HuffpoDE, Blogger und Netzwerkeverteilung

Die ersten Zahlen für die HuffpoDE sind draußen – wen die interessieren, klicke bitte nach nebenan, danke. Viel interessanter finde ich: Wie schlagen sich eigentlich Blogger?

Die HuffpoDE hat sich eine Menge Blogger eingeholt, die eigentlich außerhalb der – ich formuliere das jetzt mal so, was relevant ist oder nicht liegt ja immer im Auge der Anderen – „relevanten Bloggerszene“ stehen. Scrolle ich heute mal die Seitenliste entlang dann fällt mir kein Grund ein warum ich diese Leute wirklich unbedingt lesen oder deren Inhalte wirklich weitertragen sollen müsste. (Ich lese Nico Lumma lieber im eigenen Blog, dazu brauch ich nicht unbedingt die HuffpoDE ansteuern.)

Kai Blasberg etwa wird kein eigenes Netzwerk aufgebaut haben. Teilweise sind die Blogger Personen, die  noch eine eigene Glaubwürdigkeit im Netz aufbauen müssen. Dafür die HuffPoDE zu nutzen ist natürlich clever gedacht, aber die Inhalte, die in den Blogs zu finden sind müssten so interessant und spannend und aufregend sein, dass man sie gerne weiterteilt. Ob das der Fall ist? Oder ist das bei der HuffpoDE nicht eher so, dass der Leser zwar das Ganze interessiert liest und eventuell mal was kommentiert, aber das wars dann?

Details, Details, Details

Dass ich mir jetzt Nico Lumma rausgepickt habe um mal zu schauen wie die Verteilzahlen der Artikel sind ist dem Umstand geschuldet, dass momentan alle anderen Blogger nur einen oder zwei Tage im Archiv haben. Über die Zeit von knapp einem Monat sollte es schon mal ein Bild geben.

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Gut, stellt man dagegen mal einige Zahlen von Nicos Blog dagegen:

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Okay, die Beiträge der HuffpoDE werden wohl doch annähernd gut verteilt. Sollte einen nicht wundern, die Leser von Nico Lumma werden wohl auch auf die HuffpoDE gehen und dort kommentieren und Beiträge weiterleiten. Wie siehts aber bei den anderen Bloggern aus, von denen ich jetzt leider nicht das Vergleichsmaterial habe?

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Hmm – der Beitrag vom 24.10. hat bisher nicht unbedingt die Verbreitung gefunden. Die anderen Blogbeiträge sind relativ frisch, da könnten sich also noch Likes ansammeln. (Wer mag kann jetzt nochmal – abgesehen von Nico – mal die anderen Beiträge durchstöbern, da siehts mit der Verbreitung nicht viel besser aus.) Jetzt mag es auch sein dass die ausgewählte Blogger mir nicht bekannt sind weil ich nicht alle Blogs und Bloggerszenen kennen kann – der Eindruck prägt sich aber beim vermehrten Durchschauen ein, dass die HuffpoDE sich zwar Bloggern angedient hat – aber wohl in erster Linie nicht unbedingt danach ob diese schon in der Szene verwurzelt sind. (Kann ich mir beim Geschäftsführer von Tele 5 oder anderen CEOs nicht vorstellen. Dass diese bloggen ist ja immerhin schon mal was.)

Fazit: Ohne Netzwerk kein Verteilen

Insofern könnte das bisher die These bestätigen – bei Nico Lumma gibt es schon ein existierendes Netzwerk und Leser, die ihm auch zur HuffpoDE folgen und umgekehrt. Daher sind dessen Sharing-Werte auch bisher fast dem seines Blogs gleichwertig, wenngleich es da auch Ausnahmen gibt, wie immer. Aber schaut man sich die reinen angegebenen Sharing-Zahlen an kommts in der Regel hin. Stephanie Ringel hatte vorher offenbar kein Blog, Simone Janson dagegen hat eins – Berufsbilder – das ist allerdings kein Ego-Blog sondern ein Gemeinschaftsblog mit verschiedenen Autoren. Ich hab versucht das dort eingebaute Shared-Count-Tool für die URLs der Beiträge von ihr zu benutzen, aber irgendwie scheitere ich da immer dran. Insofern kann ich nicht sagen wie oft Beiträge von ihr aus dem Blog geteilt werden. Und richtig, Kai Blasberg hatte bisher kein Blog.

Es sieht also tatsächlich so aus als ob die Blogbeiträge – außer bei Bloggern, die schon eine Community mitbringen – bei den Blogs der HuffproDE bislang, ein Monat ist auch etwas kurzfristig für eine Evaluation, zugegeben, bislang also in den Sozialen Netzwerken nicht vorkommen. Verwunderlich ist das nicht, dazu ist die HuffproDE zu jung Wie oft die Beiträge von Boris Becker geteilt werden? Na ja…