Jenseits der Blase: Erdung hilft

Es ist das Wochenende nach der Internetgesellschaftskonferenz in Berlin. Es ist auch das Wochenende, an dem man mit der näheren Umgebung sich trifft um mal gesellig zusammenzusitzen. Die nähere Umgebung kann Familie sein oder auch Freunde, die mal nichts mit diesem Online-Gedönse zu tun haben mit dem ich mich beschäftige.

Die Frage, was ich eigentlich so beruflich mache beantworte ich mittlerweile mit: „Ich betreue Webseiten.“ Das ist nicht ganz richtig, ganz falsch nun auch wieder nicht aber bevor ich ausholen muss um Twitter und Facebook zu erklären… Wobei: Facebook geht. Facebook versteht jeder. Selbst Grundschüler haben ja mittlerweile ein Handy – das haben diverse Umfragen festgestellt, im Umfeld kann man das aber auch ganz gut beobachten – und eventuell haben die auch schon Facebook. Twitter dagegen…

Jedenfalls: Die Rede ist nicht davon, dass man mehr Datenschutz betreiben müsste. Die Rede ist nicht davon, ob man nicht besser zu Threema wechselt bei den Messengern. Die Rede ist nicht davon, ob der Sascha Lobo mit seiner Netzpolitik-Schelte Recht hatte oder nicht. Sascha Lobo wird gar nicht mal wahrgenommen. Die Rede ist auch nicht davon ob Coworking nun ein Trend ist oder eher nicht. Die Rede ist auch nicht davon ob man nun wirklich das Netz nicht mehr nutzen darf wegen der NSA. Kurzum: Von all dem was der Republica oder auf Barcamps oder in Blogs zum Thema Netz, Information, Meinungsbildung und -äußerung so immer heftig gestritten wird, ja, Manifeste werden gar verfasst und die Frage ob der Heimarbeitsplatz nun endlich mal Einzug halten wird in die Industrie…

Das Einzige, was man mich gefragt hat ist, ob ich bei Whatsapp sei.

Es nennt sich Erdung.

Gottseidank.