Serienpiloten: The Shadow Line – Survivors

Während hierzulande der deutsche Serienmarkt aus Konfektionsware besteht, sind die Briten etwas experimentierfreudiger. „Jackyll“ oder „Sherlock“ zum Beispiel. Das gilt auch für Krimiserien. Wobei: Survivors, ein Remake der Terry Nation Serie, ist eher im Bereich der Phantastik anzusiedeln. Aber beide Pilotfolgen sind sehr viel versprechend.

Am Beginn von „The Shadow Line“ steht der Mord an einem mächtigen Drogendealer, der vor kurzem erst begnadigt aus dem Knast entlassen wurde. Nun ja, klar, klassische Frage: Wer wars? Das Interessante aber ist, dass die Serie diese Frage von zwei Seiten beleuhtet. Einmal ermittelt die Polizei – wobei der führende Ermittler mit einer Kugel im Kopf rumläuft und sich an gewisse Dinge nicht erinnern kann, kennt jemand „Touching Evil“? 😉 – andererseits ermitteln auch die Gangster. Christopher Ecclestone ist einer von ihnen, der allerdings auch Probleme hat: Seine Frau ist erkrankt und wird wohl bald sterben. Der Look der Serie ist sehr abstrakt , unterkühlt – es wird viel mit kalten Farben gearbeitet. Dabei ist das Erzähltempo sehr ruhig, zu Beginn gibt es zum Beispiel fast fünf Minuten nur reinen Dialog zwischen zwei Polizisten, die die Leiche finden. Dank der komplexen Charaktere werde ich mir hier die nächsten 6 Folgen anschauen.

„Survivors“ ist ein Remaker der Terry-Nation-Serie aus den 70gern. (Terry Nation! Erfinder der Daleks!) Die Grundprämisse ist nicht sonderlich originell: Ein Virus löscht 90% der Bevölkerung aus, einige Immune überleben. So auch eine Mutter, die auf der Suche nach ihrem Sohn ist, der eventuell überlebt haben könnte – sie selbst hat sich ebenfalls nach drei Tagen erholt. Wie immer bei solchen Serien kommt es auf die Zusammenstellung der Überlebenden an. Hier ist der Knackpunkt, bei dem ich mir noch nicht sicher bin obs gut wird: Die Charaktere sind etwas schematisch. Der Gefangene, der seinen Wärter umbringt, der Playboy, der zum Frühstück erstmal Kaviar und Champagner trinkt… Das könnte in den nächsten Folgen noch interessanter werden, im Piloten allerdings erzeugts noch keine rechte Spannung. Ich schaue mir die nächsten zwei Folgen aber mal an. Freema Agyeman spielt übrigens mit, Companion des 1o. Doctors – allerdings nur kurz…

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