Transmedia Storytelling Vortragsfolien – Tagung „Offene Archive?“

In 20 bis 30 Minuten erklären was Transmedia Storytelling ist, das ist eine Herausforderung. Ich habe dafür erstens bewußt auf Bilder – beim eigentlichen Vortrag waren zwei dabei, die ich für diese Variante entfernt habe – weitestgehend verzichtet, zweitens natürlich mehr erzählt als bei den Folien zu lesen ist und drittens mich bewußt so weit es ging für die „Ein Satz – Eine Folie“-Methode entschieden – davon musste ich bisweilen abweichen – viertens habe ich das Pferd sozusagen von hinten aufgezäumt.
Fünftens: Natürlich ist Transmedia Storytelling an sich nichts Neues, der Einwand kam heute bei der Diskussion, es ist aber seit zwei Jahren in Deutschland angekommen und es wird in vielfältiger Form genutzt. Die These, dass Archivare auch Hüter von „Geschichten“ sind – da verließ ich den wissenschaftlichen Begriff von „Geschichte“ – ist diskussionswürdig, sicherlich. Ob Transmedia Storytelling dann die Aufgabe des Archivs 2.0 überfüllt wäre ebenfalls zu diskutieren, die Anregung kam aber heute. Ebenso wie die Frage, ob eine Geschichte nicht nur „reine Bespaßung“ wäre bzw. ob auch ein Austausch stattfindet. Dazu sollte man sich ARTEs The Spiral anschauen: Im Spiel konnte man nicht nur mit Spaß einiges über die Kunstwerke selbst erfahren, sondern Menschen wurden mit Aufgaben aufgefordert kreativ zu sein und konnten selbst Künstler werden. Die Frage, ob eine Geschichte – vielleicht ist das der Punkt – streng von der Geschichte getrennt sein muss weil das eine die ernste Wissenschaft und das andere die Unterhaltung ist – hier setze ich bewußt ein Fragezeichen. Schließlich ist das ja auch hinter dem Titel der Tagung zu finden – wie ein Offenes Archiv, dass für jeden Bürger da sein möchte, seine Aktionen schlussendlich vermittelt bzw. ob Transmedia Storytelling vielleicht nur ein anderer Ansatz der Öffentlichkeitsarbeit ist – und ja, es braucht natürlich Resourcen – und ob das Internet nicht gerade diese Form mit den Methoden und Techniken erleichtert – diese Gedanken gebe ich einfach mal an das Internet direkt weiter. Vielleicht kommen wir da auch morgen nochmal in die Diskussion miteinander.
Zum Schluss noch der versprochene Link zur STORYDRIVE-Veranstaltung der Frankfurter Buchmesse.