The Cape: Nett – mehr aber auch nicht

Während ich von A Game of Thrones begeistert und von Doctor Who hingerissen bin – du meine Güte, was für ein Staffelstart – ist The Cape – na ja – also – erstens wurde die Serie mitten in der ersten Staffel abgesetzt, zweitens haben wir seit „The Dark Knight“ einen gewissen Anspruch an Superhelden und spätestens seit „Heroes“ – also Staffel 1 wenigstens – und so ist The Cape halt – nett. Und das ist das Schlimmste, was man über eine Serie an sich eigentlich sagen kann.

Die Story ist schnell erzählt bzw. im Trailer auch gut zusammengefasst: Guter aufrechter Cop entdeckt, dass sein Arbeitgeber schmutzige Geschäfte macht, der zufälligerweise auch der Superschurke der Stadt ist – „Chess“, hmpf, schon der Name alleine – und der dann den guten aufrechten Cop in eine Intrige verwickelt, so dass der für den Schurken gehalten wird – ach ja und für tot auch noch. (Unheimlich praktisch, sowas.) Cop gerät an eine Gaunerbande, die ihn erst umbringen will, aber nachdem er die Keykarte für sämtliche Tresore übergibt auf einmal unheimlich nett werden und von denen er dank Zaubertricks und Hypnose halt einiges lernt um schließlich The Cape zu werden. Unterstützt wird er von der Bloggerin – BLOGGERIN, jaha – Orwell aka Summer Glau und natürlich muss er jetzt die Stadt schützen, schafft es aber noch dramatisch-pathetisch seinem Sohn als Superheld zu erscheinen. Schnüff. Tränchenverdrück. Ach ja: The Cape nennt er sich dann, weil das der Lieblingscomicheld des Sohnes ist…

Eigentlich ist die Prämisse gar nicht so schlecht. Eigentlich. Das Problem ist, dass The Cape sich selbst unheimlich ernst nimmt und nicht die Spur einer Selbstironie bietet, mit der die Serie vielleicht hätte durchkommen können. Der Plot ist typisches Superhelden-Drama-Gedönse, das reißt heute keinen mehr so recht vom hocker – die Guten sind hier total gut, die Bösen total böse, die geheimnisvolle Bloggerin ist total geheimnisvoll und die Ersatzfamilie sind zwar Gauner, aber haben doch ein gutes Herz. Meine Güte, das ist so klischeehaft und dummdreist, dass kann man nur mit Ironie genießen. Leider hat das die Serie nun so absolut – nicht. Pathetisch, dramatisch – eigentlich total unnötig.

Allerdings kann die Serie unterhalten, wenn man mal vergißt, dass das alles todernst gemeint ist. („Chess“ als Schurkenname, als echt jetzt mal.) Und es gibt Summer Glau – wenigstens ein Grund die Serie zu gucken… Ansonsten: Netter Versuch, aber es gibt Besseres. Und da die Serie eh nur eine Staffel hat, lohnt sich eigentlich nicht das anzufangen. Es sei denn, es gibt momentan nichts Anderes. (Boah, Doctor Who – also holla – also echt jetzt – boah…)

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