Blogstöckchen zum Bewußtsein

„Hier, fang“ – rief der Lars Hahn und schleuderte das Stöckchen mir entgegen. Natürlich sauste es erstmal an mir vorbei. War ja klar. Landete erstmal im tiefsten Unkraut bevor es gefunden wurde und erstmal als Fundstück hier landete. Es geht um Bewußtsein und Social Media und so. Na dann.

Was ist BewusstSein für mich?

Na toll, zum Einstieg gleich die komplizierteste Frage zuerst. Erstmal habe ich ja immer ein Bewußtsein, ich bin mir meiner immer irgendwie bewußt. Allerdings ist der Großteil davon ja eher unbewußt: Ich spüre mein Herz schlagen, ich sehe den Atem ein- und ausfließen, ich habe ein Körpergefühl. Der Großteil meines BewusstSeins ist unbewußt und dem Verstand erstmal entzogen. Zweitens hat BewusstSein in dieser Schreibweise sehr viel mit dem zu tun, was im Buddhismus als Achtsamkeit bezeichnet wird. Ich kann mir vieler Dinge bewußt sein, wenn ich aber nicht auch achtsam bin verschwende ich viel Potential. Drittens ist das BewusstSein auch das Ich selbst – und wenn man nach den Forschungen der Hirnwissenschaft geht ist das Ich nur eine bequeme Erfindung damit wir im Alltag besser durchkommen. Was bedeuten würde dass ein Bewußtsein erstmal gar nicht da ist sondern dass das Gehirn es konstruiert. Mit der Konstruktion kann ich mich gut anfreunden, denn das entspricht wieder Watzlawick und dem Konstruktivismus: Es gibt zwar etwas, was Wirklichkeit heißt, aber wir alle nehmen diese als jeweils eigene Realität wahr.
Ich schrieb ja schon: Das ist eine komplizierte Frage und nicht so leicht zu beantworten.

Wie hängen BewusstSein & SocialMedia für mich zusammen?

Da greife ich mir den Punkt der konstruierten Realität für mich heraus – schließlich beklagt man ja des Öfteren, Facebook und Co. würden für uns nur einen Echoraum, eine konstruierte und gefilterte Weltsicht darbieten. Was im Grunde nicht schlimm ist, weil wir alle unsere Eindrücke der Umwelt filtern, ja, filtern müssen sonst würden wir von den Reizen überschwemmt. Mit Social Media kann ich Dinge konstruieren – besonders wenn es um die PR geht. Dort konstruiere ich ja ein sehr schönes Bild von mir selbst und möchte das auch vermitteln. Ich konstruiere mit einem Social Web Command Center auch eine Zentrale um Dinge überwachen und dann darauf angemessen reagieren zu können. Wenn ich mir hier dann nicht bewußt bin, dass Kommunikation im Netz immer ohne eine Komponente stattfindet die enorm wichtig ist – die analoge, siehe wieder Watzlawick – dann kann ich auch bei Social Media Projekten Dinge an die Wand fahren. Wenn mir nicht bewußt ist dass das Wesentliche für die Augen unsichtbar ist – um den Kleinen Prinzen zu zitieren – dann bin ich schnell in einer Filterblase gefangen, in der ich mich nur um Technik und Tools und Tricks kümmere. Und unachtsam darüber vergesse: Im Endeffekt habe ich es immer mit Menschen zu tun, ich muss daher erstmal verstehen wie Menschen funktionieren, wie sie motiviert werden, wie ich sie manipulieren kann um meine Zwecke zu erreichen. (Dass Manipulation dabei nicht negativ sein muss ist ein anderes Thema…)

Wie nutze ich Bewusstsein im Business?

Ich bin mir bewußt, dass ich mit Menschen zu tun habe, auch wenn diese erstmal hinter dem Schleier des Internets nicht sichtbar sind. Ich bin mir bewußt wie Menschen sich verhalten und kommunzieren, ich bin mir bewußt dass es nicht nur Technik und Tools gibt sondern dass in erster Linie der Mensch mit seinen Bedürfnissen bei Social Media angesprochen wird. Wir legen viel zu sehr Wert auf den zweiten Teil des Begriffs: In erster Linie geht es aber um den sozialen Aspekt, es geht um Beziehungen, es geht darum wie Menschen sich mit den neuen Tools verhalten.
Andererseits bin ich mir auch bewußt, dass ich manchmal nicht bewußt agiere sondern dass ich Dinge tue, die aus dem Unterbewußtsein kommen. Das kann eine Hilfe sein.

Wie schaffe ich es in einer bewussten Haltung zu bleiben/zurückzukehren?

Keine Ahnung. Habe ich noch nie drüber nachgedacht.

Was tue ich, wenn Bewusstsein in der Esoterik-Schublade landet?

Dann weiß ich: Für das Gegenüber ist die Welt in diesem Moment genau so wie er sie sieht. Ich werde diese Weltsicht auch prinzipiell mit langen Diskussionen nicht ändern können. Ich kann diese Weltsicht aktzeptieren, aber ich muss sie nicht teilen, ich kann sie auch gar nicht teilen da ich eine komplett andere Weltsicht habe. Und das macht den Abbruch von Diskussionen um Einiges leichter. Desweiteren: Wenns da landet, dann landet es halt da. Wobei ich mich nicht rechtfertigen muss. Allenfalls vor Gott. Und das ist nicht esoterisch, dass ist eher theologisch…

Was soll ein Bewusstseinkongress beinhalten, damit ich Ihn besuche?

Es gibt einen Bewusstseinskongress?

 

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