Asterix und Obelix: Die Lorbeeren des Cäsar

Irgendwann habe ich mal bestimmt alle Asterix-Bände als Hardcover in der Wohnung stehen – das kann aber noch eine Zeitlang dauern, bis dahin muss es ab und mal ein Paperback sein. Eine Folge des Pergamon-Aufenthaltes 😉 ist natürlich das Interesse für das Leben in einer Metropole in der  Zeit. (Wobei Julius Cäsar und unser Pergamon-Charakter sich natürlich nie im realen Leben begegnet wären. Da liegt doch etliche Zeit dazwischen.)

In „Die Lorbeeren des Cäsar“ verschlägt es Asterix und Obelix wegen einer Prahlerei von Majestix – der unbedingt seinem Schwager Homöopatrix ein Ragout zubereitet mit dem Lorbeerkranz Cäsars servieren will, latürnich! – in das antike Rom. Das Missionsziel ist klar, aber wie kommt man in den Palast Cäsars? Und wie an den Lorbeerkranz, von dem Cäsar sich eigentlich nie trennt – also jedenfalls im Comic nicht…

Das Beste am Comic ist die Art, wie in die Geschichte eingestiegen wird – knapp anderthalb Seiten vergehen bevor Asterix und Obelix auftauchen. Und dann dreht man in einem Panel die Zeit anschaulich zurück um zum Anfang des Ganzen zu springen. Das hat durchaus etwas Filmisches. Ansonsten taumelt die Geschichte leider von Episode zu Episode ohne irgendwie stringend erzählt zu werden – Zufall folgt auf Zufall und so plätschert das Ganze vor sich hin. Der Einblick in das Leben von Homöopatix, der schon sehr „verrömlicht“ ist und dessen Haus in Lutetia mehr einer römischen Villa als einem gallischem Haus ähnelt ist dabei sehr nett, grandios auch die Gerichtsszene und amüsant die Episode mit den Neureichen. Ansonsten: Nicht der beste Asterix-Band aller Zeiten, gegenüber den Ausfällen der letzten Zeit – „Asterix und Latraviata“, „Gallien in Gefahr“ – aber immer noch Gold.

(Das Cover entspricht übrigens der ersten Ausgabe. Offenbar hat man aus politischer Korrektnesshaltung Asterix und Obelix rote Nasen, Obelix ist ja auch tatsächlich viel und gern besoffen in der Geschichte, ein wenig geschönt… Tsk.)

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