stARTCamp Ruhr York: Auf der anderen Seite

Wenn wir im Pott was machen, dann mit Herz und Spucke und gleich auch mit der Bereitschaft neue Formate auszuprobieren. Schließlich wird sich das Format des Barcamps an sich weiterentwickeln. Das ist mit allen Formaten so, auch wenn sie im Kern ihre eigene Identität oder in diesem Falle ihre Organisationsform behalten. Das vorab daher die Reaktionen die ich so mitbekommen habe teilweise recht skeptisch waren ist verständlich. Schließlich beginnt das Team des Barcamps eine Premiere für den Pott und dann gleich noch mit einer Erweiterung des Konzepts. Das kann schon als anmaßend durchkommen.

Deswegen wurde von Anfang an klargemacht, dass der erste Tag ein BOOTCAMP und der zweite Tag erst ein BARCAMP in der Form wie wir das alle kennen ist. Auch wenn in der Abschluss-Session gesagt wurde, dass stARTCamps in der Regel auch diejenigen mitnehmen die bisher noch nicht im Social Web unterwegs waren, war der erste Tag als Trainingseinheit für Fragen und Probleme besonders für Neueinsteiger konzipiert. Nach einem pädagogischen Konzept von Marc Nikoleit – und wenn einer was von der Verbindung zwischen Online-Offline-Lernen versteht, dann Marc. Also zumindest in Duisburg. 😉 Und das Konzept hat funktioniert – was beide Seiten anbelangt. Für die Referenten war es vielleicht etwas anstrengender weil man öfters dieselben Dinge erzählte, um sicher zu sein dass alle Teilnehmer später den Fragebogen ausfüllen konnten um das Erlernte für sich zu sichern. Ich fands allerdings sehr, sehr angenehm. Ich bin aber auch nicht der typische Vortrags- oder Workshop-Dozent sondern arbeite viel lieber mit kleinen Gruppen, die sich intensiver austauschen können. Und für die BAD damals habe ich ja auch die Aufgaben für diverse Twitter-Workshops erstellt. 😉

Es war auf jeden Fall eine lehrreiche Organisationszeit, die – ich glaube da spreche ich für alle – wir hinter uns haben. Ich habe festgestellt: Ein Barcamp ist natürlich anders zu organisieren als eine Konferenz und daher sollte man einen gewissen Pragmatismus walten lassen. Zudem – es war ja alles pünktlich da, Catering von Mexican Hat war superlecker, das Druckluft hat uns optimal mit Getränken versorgt und die Umgebung selbst war passend fürs Kreativsein. Oh – und die Indoor-Zelte, die waren dann auch noch unser USP… Alles in allem: Jetzt kenne ich Barcamps von der Besucher- und von der Veranstalterseite her und beides hat was. Gut so.

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