Doctor Who – Staffel 6 so bisher: Whow!

Zu sagen wir hätten momentan die Halbzeit bei der aktuellen Doctor-Who-Staffel erreicht wäre etwas übertrieben – der zweite Teil des traditionell in der Mitte der Staffel liegenden – ähm – Zweiteilers, also Folge 6, steht uns noch bevor und bei 13 Folgen pro Staffel eine Mitte zu finden ist auch so eine Sache. Aber was Steven Moffat da als Produzent momentan auf die Beine stellt ist – mit Verlaub – ganz große Unterhaltung und stellenweise auch wirklich ganz großes Kino. (Na ja, ein paar Folgen hängen halt immer etwas durch.) Ich versuche so spoilerfrei wie möglich zu bleiben.

Ungewöhnlich: Die Staffel beginnt mit einem Zweiteiler. Einem, der den definitiven McGuffin überhaupt anstößt – ähm – also eigentlich zwei – und dessen zweiter Teil, The Day of the Moon, meines Erachtens etwas zu wirr geraten ist – das wollte Moffat wohl ein bißchen zu viel des Rätselratens anstoßen und die Gegner sind auch irgendwie zu nebulös. Die sind also auf der Erde um – aha – und weil – na ja, aber widerspricht das nicht eigentlich dem Finale der Staffel 1? Ach so, okay, doch nicht. Allerdings: So allmählich wird das mit den Tunneln unter der Erde ja auch überstrapaziert – ähm – Racnoss?
Insgesamt aber ein sehr atmospärisch dichter Zweiteiler, der packend ist und neben den beiden Rätseln für die Staffel auch einige wunderschöne Dialoge hat. (Was im Nachhinein auch das Verhalten von River in Staffel 4 erklärt. Aber okay, das ist ja nicht zu schwierig zu schreiben so im Nachhinein. Also in der aktuellen Staffel.)
Bei der dritten Folge habe ich nichts erwartet und bin gut unterhalten worden. Piraten, Fluch, digitales Segelschiff auf digitalem Wasser… Und am Ende halt wieder die klassische Erklärung für die Geschichtsfolgen. Also ihr wißt schon, immer wenn der Doctor zuletzt in der Geschichte unterwegs war, waren es am Ende – genau…

Neil Gaiman! Schreibt! Folge! Atmosphärisch total toll – die Anfangsszenen und zwischendrin auch verflixt gruselig. Von der Handlung her – da bin ich mir nicht so sicher. Sicher ist die Folge gut gemacht und Spannungsbögen sind auch jede Menge drin – im Endeffekt ist das aber eher so eine Art „Wagenklau“-Geschichte. Da hätte ich von Gaiman etwas mehr erwartet, aber na schön – Punkte gibts halt für die diversen skurrilen Ideen in der Folge. Zwei linke Füße. Oh, und O. natürlich.

Und die aktuelle Folge – warum denke ich da an eine Spezies, die man in der ersten Staffel der neuen Serie zu sehen bekommt? Jedenfalls ist das offenbar eine Folge, bei der man mit dem Etat etwas sparsamer umgehen musste… 😉 Von der Handlung her ist das leider das Übliche bei sowas – na ja. Aber immerhin vom Autor von „Life on Mars“. Mit einigen netten Ideen, doch. Und jetzt bin ich gespannt, was in dieser Woche passiert – wobei der Cliffhanger ja eigentlich kein Cliffhanger in dem Sinne ist… (Hmm, ich tippe ja immer noch auf die Anfangsentwicklung von Plastic People…)

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