. Dass Kirche nicht nur vor Ort stattfindet – in einem Gebäude – sondern dass Kirche auch neue Angebote braucht um näher an den Menschen dran zu sein. So wie „The Cast“ es schaffen, Oper den Menschen neu nahezubringen.

Die zweite Session war eine Spontanverpflichtung – wir hatten das erste Mal bei einem Camp einen gesungen Hashtag, ratet mal wer das war – der ich gerne nachkam: Barbara Volkwein hielt eine Session zum Thema „Stille Musik“. Wie erklärt man Kindern ein Orchester, wenn man keines da hat? Ganz einfach: Man kauft Butterbrotpapier und macht sehr lustige Übungen damit. So kann man einen Regenwald darstellen lassen, kann auf einander hören. Was ich spannend fand: Auf die Stille zu hören schärft tatsächlich das Ohr und hilft abzuschalten. Eigentlich wollten wir ja noch einen Kanon singen lassen, mein Part, aber das klappte nicht. Immerhin hab ich aber mal die beim Einsingen für einen Chor üblichen Aktivierungs-Übungen gemacht. Und wenn selbst der – der – Mist – also der von „The Cast“ begeistert war, der ein professioneller Sänger ist muss ich ja was richtig gemacht haben.😉

Ansonsten haben wir eine Menge diskutiert und diesmal weniger Hand-On-Sessions gehabt, was beim Feedback etwas bedauert wurde. Allerdings: Ein Barcamp ist ja keine Konferenz, wenn niemand ein Best-Practice vorstellen möchte, woher dann nehmen? Was wir für den ersten Tag des Barcamps aber definitiv mit einplanen können. Des weiteren behalten wir auf jeden Fall die kurzen Workshops bei, in denen in 15 Minuten Aufgaben gelöst werden mussten. Und diesmal war das Essen gelinde gesagt – also – da müssen wir uns noch mal definitiv drüber unterhalten. Der Mexican Hat hat etwas nachgelassen finde ich. Ansonsten aber wie immer eine schöne Veranstaltung, wenn die gute Atmosphäre gelobt wird dann hat man ja schon mal etwas richtig gemacht. (Und der Dortmunder U hat mehrere neue Freunde gewonnen wie es scheint. ;-))

2 thoughts on “Spass in und mit Tüten – stARTCamp Ruhr York 2015

  1. Lieber Christian,
    ich habe deine Session zum Crowdfunding für Kirchen gar nicht als Fragestellung empfunden. Sonst hätte ich mich natürlich gerne mit reingesetzt. Du hättest mich vielleicht direkt zwangsverpflichten müssen🙂 Es ist ja so, dass auf einem stARTcamp auch die Gespräche zwischendurch immer wichtig sind. Und dann vergisst man schon mal, sich die Sessions gezielt nach dem auszusuchen, wo man sich am besten einbringen könnte. Wenn du noch Hilfe brauchst, kannst du mich aber gerne noch einmal wegen Crowdfunding anpieksen. Ich erzähle dir dann mehr.
    Auch bei eurer Singsession wäre ich super gerne mit dabei gewesen. Da ärgert man sich dann für Entscheidungen für Sessions, die man vielleicht nicht unbedingt gebraucht hätte. Nun ja. Übrigens Campbell heißt der Sänger von The Cast🙂

    Es war wieder schön, im Dortmunder U zu sein. Komme immer gerne dorthin. Dass ich denke, die Sessions könnten ein bisschen weniger „Vortrag“ sein und endlich auch mal weiterdenken, habe ich ja gestern schon gesagt. Aber das ist vielleicht schwierig, das hinzubekommen.

    Herzliche Grüße von Anke

    1. Macht nichts, Anke. Echt nicht. Das hat sich halt von einer konkreten Fragestellung hin zu einer allgemeinen Diskussion entwickelt, was auch nicht schlecht war.
      Falls ich konkrete Details brauche, weiß ich ja wen ich ansprechen muss.😉

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