Alte Medien gegen Neue Medien – wie langweilig

Merken wir eigentlich nicht bei bestimmten Debatten, dass da alle Argumente ausgetauscht sind und es fruchtlos ist diese ad infinitum führen zu wollen? – Was frage ich eigentlich… Genauso wie sich die Debatte Blogger versus Journalisten seit 10 Jahren – „Blogs! Text und Form im Internet“ erschien 2004 und seitdem hat sich wirklich nicht viel an den Argumenten beider Seiten geändert – im Kreis dreht haken sich Printjournalisten und Onlinejournalisten ineinander und führen sich die Kreuz die Quer an den Nasen herum. Ein Text, der neulich erschien bringt die Debatte wieder in Schwung und das ist ein Grund sich mal auf den Berg zu begeben und sich die Dinge mal von oben anzusehen – jenseits einer Online ist gut, Print ist doof-Einstellung…

Dafür muss ich allerdings ab und an in den Text von Jens Rehländer ab und an einhaken, ihn zerreiben um zum Essentiellen zu gelangen. Wie in der Chemie bestimmte Stoffe auch erst aufgelöst und verbrannt werden müssen um sie untersuchen zu können. Das heißt nicht, dass ich generell wieder ins Tal schreiten möchte, es ist aber notwendig ab und an mal einige Details heranzuzoomen.

Die Hymnen und Verteufelungen, wenn in den USA mal wieder ein neues Medienformat Sogkraft entwickelt, etwa Huffington Post oder Buzzfeed. Sogleich erhebt sich dann die unvermeidliche Frage, ob dies nun der lange erwartete Durchbruch für den Online-Journalismus wird? Aber nein, das war er wieder nicht.

Und hier bin ich auch gleich mittendrin in der eigentlichen Thematik. Natürlich ist das was die Huffington Post Deutschland macht nicht der Durchbruch des Online-Journalismus – der Durchbruch des Boulevardjournalismus gefördert von einem Zeitungsverlag mag eher stimmen. Die Modelle aus den Staaten können allerdings hierzulande gar nicht mindestens so gut sein wie drüben – und ich weiß nicht, was die Huffington Post den Redakteuren, nicht den Bloggern, drüben zahlt – aber die Huffington Post in den Staaten hat schon den Online-Journalismus neu definiert. Allerdings darf man den amerikanischen Modellen nicht den Vorwurf machen dass sie hierzulande nicht funktionieren wenn hierzulande eine andere Mentalität herrscht. Das Klima für Neugründungen in der IT ist in Deutschland ein anderes, die Kultur des Scheiterns und des damit verbundenen Ausprobierens um des Ausprobierens willen bringt in den USA Modelle hervor, die hierzulande im Land der Sicherheiten und der fehlenden politischen Digitalagenda – geschweige denn des Verständnis dieses #Neulandes – in dieser Form nicht machbar sind. Richtige originelle Formate von deutschen Zeitungen was Onlinejournalismus betrifft? Ich muss da sehr lange nachdenken, wann ich das in letzter Form gesehen habe. Whatsapp als neue Nachrichtenkanal war letztens mal bei den Ruhrnachrichten, aber sonst? Der Vorwurf, der in dieser Passsage steckt – nämlich, dass amerikanische Onlinejournalismus-Modelle nicht funktionieren trifft nur dann zu wenn diese Modelle als Copycat-Vorlage dienen. Die Huffington Post in Deutschland hätte unheimlich viel Potential gehabt – sie setzte halt auf Boulevard. Das kann man mögen, Qualitätsjournalismus aber sieht anders aus. Und wenn schon die Branche am selbstgesteckten Ziel der Qualität selbst scheitert…
Dass Online-Journalismus hierzulande nicht innovativ daherkommt hat andere Gründe und die liegen auch in den Verlagen selbst. Was geflissentlich übersehen wird. 

Resistente Altmedien?

Die im Internet dauernd tot gesagten “Altmedien” erweisen sich in Deutschland, trotz unübersehbarer Krisensymptome, als unerwartet resistent.

Statistik: Entwicklung der verkauften Auflage der Tageszeitungen in Deutschland von 1991 bis 2013 (in Millionen Exemplaren) | Statista
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Diese Aussage lässt mich stutzen – vor allem weil hier wie so oft in der Debatte keinerlei Zahlenmaterial die eigene Aussage unterstützt. Tatsächlich kann man allerdings eher Anzeichen dafür finden, dass die Printmedien – moment – Zeitungen mehr und mehr an Wirkung verlieren. Abgesehen vom Abbau ganzer Redaktionen wie der WR, dem Einstellen solcher Blätter wie der Financial Times oder den Abendnachrichten neulich in München. Fakt ist: Zeitungen sterben. Das hat mit dem Wandel in der Gesellschaft ebenso zu tun wie mit dem Internet an sich. Einerseits bricht die traditionelle Art und Weise wie man Zeitung gelesen hat vollkommen weg – das Modell „Familie sitzt friedlich zu den Mahlzeiten versammelt am Tisch und die Eltern lesen Zeitung“ ist im Zeitalter der Zweit- und Drittjobs kaum noch möglich, wenn nämlich beide Elternteile und dann noch die Kinder unterschiedlich von der Arbeit oder der Schule kommen oder mit ihr anfangen. Das Idyll des Sonntagmorgensfrühstücks gibts kaum noch. Das hat an sich erstmal mit dem Internet nichts zu tun, es fehlt einfach die Zeit und die Muße im Alltag, was mit der veränderten Arbeitssituation in der Gesellschaft zu tun hat. Darauf haben die Zeitungsverlage aber keine Antwort entwickelt, weil sie immer noch von der Frühstücksidylle ausgehen und glauben, dass die Leser wirklich Zeit und Ruhe haben um in der Woche Nachrichten lesen zu können. Das mag teilweise auch noch so sein, aber die Schere zwischen denen, die sich die Zeitung dann auch noch leisten werden können und denen, die nicht darüber nachdenken müssen wieviel Geld im Monat das Abo so kostet klafft ja auch immer weiter auseinander. Der Internetanschluss ist davon allerdings nicht betroffen, den braucht man heutzutage zur Stellensuche und von daher wird der wohl kaum gekappt werden.
Zweitens ist das Internet natürlich eine Umwälzungstechnologie und hat unsere Lesegewohnheiten was Nachrichten betrifft enorm verändert. Wer allerdings Nachrichtenticker anbietet, sollte sich bitte nicht über den Häppchenleser beklagen, der sich seine Nachrichten aus dem Netz selbst zusammenstellt – gerade so wie er sie wünscht und braucht. Die Bereitschaft sich in längere Texte zu vertiefen ist durchaus da und gegeben – so sind die Erfolge der ZEIT ja definitiv vorhanden – aber für den schnellen Informationsüberblick braucht man keine Printausgabe mehr. Und auch nicht eine PDF-Version. Oder eine App. Die Bedürfnisse des Lesers sind heutzutage andere als die der Vergangenheit und es lässt sich fragen warum die Verlage immer noch glauben, dass ihr Publikum sich genau so verhält wie vor 10 Jahren.
Was der Leser will glauben alle zu wissen, sie wissen es aber nicht – sie glauben es nur. Das gilt auch für den Onlinejournalismus übrigens – und ist vielleicht mit ein Grund warum Modelle einfach nicht klappen. Weil der Leser sie nicht will. So wie er angeblich auch nicht für den Onlinejournalismus bezahlen möchte.

Der Leser will nichts bezahlen?

Diese Online- Journalisten, so sie sich als unternehmerische Journalisten verstehen, verdienen kein Geld und die Nutzer wollen keines zahlen.

Sehen wir mal davon ab dass dies – wie auch die Aussage zu „Zeitungen gehts gut“ erstmal nur eine Meinung ist, die nicht mit Zahlen belegt ist, so stellt sich vom Berg die Frage: Zahlen Nutzer wirklich nichts für Nachrichten? Wenn dem so ist, warum gibts dann immer wieder neue Bezahlschranken-Versuche von den Verlagen? Um die These zu verifizieren? So lange allerdings Verlage keine konkreten Zahlen veröffentlichen wieviele PLUS-Abos sie denn jetzt online verkauft haben oder wieviel sie mit den Bezahlschranken exakt eingenommen haben – solange kann die obigen Meinung nur Meinung sein. Ebensowenig liegt es mir nicht zu sagen, dass das nicht vielleicht stimmt, aber drehen wir mal die Perspektive um: Wofür würden denn Leser bezahlen wollen? Nimmt man die Auflagensteigerungen der ZEIT als einen Maßstab so offenbar für gut recherchierte Hintergrundinformationen. Im Grunde aber wäre das auch so ganz einfach zu ermitteln: Leute bezahlen für Inhalte, die sie interessieren und von denen sie meinen, dass sie es wert sind dafür Geld auszugeben. Allerdings ist die Suche nach den Dingen, die es wert sind bei den Online-Angeboten der Alten Medien – auch wenn Herr Rehländer das vielleicht gar nicht so gerne hören möchte, geht es ihm doch um die Anderen – gekauft zu werden in der Regel gegen Null. Da könnte man einen Blick auf die ZEIT werfen, der gelingt es offensichtlich sogar ihre Reportagen noch mal als eBook an den Mann zu bringen. Das kann sich natürlich eine Wochenzeitung eher leisten, aber das Online-Portal der ZEIT zeigt ja auch wie eine gute Ergänzung des Einen und des Anderen geht. Wenn man aber nur den Blick auf die Anderen richtet geht die Sichtweise auf das Eigene verloren.
Ob Online-Journalisten die jenseits der festen Strukturen eines Verlages – und um die geht es Herrn Rehländer ja eigentlich – Geld verdienen oder nicht? Kann ich nicht sagen. Ich habe jetzt auch nicht jedes einzelne Blog oder jeden Internetauftritt gefragt. Für manche ist das vielleicht tatsächlich der Haupterwerb, andere machen das neben ihrem Job bei Kundenzeitschriften oder in der PR. Es gibt da wohl keine einheitliche Gemengelage. Aber ich merke: Hier bin ich wieder im Tal, es wird Zeit sich wieder auf den Berg zu begeben und grundsätzliche Dimensionen anzuregen.

Innovationen fehlen – Praktiker scheitern

Festgestellt habe ich schon: Wenn Modelle aus den USA importiert werden, dann werden die meistens nicht unbedingt erfolgreich. StudiVZ unterlag Facebook ja auch letzten Endes, trotz der Übernahme von Holtzbrinck, ebenso wie diverse deutsche Klone von amerikanischen Startup-Ideen. Das hat mit dem Klima zu tun, mit der Politik. Wer vom Berg aus sich das Ganze betrachtet wird feststellen: Innovation in den Alten Medien findet selten mit Freude, eher mit Zwang statt. Das liegt aber auch daran dass die Mentalität der Deutschen kein freudestrahlendes Scheitern zu lässt – wenn ein Verlag irgendwas Neues wagt dann erscheinen stante pede die Kritikaster und mäkeln dran rum. Und wer sich einmal verhoben hat, der darf sich natürlich das nächste Mal nicht mehr verheben wenn er etwas Neues ausprobiert. Und wenn selbst PR-Gründe hier eine Rolle spielen sollten: Was solls – erstmal bewegt sich ja etwas und das ist in der Regel nicht Schlecht. Ob was daraus wird, das bleibt abzuwarten – aber mit einer Vorverurteilung ist man leicht bei der Hand anstatt erstmal zu schauen was sich da entwickelt. Und natürlich wird’s dann hinterher einem aufs Brot geschmiert – für immer und ewig – wenns nicht geklappt hat. Kein Wunder, dass Verlage nicht experimentieren. Allerdings sind die Strukturen in einem Verlag auch etwas zu schwerfällig und bisweilen ist der Overhead und die eingespielte Redaktion hinderlich – nämlich genau dann wenn neue Verfahrensweisen ausprobiert werden, die nicht im Redaktionshandbuch stehen oder die man nicht schon so gemacht hat wie immer eigentlich schon.

Unterschiedlich sehen kann man vom Berg übrigens die Sache mit „die alten Printmedien definieren was diskutiert wird“. Richtig ist: Wenn ein Thema im Spiegel oder im Stern auftaucht – dies sind aber keine Zeitungen! Dies sind Zeitschriften, das sollte man schön auseinander halten – und auf deren Webseite steht dann ist das für einen Teil der Bevölkerung durchaus eine Diskussionsgrundlage. Andererseits gibt es nicht DEN Leser oder DEN Diskurs. Es gibt Themen, die vom Print den Sprung ins Web schaffen und umgekehrt auch Themen, die vom Web den Sprung in den Print schaffen. Es ist ein Nebeneinander, ein Rhizom von Ursache und Wirkung. Es gibt den Netzaffinen, es gibt den Printleser, es gibt den Nur-Spiegel-Leser … und das wird gerne von allen Seiten übersehen. Und es mag wehtun, aber Themen werden nicht nur NUR durch Printmedien gesetzt. Sie finden auch außerhalb statt und so manche Meldung in den Online-Angeboten kommt von den Lesern. Nicht von den Journalisten. Oder schon vergessen, was die Zeitung mit den vier Buchstaben Leserreporter nannte? Es ist also ein Sowohl-als-auch. Und das ist durchaus ergötzlich.

Zu kurz gesehen…

Macht nichts, mögen die spezialisierten Blogger dagegen halten, wir haben eine kleine, feine Zielgruppe. Okay, antworte ich dann, aber weiß eure Zielgruppe euer Engagement auch zu wertschätzen, z.B. mit Spenden über flattr? – Schweigen.

Vom Berg aus gesehen erkennt man, dass Herr Rehländer in dieser Passage verkennt, dass Flattr oder Kachingle nicht die Dienste der Wahl sind mit denen sich Online-Angebote außerhalb von Verlagen finanzieren. Dies sind zusätzliche Angebote in der Regel. Erstaunlicherweise machen die meisten Angebote die ich kenne etwas, was sich „Verkauf von Plätzen auf der Webseite für Werbung“ nennt. Manche machen auch Advertorials oder sponsored blogposts. Manche fordern ihre Leser freundlich auf für den Artikel zu zahlen – oh – moment, das verwechsle ich, das macht die Onlineausgabe der TAZ ja. Hier gibts im Online-Journalismus diverse Modelle.  Spenden kann man durchaus auch per PayPal oder mit einer simplen Überweisung. Bietet sogar die TAZ an.

Aber ist es nicht perfide wenn die Frage der Wertschätzung hier nur auf den Begriff des Geldes eingegrenzt wird? Wieviel ist denn die Papierausgabe der Zeitung von Gestern mir wert? Immerhin kann ich damit noch den Mülleimer für den Biomüll ausstopfen, Fische einpacken… Auf diese Weise gesehen schätze ich Zeitungen auch durchaus Wert, aber ich bezahle kein Abo für Schuhtrockenmacher. Und hier lässt sich einhaken: Was wäre denn dem Leser etwas Wert? Was würde er schätzen? Für wen mache ich die Zeitung oder das Online-Journalismus-Angebot denn? Für alle? Schlechte Idee… Sicherlich ist die Frage nach dem Geld wichtig. Und berechtigt. Es lässt sich aber auch gegenfragen: Glaubt ihr Macher denn dass eure Zeitung soviel Wert ist, dass die Leser dafür spenden würden? Im Endeffekt gibt’s auch hier mal wieder das Sowohl-Als-Auch. Was man aber in der Tal-Sicht nicht wahrnimmt oder wahrnehmen möchte.

Mehr Print als jemals zuvor!

Auch 2014 träumen die jungen Leute von einer Karriere beim STERN, bei der ZEIT, der Süddeutschen – wohlgemerkt in der Print-Redaktion, nicht im Online-Ressort.

Wenn Online-Journalisten immer als Kollegen zweiter Klasse behandelt werden und generell die Lehrenden heute und die Macher in den Redaktionen Online immer als lästige Nebenbeipflicht abhandeln ist das natürlich kein Wunder, dass junge Leute alles andere als Online-Journalisten werden möchten. Dies aber nur nebenbei aus der Tal-Perspektive.

Ja, es ist richtig: Es gibt unendlich – viele – Printerzeugnisse. Der Kiosk der Wahl birst vor Angeboten und zu jedem Fachspezialgebiet gibt es ein Magazin. Aus der Talperspektive fällt allerdings auf: Das sind keine Zeitungen. Das sind Zeitschriften. Zeitschriften, die zum Teil aus dem Ressort der großen Verlage kommen – NEON oder ZEITWISSEN etwa – aber es sind Zeitschriften. Magazine. Das ist eine andere Form, denn im größten Teil der Talsicht ging es ja um Online-Journalismus der mit den Zeitungen der alten Medien wetteifert. Dass es dann auch wieder Magazine gibt, die aus Online-Journalismus-Angeboten entsprungen sind spricht für die Sowohl-Als-Auch-Haltung vom Berge. Und es soll ja sogar Zeitungen geben, die vorher nur Online entstanden… Was natürlich dem Tal-Blick entgeht. Aber – auch Zeitschriften geht es nicht generell gut. Was auffällt: Die Spartenmagazine sind in der letzten Zeit enorm gewachsen – fünf Zeitschriften für Landnostalgiker kann man am Kiosk mittlerweile zählen, ebenso wie es neue Titel zum Trend „Vegan leben“ gibt. Und ich meine auch zwei, drei Anglertitel gesehen zu haben und Philosophiemagazine sind ja ebenfalls mittlerweile vierfach vorhanden. Fragt sich vom Berg aus: Wie lange werden sich die einzelnen Titel halten? Wie lange wird es dauern bis der Markt sich wieder gesundschrumpft oder bis die Verlage auf den nächsten Trend aufhoppen und der Zyklus wieder von vorne beginnt? Mee-Too-Magazine sind nun nicht innovativ. Aber das hatten wir schon. Im Grunde also: Ja, Zeitschriften werden zwar mehr gedruckt, aber nicht mehr von der selben Zeitschrift unbedingt. Eher scheint es so als glichen die Neuerscheinungen eher die Einstellungen einigermaßen aus. Aber das müsste man mal genauer erforschen.

Und am Ende des Tal-Artikels prangen sie auf einmal als Argument auf, dass Print natürlich überlebt: Die Bücher. Von denen vorher in der Tal-Sicht überhaupt keine Rede war und daher sollte das Argument auch nicht gelten. Von der Bergsicht aus gesehen ist allerdings auch hier ein Sowohl-Als-Auch zu sehen: Einerseits werden immer noch Bücher gedruckt und die Zahl der Neuerscheinungen wächst, andererseits holen die eBooks allmählich auf.  Irgendwann wird sich das wohl auch die Waage halten oder eventuell werden die eBooks doch noch die Oberhand behalten. Das vermag ich nun nicht abzusehen, es ist aber kein Argument gegen Online-Journalisten oder gegen Online-Journalismus. Es sind nur wenige Journalisten, die Bücher schreiben – die meisten jungen Leute werden ja auch wohl von einer Karriere im Journalismus träumen. Und nicht von der als Autor, Herr Rehländer. Wenn mir diese Tal-Ansicht noch gestattet sein darf.

Im Übrigen maße ich mir auch nicht an zu sagen, dass meine Bergsicht stimmt. Aber wie zuvor geschrieben: Die Debatte an sich ist mittlerweile so alt, dass wir eigentlich eine Synthese formen sollten und nicht immer wieder Hypothesen auf Antithesen krachen lassen. Das bringt im Endeffekt keinen weiter. Besonders nicht diejenigen, die momentan vor der Wahl stehen ob sie im Print oder Online arbeiten möchten. Denen sollte man die Vor- und die Nachteile von beiden Systemen zeigen. Was hoffentlich in der Ausbildung von jungen Journalisten getan wird. Ich bin mir da aber nicht so sicher…