Kritik versus Bashing

Viertel vor Elf, Zeit allmählich den Mac zuzumachen nachdem ich heute wieder im normalen Alltag angelangt bin. Und kurz noch ebend den Unterschied zwischen Kritik und Bashing erklären und warum ich generell eher das Erstere tue als das Zweitere – aber natürlich nehme ich mich von emotionsgetriebenen Kommentaren hier und da nicht aus, das kann auch keiner.

Kritik ist für mich das Ansprechen von Dingen, die nicht funktionieren. Vielleicht liegt es einfach daran, dass ich ab und an einfach das erkunden möchte was die Welt im Innersten zusammenhält oder dass ich einfach auch Nachschaue wie jemand was gemacht hat. Im Fall eines Blogs hats mich schon interessiert wer das gemacht hat und man lernt auch in dem man sich Sachen anschaut und adaptiert. Wenn mir dabei Fehler auffallen reagiere ich auch darauf – normalerweise mit netten Mails, manchmal gehts aber nicht anders als dass mans öffentlich postet weil ich auch nicht immer weiß wer da jetzt was ins Netz gestellt hat. Bei einem fehlendem Impressum z.B. kann ich ja auch nur mutmaßen.

Das gezielte Abschießen eines Gegners und das auch noch reichlich emotionsgeladen, das Immer-Wieder-Draufhauen: Das ist Bashing. Ich vermute mal sämtliche Mitarbeiter der DMG und einer gewissen Agentur im Innenhafen meinen, ich hätte mich speziell auf sie eingeschossen. Auch wenn mir das wohl keiner glauben wird: Dem ist mitnichten so. Gut, bei der Agentur am Innenhafen habe ich mal zwei Artikel hintereinander zu einer Facebook-Aktion geschrieben ABER das war nachdem ich nette und freundliche Mails schrieb. Gut, süffisante, spitze Artikel waren das schon. Manchmal handele ich vielleicht auch etwas vorschnell – was ich offen zugebe, Fehler machen kann und darf jeder. Nur es kommt dann darauf an wie man mit demjenigen, der auf Fehler hinweist in der Regel umgeht. Man kann höflich Danke sagen oder zumindest andeuten, dass man sich drum kümmert. Oder man versucht die Sache zu ignorieren und auszusitzen – was beide Seiten betrifft übrigens, da schließe ich mich auch nicht von aus. Wobei das Ignorieren auch recht hilfreich sein kann wenn es partout nur Nervensägen sind. Oder die Linken in Duisburg. 😉

Jedenfalls: Mag sein, dass ich auch bashe. Vermutlich bestimmt sogar. Wäre ja zu schön wenn ich perfekt wäre, aber das bin ich nun mal ebend nicht – und man lernt auch nur durch die Fehler, die man selbst macht während man von den Fehlern der anderen nur lernt, welche man besser nicht selbst macht. Was nun nicht das Gleiche ist vom Lerneffekt her, nur wenn man selbst hinfällt merkt man wie schmerzhaft das ist und vermeidet das in Zukunft. Fehler passieren mir auch. Vorschnelles Handeln. Unbesonnene Postings. Das ist halt so. In der Regel aber schieße ich mich nicht auf irgendwelche Firmen ein um sie zu bashen – ich beobachte diese nur etwas kritischer wenn sie mir aufgefallen sind. Was dann wohl zur Folge hat, dass neue Fehler schärfer zu sehen sind. Wahrnehmung und Filter halt.

Immerhin bin ich immer bereit mich zu entschuldigen wenn ich falsch lag. Oder was vermasselt hab. Es irrt der Mensch solang er strebt oder so ähnlich meint es ja Goethe, was einer meiner Dozenten schön in „Wir irren uns voran“ umwandelte. Genau so ist das. Allerdings bin ich mir dann nicht so sicher ob ich mir meines rechten Weges stets bewußt bin in meinem dunklem Drange. (Yepp, nochmal Goethe. ;-)) Vermutlich irgendwie schon…

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