Filme in Kürze oder die Ausbeute eines Wochenendes

Da ich nicht unbedingt zu jedem Film eine Langrezension schreibe, hier mal kurz und knapp etwas zu einigen Filmen, die ich an diesem Wochenende aus Gründen gesehen habe. 😉

Sucker Punch
Wer Charaktere, eine gute Story, tolle Dialoge und wunderbare Filmszenen erwartet – der sollte diesen Film eher meiden. Mehrere Handlungsebenen verschränken sich in einem äußerst wirrem Handlungsgerüst, das im Grunde auf den Plot „Mädchen gerät in Gefahr, will sich befreien, sucht Rat bei einem alten Mann mit äußerst weisen – und dämlichen – Sprüchen und am Ende wird alles gut“ hinausläuft. Oder so. Also tiefsinnige Filmanalysen gehören eher zu „Inception“. Eine Handlungsebene hätte als Ego-Shooter sicher viel Spaß gemacht: Steampunk-Nazi-Zombies und Kriegsroboter, juhu! Leider aber soll das Ganze in 124 Minuten tiefgründig und weise angehaucht sein. Stattdessen hüpfen knackige Mädels in mehr oder weniger Bekleidung durchs Bild – was bestimmt super mit Popcorn wäre. Hatte ich aber nicht. Und Kirschbier hat auch nicht geholfen um den Film erträglich zu machen.

Captain America – The First Avenger
Wenn man mit überhaupt keinen Erwartungen an den Film rangeht und zumindest den Grundplot der Comics kennt, kann Captain America unterhaltsam und spaßig sein. Gut, es ist nicht Christopher Nolan, ja, natürlich läuft alles auf den „The Avengers“-Film im nächsten Jahr raus – ich mag eigentlich diese großangelegten „Bitte kaufen Sie jetzt alle Comics aus allen Serien weil sie sonst bestimmt die Hälfte des Story-Arcs verpassen“-Aktionen überhaupt nicht, aber wenn man jetzt für „The Avengers“ nicht unbedingt alle anderen gesehen haben muss… Jedenfalls: Sehen wir mal vom McGuffin ab – oho, eine ominöse Energiequelle die Odin gehörte, ja, klar – ist der Film unterhaltsam und macht Spaß ohne einen tieferen Sinn votäuschen zu wollen. Gute-Laune-Sonntag-Nachmittags-Kino.

Tucker and Dale versus Evil
So ganz findet der Film leider letztendlich doch nicht zu sich: Romantische Horror-Komödie? Horror-College-Teenager-Movie? Von allen bisher erwähnten Genres steckt etwas in diesem Film drin. Am ehesten vielleicht eine liebevolle Hommage an sämtliche Klischees des „Kettensägenmassaker“-Genres – angefangen von hinstöckelnden Blondinen im Wald, über Kettensägen an sich im Besonderen und dem durchgeknallten Psycho, der am Ende wie immer nicht der ist auf den man die ganze Zeit tippt. Wobei – also – in diesem Film… Alan Tudyk spielt immerhin mit, der einem sehr angenehm in Erinnerung bleibt. Ansonsten: Wem Leichen, Blut und Splatter nichts ausmachen, darf diesen netten Horror-Comedy-Streifen gerne ins Regal stellen.

Dune – 1984
Immer noch nervig: Diese Off-Kommentare, die genau das beschreiben was man gerade gesehen hat. Ansonsten glaube ich, würde man den Roman nicht kennen hätte man ab und an doch etwas Probleme mit dem Plot. Immer wieder nett: Der debil grinsende Sting. 🙂

The Dark Knight Returns
Tatsächlich auf deutsch annehmbar. Leath Hedgers Paraderolle als Joker, wobei einem beim wiederholten Gucken doch etliche Fragen bezüglich der Logik kommen – aber hey, wir reden von einem Film in dem ein Milliardär sich als Superheld verkleidet…  Bin gespannt auf „The Dark Knight Rises“.

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Ein Gedanke zu „Filme in Kürze oder die Ausbeute eines Wochenendes

  1. Also, ich fand Sucker Punch gar nicht so schlecht.

    „Steampunk-Nazi-Zombies und Kriegsroboter, … hüpfen knackige Mädels in mehr oder weniger Bekleidung durchs Bild“

    Was will man mehr? 😉

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