Blogposting 10/23/2012

  • „Das Selbstbild der grossen Nachrichtenquelle wurde angegriffen, und kein einziger stellte sich hin und verteidigte den Spiegel. Wenn mir so was bei einer Lesung passieren würde, bekäme ich massive Selbstzweifel – für Patalong dürfte diese Real Life Experience mit seinen Lesern nicht mehr als ein weiterer Betriebsunfall gewesen sein; da hat der Don halt seinen Mob zusammengetrommelt. Das Thema „Literarische Qualität von Blogs“ fand dagegen nicht statt; schade eigentlich.“ – Ein Rückschau von heute auf die Anfangszeit des Bloggens offenbart: Journalisten haben im Grunde immer noch nicht verstanden warum Blogs da sind, wozu sie gut sind und betrachtet man die Zwischen-den-Zeilen-Kritik in Patalongs neuem Buch „Der Viktorianische Vibrator“ – durchaus eine amüsante Lektüre, keine Frage – dann hat sich die grundlegende Einstellung mancher Journalisten zum Internet nicht gewandelt. Kommt einem bekannt vor wenn man sich ein gewisses SF-Fandom anschaut – aber das ist natürlich vielleicht nur Confirmation Bias.

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  • „2004 gelang es die Öffentlichkeit zu täuschen, weil doch scheinbar im Ergebnis mehr gezahlt wurde als vorher, und der neue Eckregelsatz von 296 € auf 345 € anstieg. Aber der damit finanzierbare Bedarf wurde deutlich gesenkt, weil die meisten einmaligen Beihilfen mit viel zu niedrigen Beträgen pauschaliert wurden. Nicht berücksichtigt wurden die völlig neue Belastung aus der Gesundheitsreform und die Bildungskosten, gekürzt wurden Ausgaben für Energie und Mobilität, für Lebensmittel und Bekleidung – trotz steigender Preise.“ – Und das ist immer noch so geblieben, die Erhöhungen von fünf oder jetzt demnächst drei Euro sind nichts als Augenwischerei. Und ja, es mag Leute geben die das System ausnutzen – die gibt es aber in jedem Berufzweig auch.

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