Auf Wiedersehen Brasilien…

Seit knappen zwei Tagen ist die Buchmesse in Frankfurt vorüber, die Kollegen des BRBF-Projektes sitzen noch an der Nachbereitung und zählen KPIs und sowas und allmählich beginnt wieder der Alltag. Wobei sich dieser von meiner Aufgabe für die Buchmesse nun nicht allzu sehr unterscheidet: Flashwriting galore. Gesehen habe ich während meiner Arbeit nicht allzuviel von der Messe und auch der geplante BuCon-Besuch in diesem Jahr musste drangegeben werden – schade, denn im nächsten Jahr könnte das auch wieder mal nicht klappen… Trotz der Arbeit hatte ich eine Menge Spaß:

– Ein Autogramm des diesjährigen Gewinner des deutschen Jugendbuchliteraturpreises in der Sparte Jugendbuch abstauben zu können – großartigst.

– Bei den Cosplayern musste ich beim Raten wer denn da jetzt wen verkörpert leider passen. Es gibt da so viele Mangas und Animes, da kann ich auch nicht alle kennen. Etwas gruselig: Wenn Menschen als Pikachu auf die Straße gehen… Ich verstehe auch nicht ganz, warum auf diese Bewegung von traditionellen Fans etwas herabgesehen wird – ob es nun Kostüm- oder Cosplay-Wettbewerb heißt ist doch eigentlich letzten Endes egal, oder?

– Whow, war das Pressecentrum groß.

– Foursquare rulez! Ohne dieses Tool hätte ich nämlich den Geldautomaten der Deutschen Post im HBF in Frankfurt nicht gefunden. Zudem gabs auch diverse andere nette Tipps zum Thema „Wie schlage ich meine Zeit auf dem HBF tot, wenn der Zug verspätet ist“. Auf der Rückfahrt scheuchte mich die Bahn übrigens von Gleis 5 zu Gleis 10, von Gleis 10 zu Gleis 5, von Gleis 5 zu Gleis 10… Abgesehen davon dass die Beschilderung der S-Bahn falsch war und ich verdutzt in Frankfurt-Niedern oder so des Morgens ausstieg. Glücklicherweise kannte ich aber die Station der Linie vor dem Hauptbahnhof und hatte dann bis zur Messe einen Sitzplatz… (Taunuswache wars wohl. ;-))

– Was die Brasilianische Nationalbibliothek im Social Web auf die Beine stellt ist einfach Best-Practice für den Bereich. Punkt.

– Was der Stand eines Holzspielzeugherstellers auf der Buchmesse sollte ist mir bis jetzt immer noch nicht klar. Aber die Murmelbahn zu füttern war entspannend.

– Dank des „Machado des Assis“-Magazins jede Menge interessanter Autoren aus Brasilien kennengelernt. Ziel für nächstes Jahr: Portugisisch-Grundkurs ablegen.

– Mhmmm, zum Thema Catering – es gibt auf der Messe so kleine Supermärkte, die weitaus besseres anbieten als das was man an den offiziellen Cateringständen bekommt. Der kluge Mann baut vor und nimmt daher am Sonntag selber Yoghurt, Gemüse, Wasser, Saft und Kekse mit.

– Der Twittwoch war super. Leider hatte ich nur eine Stunde Zeit, aber am Abend traf ich noch den Herrn Vergrämer und Klaus Eck mit anderen mir nicht so bekannten Twitterern.

– Ich habe einen „Brasil“-Ohrwurm und den möchte ich gar nicht los werden… „Tomorrow was another day, the morning found me miles away…“

– Neue Kontakte geknüpft. Neue Menschen kennengelernt und trotz aller Arbeit auch hin und wieder genügend Zeit für Gespräche gefunden. So muss das.

Ich hoffe im nächsten Jahr wieder dabeisein zu können.