#Literafutur: Ankommen

Es gibt so Orte. Orte an denen man gerne mal wieder Kind sein möchte. Mit neugierigen Augen durch die Welt laufen und einfach mal vorbehaltlos durch den Schnee stapfen. Zumindest das mit dem Schnee haben wir bei der Literafutur-Tagung schon mal hinbekommen. Und für den Rest wird der nächste Tag der in der IJB sorgen.

IJB? War da nicht mal was? Mit weißen Raben und Sozialen Netzwerken und Co.? Richtig – 2012 war ich in einem deutlich wärmeren Monat schon mal im Schloss Blutenburg und half dabei das White Ravens Festivals – nächstes Jahr ist es wieder, ich freue mich jetzt doppelt drauf – zu dokumentieren und die Blogbeiträge über das Festival zu schreiben. (#Flashwriting is the word.) Jetzt im Winter – und es IST Winter, während wir gerade noch in netter Runde zusammensaßen fiel zarter Schnee – ist die Burg nochmal so kuschelig und warm und herzig wie im Sommer. Weihnachtsmarktbuden stehen schon im Innenhof, aus den Fenstern dringt sanftes Licht und ich mache mir zusammen mit anderen Experten aus den unterschiedlichsten Bereichen Gedanken darüber wie man Ausstellungskonzepte für Literatur neu definieren könnte.

Fließendes Vorbeirauschen

Da die Tagebauschäden in Essen wohl noch etwas dauern werden verzögerte sich heute mal wieder alles bei der Bahn um etliche Minuten. Kein Problem, Earl Grey, Hot versüsste die Wartezeit, zudem war Frank Tentler schon am Duisburger HBF und so warteten wir gemeinsam. In Düsseldorf stieg dann noch Marcus Kucborski zu uns und so düsten wir als #Geektrain Richtung München. Erstaunlicherweise besserte sich das Wetter enorm – also jedenfalls war strahlender Sonnenschein sobald wir die Bayerische Landesgrenze überschritten hatten. Nettes Geplauder über Gadgets, meine erste Erfahrung mit dem Kauf von einem Online-Ticket per Handy – uiuiuiuiuiui, ging aber schneller als mit Paypal wie wir feststellten – alles floss in einem gemütlichen Ruckeln dahin. Wie immer ist es erstaunlich, dass zwischen Bahnhöfen mal so mehrere Kilometer liegen können; Pott-Kinder sind ja von dem Zuhause aus überallhin schnell weg, manchmal ist das auch echt gut so.

München-Pasing. Wohlvertraut. Einmal eine Runde im Kreisverkehr, weil der Taxifahrer das legendäre und sagenhafte und überaus charmante – JA, wenn ihr nach MÜNCHEN fahrt, DANN BUCHT HIER! – Hotel Neuner nicht so richtig zuordnen konnte. „Sie haben nicht hier bei uns letztens übernachtet, sie waren nur frühstücken“, empfing mich Frau Buchner. Letztens. Knapp anderthalb Jahre etwa her. Mein Gedächtnis reicht ja noch gerade für „Frühstück war lecker“ und „Frank hatte ein Zimmer über das Vögel hinwegflogen“… Muss eine Gabe sein sowas. Ein Teil der anderen Gruppe war schon da, ein Teil würde später dazustoßen zum „Alten Wirt“. Mein Gedächtnis sagte mir dazu: „Essen war super und Bedienung flink.“ Stimmt beides noch. (Und ja, ich bin halt ab und an ein bauchgesteuerter Mensch, ist halt so.)

Aufwärmen

Nach der Vorstellungsrunde bei Frau Rabe, der Leiterin der IJB gabs die Führung durch die Burg – Petra und Tanja in Bestform – ein Wiedersehen mit James Krüss, Michael Ende, der Schatzkammer, der Bibliothek… 600.000 Bände Kinder- und Jugendbücher. Muss ich mehr schreiben? Nö. Deswegen solls das jetzt auch gewesen sein, schließlich war die Runde im Alten Wirt das Aufwärmen für den morgigen Tag. Ich bin gespannt, das World-Cafe-Format kenne ich noch nicht – mal schauen was wir alles zustande bringen. #Literafutur übrigens für dieses Soziale Web – also dieses Facebook, Twitter, Instagramm und so. Findet ihr schon.