Dezentrales Coworken

Ein Argument, das heute beim Gespräch im Glück – mittlerweile eines der vorzugten Treffpunkte für Gespräche um Social Media in Duisburg – kam war, dass eingesessene Leute kaum ihre angestammten Büros verlassen würden. Da ist durchaus was dran – wobei, wer als durchreisender IT-ler hier in Duisburg sitzt und nicht weiß, wo er arbeiten soll könnte natürlich einen festen Anlaufpunkt gebrauchen. Nicht jeder kennt die Standorte mit WLAN und netten Menschen – und gutem Kaffee.

Das Dezentrales Coworking ist jedenfalls eine interessante Idee von Frank Tentler: Man spricht sich vorher ab und setzt sich zu einem Thema zusammen – ob im Cafe, im Büro des Freelancers selbst oder wo auch immer es WLAN gibt und Strom. Und wenn man das dann so einplant, dass man halt auch relativ feste Termine hat, damit Außenstehende vorbeikommen können wenn sie in der Stadt sind und arbeiten müssen hätte man eigentlich ja beide Vorteile. Kosten entstehen ja in jedem Fall, ob nun für denjenigen der einen „zentralen“ Coworking-Platz betreibt oder für den, der halt im Restaurant seinen Verzehr bezahlt. Nachteil natürlich: Konferenzräume – gibts eher nicht. Auch Räume für Veranstaltungen, wie sie der CoWoDo anbietet – Buttonmaschine! – sind so natürlich nicht möglich. Fragt sich aber, ob man das auch wirklich immer braucht und ob man dann nicht auch ad hoc Räume anmieten kann.

Jedenfalls: Eigentlich machen wir das hier in Duisburg ja schon irgendwie. Und es funktioniert ganz gut. Wenngleich ich manchmal auch das Gefühl habe, die verabreden sich ohne dass ich Bescheid per Twitter oder Facebook bekomme. Tsk, muss reine Einbildung sein. 😉 Warten wir einfach mal ab ob sich das Konzept weiterhin bewährt. (Wobei ich mich auch frage, wenn ein bekanntes Duisburger Unternehmen sowas wie das Haus der kleinen Forscher unterstützt, warum sollte sowas nicht auch für einen zentralen Coworkingplatz möglich sein? Aber egal, momentan ist es gut so wie es ist.)

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Ein Gedanke zu „Dezentrales Coworken

  1. Einen Vorteil hat das „Dezentrale CoWorking“ auch: man ist sehr flexibel und kann den Ort näher an seinen Wirkungsbereich ziehen. Ich bin wirklich gerne im Unperfekt Haus in Essen, aber um sich mit der Duisburger Social-Web-Szene zu treffen, die z. Zt. sogar noch weit vor der Berliner mein wichtigster Know-How-Hub ist, geht das nicht.
    Man kann zwar sein eigenes Büro öffnen (s. mein „unOffice“), aber selbst da ist regelmässiger Besuch immer mit zusätzlichem Aufwand für Besucher und Einlader verbunden.

    …ausserdem kocht keiner von uns so gut 🙂

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