Monkey Island SE für iPhon: Toll, aber…

Hach, Monkey Island. Damals. Als man noch so Sätze bildete wie „Benutze Huhn mit Seil“ oder so Sätze anklicken konnte wie „Du kämpfst wie ein dummer Bauer“ – hach, der fieses LeChuck: „Bist du nicht froh tot zu sein“? hach ja. Das kennen die jungen Hüpfer natürlich alle gar nicht mehr. Und ich glaube, für die wäre es ein echter Schock wenn die das Teil sehen würden… Graphik sowieso.

Aber hurra – Monkey Island gibts ja jetzt in einer SE mit neuer verbesserter Graphik – und obwohl ich etwas skeptisch war: Die ist total toll gemacht. Vor allem hat man die Gags und Rätsel des Originals nicht angerührt. Was einem in Erinnerung bringt wie verdammt schwer das Teil eigentlich ist. Verdammt schwer. Aber immer noch so spaßig wie eh und je.

2,39 kostet das im Appstore und macht eigentlich eine gute Figur. Aber so zwei, drei Dinge sind dann doch etwas störend. Dazu gehört die lästige Autosave-Funktion – ein paar Minuten spielen, schwupps schaltet sich das Menü ein und man muss dann den Spielstand abspeichern, sonst gehts nicht weiter. Das nervt  natürlich. Im Laufe des Spiels legt sich das wohl, aber dennoch – kaum ist man bei LeChucks erstem Auftreten – zack – Unterbrechung. Lästig.

Was auch nicht so toll ist – die Steuerung ist zwar fürs iPhon optimiert, aber verdammt hakelig. Ab und an brauchte ich drei Anläufe um durch eine Tür gehen zu können und den roten Fisch – gnihihihihi – der Möwe zu entreißen war echt anstrengend weil man den Reaktionspfeil nicht so schnell steuern kann wie man möchte. Und wenn man irgendwas ganz unten in der linken Ecke machen möchte poppt immer das Inhaltsverzeichnis mit den Dingen auf. Weil man da an das Truhensymbol gerät ob man will oder nicht.

Und warum gibts bei dem Spiel nicht die Möglichkeit, die Original-Titel zu lesen? Statt der deutschen als Option? Wenn ich im Zug spiele muss ich natürlich das iPhon lautlos stellen und bin dann auf die deutsche Dialoganzeige angewiesen – und die ist – humpf…

Alles in allem aber ist Monkey Island SE noch genauso wie ich es in Erinnerung hatte. Lustig. Sarkastisch. Und sauschwer.

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