Seriennostalgie

Momentan breite ich mich auf den kommenden Muppet-Film vor, der in den USA im November starten wird. Und ich bin sicher, die DVD ist eher importierbar als dass der hier in Deutschland anlaufen wird. (Halbes Jahr Verspätung?? Am Pufferfisch, ihr Lieben, am Pufferfisch.) Wer übrigens ein geschicktes und gutes Marketing erleben möchte, sollte sich mal das anschauen was Disney momentan mit den Muppets im Netz macht: Fake-Trailer, der Twitter-Account wird von Waldorf und Statler gemanagt – kicher – und Ms. Piggy, Kermit und die wichtigen Charaktere haben eine eigene Facebook-Seite. (Bei GooglePlus hätte Kermit wohl erstmal seine ID einschicken müssen.)

Auf Youtube gibts etliche der alten Muppet-Show-Folgen in Gänze zu sehen und obwohl mir die Gast-Stars meistens nichts sagen gucke ich die Folgen immer wieder gerne. Vor allem im Original, denn die Dialoge sind da doch ab und an schon ein wenig „erwachsener“ als in der ZDF-Dialogfassung. Gut, okay, ich beschwere mich nicht darüber, dass der Titelsong auf Deutsch überhaupt keine Ähnlichkeit mit dem englischem hat – wobei – also soo schwer ist „It’s time to play the music, it’s time to light the lights…“ nun auch nicht zu übersetzen, aber gut. Man kann ja nicht alles haben. Ob ich die Muppet-Show allerdings heute noch Kindern empfehlen würde? Das ist die Frage, sie wirkt ab und an doch etwas angestaubt und teilweise veraltet.

Was bei den „Fraggles“ merkwürdigerweise kaum der Fall ist. Gut, die Zwischenepisoden wenn Onkel Matt unterwegs ist sind natürlich zeitverhaftet, aber der Rest der Geschichten ist tatsächlich zeitlos. Wobei man von den Fraggles tatsächlich unterhaltend belehrt wird, auch wenn man das vielleicht als Kind nicht so ganz bemerkt. Aber da die Fraggles einen Hang zum Chaotischen haben macht das ja gerade so den Reiz aus. Schade, dass es auf Deutsch nicht alle Folgen auf DVD gibt, es fehlen wohl einige die nicht synchronisiert worden sind. (Noch ein Grund, warum ich englische DVD-Boxen bevorzuge. Siehe Life on Mars…)

Ansonsten habe ich nochmal die zwei Staffeln „The Adventures of Sherlock Holmes“ angeschaut – Jeremy Brett ist als Holmes einfach unschlagbar, sorry, Basil Rathbone. (Wobei die Audioabenteuer mit ihm nicht schlecht sind, die sind aber nicht kanonisch weil die nicht von Doyle sind. :-)) Klar, die Serie ist auch schon etwas behäbiger inszeniert als „Sherlock“, dafür aber ist sie halt etwas näher am Original dran. Manche Episoden sind ein wenig anders – Mycroft ist da doch etwas energischer in der einen Episode als in den Geschichten selbst. Aber im Großen und Ganzen sind die 50-Minuten-Folgen sehr schönes, viktorianisch angehauchtes Fernsehen. Ich weiß nicht, ob die Serie jemals hierzulande lief, aber ich vermute mal eher so – nicht.

Und da es diese spezielle Zeit des Jahres ist: „Neverwhere“ – „Fire and Fleet and Candlelight“ – die Serie sieht nach all den Jahren immer noch verdammt gut aus und ohne digitale Effekte. (Bis auf den Vorspann, der vom Macher der „Sandman-Comics“ stammt.) Und anschließend musste ich noch die vom Autor präferierte englische Textfassung lesen – leider hat Heyne bisher versäumt, diese ins Deutsche zu übersetzen soweit ich weiß. Schade eigentlich. Denn der neue Vorspann und die erweiterten Textstellen geben dem Ganzen doch mehr „Fleisch auf die Rippen“. 🙂 (Und anschließend dann gleich noch „American Gods“. Ich bin auf die Serie gespannt, die HBO daraus machen wird. „A Game of Thrones“ war ja schließlich brilliant…

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3 Gedanken zu „Seriennostalgie

  1. Wieso, der Muppet-Film läuft bei uns doch Anfang Januar an, soviel ich weiß. Trailer im Kino war schon mal genial.

    Die Sherlock-Serie mit Jeremy Brett habe ich glaube ich in den 80ern im WDR oder so gesehen.

    1. Das ist für mich definitiv viel zu lange – und verständlich ist es nicht, warum ein Film bei uns viel später startet als in den USA. Genauso unverständlich wie immer noch das Teilen von Serien-Staffeln Usus ist bei manchen DVD-Firmen… Ich denke, Mitte Dezember ist die Region-1-DVD erhältlich, das geht ja fix mittlerweile. 🙂

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