SIO, Kepia und ein Anfang

Es ist wie immer: Zu Beginn eines Projektes gibt es dieses Kribbeln, diese Unruhe, diese besondere Atmosphäre. Auch natürlich den Zauber, den Hermann Hesse für den Anfang konstituiert hat, aber dafür hat man beim Planen und Organisieren eines Projektes nun nicht unbedingt so den Blick für. Aber nachdem jetzt das Konzept abgesegnet ist und die ersten strategischen Maßnahmen geplant sind, ein Redaktionsplan vorliegt kann ich mit dem Projekt „SIO für Kepía (Kepia für Suchmaschinen und Co. ;-)“ anfangen und es vorstellen. Zuerst ist es wichtig zu verstehen, was dieses SIO eigentlich ist.Das Social Web verändert sich und mit ihm wird sich auch die Herangehensweise von Unternehmen ändern müssen die ihre Botschaft, ihre Produkte an den Mann bringen wollen. Die Änderung des Facebook Edge-Ranks vor kurzem bei Fanseiten ist eine dieser Veränderungen und es wird nicht die einzige sein und bleiben. Seit einigen Monaten denkt Frank Tentler intensiv über diese Änderungen im Social Web nach und ich habe seine Gedankengänge aufmerksam verfolgt und die ein oder anderen Anregungen auch für aktuelle Projekte angewandt. Dies waren aber immer nur Teile und kein übergreifendes Konzept während dies bei Kepia anders ist, hier gibt es ein übergreifendes Gesamtkonzept in dem die verschiedenen Maßnahmen zusammengreifen.
SIO bezeichnet laut Tentlers Definition Massnahmen, die dazu dienen, Kommunikation und Marketing im „Social Web“ in den Bereichen Content-Produktion und -Darstellung, Vernetzung, Soft- und Hardware so zu optimieren, dass Reputation und Wahrnehmung einer Person, eines Projekts oder eines Unternehmens zunimmt. SIO ist damit vielleicht annähernd mit SEO / SEM vergleichbar, aber unterscheidet sich dann doch in Details – ebenso ist es nicht nur eine gute Content Strategy, wie das aktuelle Schlagwort für das Marketing im Social Web lautet. SIO greift nämlich nicht nur auf die vorhandenen technischen Möglichkeiten zurück sondern berücksichtigt auch etwas, was im Social Marketing auch heute noch untergeht: sozio-psychologische Ansätze. Dass Katzenbilder bei Facebook wunderbar funktionieren wissen wir in der Regel, wir wissen aber meistens nicht so genau warum. Wenn man versteht, warum Katzenbilder so gut funktionieren könnte man diese Erkenntnis auch weitergehend für weitere Postings anwenden – auch für Inhalte, die nicht so niedlich, knuddelig und herzerwärmend sind. Vermutlich sind das aber nur ein Teil der Gründe warum Katzen sich hervorragend fürs Social Web eignen. SIO verbindet die beiden Ebenen miteinander – das technisch-mögliche – die Tools – und das sozio-psychologische – das Verhalten.

Bei Kepia kann ich mich dabei auf Impact und Optimization konzentrieren zu können. Es wird also ein Social Web Command Center geben, es wird ein Influencer Relationship Management stattfinden und es wird auch am Ende des Projektes – Ende März – eine Dokumentation darüber geben. Da SIO ein agiles Projektmanagement ist kann auf Veränderungen schnell reagiert werden. Für Kritik und Anregungen habe ich dabei immer ein offenes Ohr und würde mich freuen, wenn ihr mich auf diesem sehr spannenden Weg begleiten würdet. Am Ende des Projekts werden auf jeden Fall Ergebnisse stehen aus denen man lernen können wird.