Missverständliche Kommunikation oder im Zweifelsfalle besser persönlich

Die These, dass es eine analoge und eine digitale Ebene des Gesprächs miteinander gibt kann man im Internet am Besten belegen. Denn hier ist der Ort, an dem durch das Fehlen Gestik, Mimik und Tonfall – kurz, Körpersprache – die meisten Missverständnisse entstehen können. Daher ziehe ich es im persönlichen Bereich auch immer wieder vor bei Irritationen den persönlichen Kontakt zu suchen und sei es nur ein Telefonanruf. Denn man kennt das ja: Wenn man versucht ein Kommunikationsproblem durch die eMail oder durch persönliche Nachrichten zu lösen begibt man sich auf gefährliches Eis.

Denn: Je mehr man erklärt und versucht das Problem auf diese Weise zu lösten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit in eine Spirale zu geraten, die im Endeffekt dazu führt dass man schlussendlich überhaupt nicht mehr die Kommunikation sucht sondern den anderen als unangenehmen, dummen Typen abstempelt und sich beleidigt in die Ecke verkriecht. Das kann auf beiden Seiten passieren, sollte es aber nicht. Vor allem dann nicht wenn tiefe Freundschaften oder zumindest gute Bekanntschaften auf den Spiel stehen. Dass darüber hinaus auch immer die Verlockung groß ist sich beim gesamten Internet darüber zu beschweren wie doof der Gesprächpartner ist, das ist noch mal eine andere Geschichte. Privates wird zu persönlich öffentlichem und schutzige Wäsche zu waschen mag die Zugriffe auf die eigenen Angebote steigern…

Daher: Wenn seltsame Dinge passieren und man meint, das Gegenüber habe etwas nicht verstanden oder sehe die Sache völlig falsch immer besser eine eMail schreiben wenn man die Telefonnummer nicht hat oder anrufen oder persönliche treffen. Dann lässt sich eine Geschichte schnell aus der Welt schaffen. Anderenfalls wird man nämlich bei Facebook und Twitter von dem Gegenüber blockiert – und das möchte man doch wirklich nicht, oder?