Eine digitale Einstellung aber analoge Hilfsmittel

Es erstaunt die Leute ja immer wieder wenn ich, der ich höchst digital unterwegs bin, mein Moleskine und den Lamy-Füller hervorhole um wie gestern bei der Vorstellung des Machado de Assis Magazins – tolles Teil übrigens, bin begeistert – auf der Buchmesse meine Notizen für den zu schreibenden Artikel mache. Im Internet kursieren mindestens zwei Photos, die meine Handschrift zeigen daher werde ich jetzt nicht noch mal das Ganze illustrieren. Wer suchet, der findet.😉

Natürlich hätte ein Mittippen per PC oder Tablet oder wasauchimmer durchaus seine Vorteile, man hätte den Text dann schon sofort in digitaler Form vorliegen, bräuchte nur noch Copypasten und wäre aller Sorgen frei was das Thema anbetrifft. Allerdings stelle ich fest: Ich bin zwar ein Flashwriter, für reine Notizen aber ist die analoge Methode immer noch die schnellste Art und Weise meine Eindrücke festzuhalten oder mitzuschreiben was der Vortragende gesagt hat. Ich könnte natürlich auch einen Zoom mitnehmen und hinstellen, wenn ich denn meinen geliehenen mal wieder bekommen würde, tap, tap, tap – der Betreffende weiß schon Bescheid. Klar ist das für Originalzitate super, im Regelfall aber doch etwas übertrieben.

Ich sehe da aber auch keinen Gegensatz: Der Füller und das Moleskine sind ein sehr schnelles und verlässliches Werkzeug, dass auch ohne Akkuladung funktioniert und sie bewahren die Notizen für etwas länger als das Internet auf. Im Netz, dass dann nichts vergißt, sind dann die endgültigen Fassungen meiner Texte zu finden und dort werden sie auch bleiben solange die Server, auf denen die Texte hinaufgehievt werden, nicht den Geist aufgeben.