Wer viel weiß, ist weise? – Letzter Teil des Gesprächs zwischen Heidlinde Tiger und Dr. Andrea Vierle

Dies ist ein Beitrag in der Reihe “SIO für Kepia” – alle gesammelten Artikel finden sich auf der Übersichtsseite hier im Blog.

Tiger: Und damit werden auch Menschen aus unterschiedlichen Bereichen angesprochen?

Vierle: Ja, und darauf freuen wir uns besonders. Es ist bestimmt sehr reizvoll, mit sogenannten Nerds über die Hebammenkunst des Sokrates zu reden, oder aber auch mit spirituell orientierten Menschen über die Möglichkeiten des „social web“, oder mit Lehrern über die politische Steuerungen dessen, was unser aller Bildungsideal (laut einschlägiger Studien) sein sollte.

Tiger: Und worin liegt die besondere Verbindung zu dem, was Kepía, das Haus für Musik und Philosophie, ausmacht?

Vierle: Wir wollen bei Kepía vor allem einen Begegnungsraum eröffnen, in dem Menschen, die sich tiefer für das interessieren, was ihnen in ihrem Leben an Fragen und Aufgaben begegnet, in einen fruchtbaren Austausch geraten können. Wir regen Diskussionen an, zeigen Perspektiven auf, eröffnen Verstehensprozesse, die bei jedem Einzelnen beginnen und letzlich auch dort wieder enden. Dazwischen liegt das, was wir Bewußtseinsbildung, Dialog, Beratung oder Persönlichkeitsentwicklung nennen, und was in der alten Tradition der Philosophie steht, Lebenskunst zu sein.

Tiger: Große Worte, die sich nun im Konkreten einlösen müssen.

Vierle: So ist es immer. Aber je größer das Gedachte, desto entschiedener kann das Konkrete das zuvor Anvisierte einlösen. So hoffen wir, einigen Menschen eine neue Perspektive zu eröffnen auf das, was sie alltäglich tun – und lassen.

Tiger: Dann sind wir sehr gespannt, was uns am 16. März bei Kepía erwarten wird!

Vierle: Wir freuen uns auf Euren Besuch!

Programm, Kosten und Anmeldungsmöglichkeit für die 1. Philosophische Tagung finden sich im Kepia-Blog