Das Ruhrgebiet rückt zusammen – nur im Science-Fiction-Bereich nicht

Jeden zweiten Freitag – eigentlich – trifft sich der Corona-Treff im Unperfekthaus in Essen um über Science-Fiction und Gott und die Welt zu reden. Das Unperfekthaus ist der ideale Ort für kreative Menschen und da Scotty, der Werbwolf eh sein Atelier im Keller hat – der ist Modellbauer – war das mit die beste Entscheidung.

Ich habe mich die letzte Woche beim Sortieren und Überdenken von Projekten, das mache ich alle drei Monate um zu schauen wo ich stehe und welche Projekte ich gegebenenfalls abgeben kann – so muss ich mich leider, leider aus dem aktiven Dienst des Corona-Magazines zurückziehen, seufz, aber es geht nicht anders – und habe mich gefragt woran es liegen könnte, dass der Corona-Treff nur vom harten Kern besucht wird. Bevor jemand aufschreit: Nein, natürlich läuft das Projekt noch weiterhin, logisch, aber es ist natürlich schade, dass es so gar nicht wahrgenommen wird.

Jetzt gibt es verschiedene Punkte, die als Grund herhalten könnten: Zu wenig Werbung. – Teilweise. In der letzten Zeit habe ich den Treff nicht mehr aktiv beworben, aber an zu wenig Werbung in Foren etc. pp. zu einem früheren Zeitpunkt kann es nicht gelegen haben, dass der Treff nach einem guten Start auf die Bremse trat. Jetzt könnte ich natürlich noch Flyer drucken lassen, Poster oder Postkarten – zumindest Flyer sind im UPH nicht das Problem, sofern sie fürs Projekt werben – aber mal ehrlich: Wer liest denn die Unmengen von Handzetteln noch? Ich erinnere mich an die FedCon im letzten Jahr. Da lagen auf den Tischen Dutzende von Flyern übereinander, nebeneinander, kreuz und quer und keiner hat die so richtig beachtet. (Ja, man kann Flyer natürlich auch geschickter verteilern, schon klar, dennoch fand ich es bezeichnend.) Was ich bisher nicht getan habe ist, den Termin beim Fandom-Observer eintragen zu lassen, ansonsten gabs ab und an mal eine Pressemitteilung für die Fanzines und eigentlich auch genügend Reklame dafür. Hmmm…

Ich glaube, das Problem liegt etwas tiefer. Während Aktivisten im Internet keine Probleme haben zum Twittwoch Ruhr zu kommen oder zu anderen Veranstaltungen, die mit dem eigenen Thema zu tun haben, scheint es im Ruhrgebiet an den Strukturen des Fandoms zu liegen. Da jede Stadt mehr oder weniger einen eigenen Stammtisch hat, nimmt man die Reise nach Essen nicht in Kauf. Da der Corona-Treff auch kein Programm an sich bietet, ist der Anreiz wohl definitiv nicht so groß. Wobei es natürlich wie immer bei Gruppen auch einen internen Hickhack gibt, weil die eine die andere nicht mag und wehe, man verbündet sich mit der, dann ist man gleich untendurch. Manchmal gleicht das Sf-Fandom eindeutig einen Kindergarten wenn ihr mich fragt. (Habt ihr schon mal beim offenen Forum des SFCD mitgelesen? Na, dann wißt ihr ja was ich meine…)

Wenn es ein strukturelles Problem ist, dann muss der Corona-Treff in Zukunft halt gezielt nur die Essener Fans in Visier nehmen, die sich nicht an einen Club binden möchten, aber gerne mit Leuten über SF reden. Also die Fandomgeneration-Y oder so. Ich werde mal dem Fandom-Observer nochmals Bescheid geben, damit der Termin aufgenommen wird und ansonsten: Jeden 2. Freitag ab 19:30 Uhr, Unperfekthaus, Essen. Schaut vorbei wenn ihr mögt, nächster Termin ist der 08. Juli.

Advertisements

Ein Gedanke zu „Das Ruhrgebiet rückt zusammen – nur im Science-Fiction-Bereich nicht

Kommentare sind geschlossen.