Brauchen Social Media Manager eigentlich noch eine statische, langweilige Homepage?

Eine Frage, die mich seit längerem umtreibt: Brauchen Menschen, die sich den Beruf des Social Media Managers erwählt haben – einen Beruf, der momentan übrigens komplett neu entsteht und es ist spannend zu sehen, was sich da entwickelt in der Hinsicht – eigentlich noch eine Homepage? Also eine in HTML, CSS, Flash oder was auch immer erstellte Webseite?

Die Frage ist nicht unberechtigt, denn als Social Media Manager sollte man eh in allen Netzwerken – oder fast allen, also den wichtigsten – aktiv sein. Profile haben. Sich umtun, sich mit den Funktionalitäten beschäftigen. Die Cloud-Community, die man dann um sich aufbaut, ist die nicht wichtiger als eine Homepage, auf der man eh nicht immer das aktuellste sieht?

Ich gehe mit Eva Ihnenfeldt d’accord: Ein Blog sollte essentieller Bestandteil des eigenen Kommunikationsprofils sein – als Zentrale zum Zusammenlaufen aller Interaktionsfäden ist das unumgänglich. Oder das, was Frank Tentler macht, wenn er den Dienst flavours.me „zweckentfremdet“ für seine Projekte. 😉 Einen Knotenpunkt braucht man natürlich. Da man bei Blogs auch statische Seiten erstellen kann, kann man hier auch seine Referenzen ablegen und weitere Informationen. WordPress lässt sich ja sogar zum CMS umbauen wenn mans möchte. Ja, da bin ich durchaus einer Meinung mit meiner Kollegen Eva Ihnenfeldt – das braucht man.

Aber Webspace mieten, in HTML oder Dreamweaver rumfummeln, dann die ganzen RSS-Feeds einbauen… Also – meine Sache ist das jedenfalls nicht. Da zudem die Tätigkeiten und Fähigkeiten eines Social Media Managers eh daran gemessen werden müssen, was er im Internet kommuniziert – wie eigentlich jeder im Beruf an seinen Fähigkeiten gemessen wird – ist eine normale Homepage zumindest für diesen Beruf für mich persönliche obsolet. Viel spannender ist die Cloud-Community und das, was passiert wenn man kommunkativ ist. Ein Berufsprofil kann man bei XING erstellen und für Google freigeben. Dort verlinkt man dann auf die eigene Facebook-Fanpage – übrigens, ich habe auch eine – auf Twitter oder auf andere Netzwerke. Fertig. Und bei XING kann man ja auch seinen PDF-Lebenslauf reinstellen wenn man muss. Bewerberhomepages? Sowas von 2000…

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3 Gedanken zu „Brauchen Social Media Manager eigentlich noch eine statische, langweilige Homepage?

  1. Sehe ich prinzipiell ähnlich. Es kommt natürlich immer auf das jeweilige Projekt an. Aber selbst wer eine Homepage im „statischen Look and Feel“ haben möchte, kann mittlerweile auf schlanke WordPress-Themes zurückgreifen, die genau diesen Eindruck vermitteln und überdies komfortabel zu editieren sind. Im Quellcode herumwühlen, nur um einen neuen Text online zu stellen, möchte wohl niemand mehr. Trotzdem halte ich Kenntnisse in HTML und CSS für außerordentlich hilfreich – auch und gerade bei Blogs und CMS-Systemen. Und mit SEO sollte man sich natürlich auch beschäftigen.

  2. Ich arbeite mit vielen Recruitern und HR managers im Bereich Social Media in Unternehmen. Um sich ein Bild der Bewerber zu machen, scannen viele Personalteam das Social Web, um Kommunikationsfaehigkeiten, Social Skills, Teamgeist und die Erfahrungen mit Blogs und anderen Social Medien zu begutachten. Dabei geht es nicht um die Menge der Connections sondern um die Qualitaet. Wichtig jedoch sind Empfehlungen, Kommentare auf den Blogs und der aktive Austausch mit anderen. Anstatt einer eigener Website mit schoenen Bildchen, sich via Slideshare oder YouTube vorzustellen, ist 100% hilfreicher.

    Viele Personalteams arbeiten bereits mit Monitoring und Reporting Tools, daher bitte darauf achten, sein eigenes Profil wie den eigenen Brand anzugehen. Photo und Name im Profil sollte ein eindeutiges Erkennen ermoeglichen. Um jegliche Missverstaendnisse zu vermeiden, ist eine virtuelle Businesscard mit einer LIste aller Social Networks empfehlenswert – ich benutze hierfuer Xeesm http://xeesm.com/maritar (disclosure Ich arbeite fuer Xeesm)

    Viel Erfolg bei der Jobsuche.

    Marita
    http://xeesm.com/maritar

  3. Mit der Technik muss man sich beschäftigen, richtig. Eventuell auch mit den notwendigen Programmen wie Deamweaver zum Erstellen von Homepages – wobei: Ist das noch Aufgabe des Social Media Managers oder nicht eher die Sache der IT-Abteilung?

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