Twittwoch NRW: Nette Idee, aber…

Verbesserungen sind bekanntlich ja immer möglich und es ist auch total nett vom Medienforum NRW den Twittwoch an sich ins Programm aufzunehmen. Aber ich glaube, genau hier lag gestern das Problem: Der Twittwoch und das Medienforum bissen sich.

Jetzt weiß ich nicht ob der Twittwoch Düsseldorf normalerweise ist, weil ich den Twittwoch Ruhr bevorzuge, der ist halt näher dran an meinem Wohnort. Beim Twittwoch Ruhr liegt der Focus auch eher auf das Vorstellen von neuen Projekten, das Zeigen von Tools zum Thema und vor allem beim anschließendem netten Miteinander. Beim Twittwoch NRW hat man den Fehler gemacht, den zu sehr mit dem Medienforum NRW zu verzahnen anstatt ihm eine eigene Prägung zu verleihen. Soll heißen: Statt der Diskussion hätte man was anderes machen sollen.

Wobei: Auch Diskussonen können spannend sein. Doch hier hatten wir das Übliche: Einen Moderator, der sich von Thema zu Thema langhangelte. Drei Gäste, die zwar unterschiedliche Positionen vertraten, diese aber im Phrasengewäsch erstickten. Parteiaktivistin, die natürlich dann die neue Erkenntnis brachte, Kampagnen und Social Web, also traditionelle Kampagnen, natürlich klappten die im Netz nicht. (Boah, wer hätte das gedacht.) Der Mitmacher von ZDF-Online steuerte irgendwas zum Thema Glaubwürdigkeit bei und radikal anders war dann der Agentur-Mensch. Gähn. Ich war dann nach knapp eine halben Stunde draußen. Tut mir leid, aber mit dem Thema Twitter an sich – was ich eigentlich erwarte wenn das Twittwoch heißt – hatte das nur am Rande zu tun.

Liebe Organisatoren: Ja, nette Idee das alle drei Twittwochveranstalter was gemeinsam machen. Toll, dass das Medienforum den Rahmen gab. Freibier – super. Aber beim nächsten Mal bitte das Konzept radikal überdenken, das wäre schon von Nöten.

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