In der Diaspora

Ein soziales Netzwerk, dass einen kirchlich geprägten Begriff hat: Diaspora. Seit einiger Zeit bin ich dort auch aktiv und stelle fest, dass sich meine rein persönlichen Postings mehr und mehr dorthin verlagern, ohne dass ich das jetzt groß geplant hätte. Diaspora ist noch im Alpha-Stadium – also praktisch ganz klein und niedlich und frisch – und momentan ist man (noch) ziemlich alleine da obwohl der überwiegende Teil der Online-Mischpoke schon vor Ort ist.

Ob Diaspora das neue Facebook wird: Gute Frage. Diaspora macht jetzt jedenfalls schon einige deutlich besser als Facebook, es mangelt aber noch an den Dingen, an die man sich bei Facebook so gewöhnt hat. Es gibt weder eine App fürs iPhone, noch eine mobile Seite – jedenfalls habe ich keine entdeckt – noch irgendwelche besonderen tollen Anwendungen. Außer Cubbi.es – das ist toll, eine Art Posterous-Schnell-Merkteil für Bilder. (Die werden nicht lokal dort gespeichert, sondern nur die Links dazu.) Was Diaspora deutlich besser macht: Während man bei Facebook in unzähligen Menus herumsuchen muss für die Listen, werden diese bei Diaspora einfach und schnell angelegt. Und dann kann man die Kontakte den einzelnen Aspekten auch problemlos zuordnen. So kann man dann bestimmen wer welche Inhalte sehen darf. Bei Facebook ist das umheimlich kompliziert, deswegen machen das wohl auch nur wenige.

Im Gegensatz zu Identi.ca, dass ich nicht mehr aktiv nutze – was unter anderem daran liegt, dass es für Twitter Desktop-Clients gibt, die besser als Thwirl sind, ebenso wie es Img.ly ja bisher noch nicht als Dienst zu Tweetdeck geschafft hat und man, ist das Teil vom iPhone aus nicht bedienbar, es geht einfach nicht über die Webseite – könnte Diaspora durchaus was längerfristiges werden. Und da ich bekanntlich eher kein Fan von Alles-mit-allem-unbedingt-verbinden-müssen bin, gibts auch keine Doppelpostings zu Facebook. Denn die Antworten darauf müsste ich dann ja wieder bei Facebook nachsehen – und das ist zuviel Doppelarbeit. Muss nicht sein. (Was mich auch bei Identi.ca immer gestört hat übrigens: Ja, man kann es mit Twitter nutzen, aber man braucht dann beide Accounts weil die Antworten halt nur bei Twitter landen und Retweets und so ein Kram eh. Zu aufwändig.)

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Ein Gedanke zu „In der Diaspora

  1. Es gibt doch eine mobile Seite. Musst im Handy allerdings die Option für mobile Seite aktiviert haben.

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