Was ist eigentlich dieser Qualitätsjournalismus?

Ein Gespenst weht durch das Internet: Es ist das des Qualitätsjournalismus. Denn bisher war a) entweder keiner willens oder b) wußte das der Diskussionspartner auch nicht bisweilen gabs noch das Argument c) also DAS da – hier bitte Beispiel der eigenen Art einfügen – ist er nicht wenn ich versuchte in einer Diskussion zu erfassen was denn dieser Qualitätsjournalismus sein soll.

Man kann natürlich eine ganze Reiche von Option c)-Beispielen zu Rate ziehen und definieren, was KEIN Qualitätsjournalismus ist. Dann müsste man ja, wenn man all die Fehler vermeidet die die Beispiele so treffend geben ja dann eigentlich DEN Qualitätsjournalismus herausfiltern können. Was ja dann spielend einfach sein müsste, aber offenbar habe ich als Watzlawick-Kenner – ihr wißt schon, „mehr des Guten ist nicht immer Besser“ – irgendwie da meine Zweifel.

Denn dass der Qualitätsjournalismus die Einhaltung des Pressecodex ist erscheint mir auch als Lösung irgendwie viel zu einfach. Wenn es nur das wäre, hätten wir den Streit – der immer wieder entfacht wird – ja schon längst ad acta gelegt. Aber dem ist ja nicht so und täglich kann man den Begriff des Qualitätsjournalismus in den Medien hören, bevorzugt wird er übrigens von Journalisten im Mund geführt. Selten mal von Bloggern. Könnte was bedeuten, aber ich kenne ja nicht alle Blogs dieser weiten Welt insofern könnte es sein dass meine subjektive Wahrnehmung mir hier einen Streich spielt – aber – keine Journalistenpodiumsdebatten-Diskussion ohne Qualitätsjournalismusbegriff.

Vielleicht könnten wir uns aber erstmal irgendwie darauf einigen was wir denn alle mit diesem Begriff selbst, also dem des Qualitätsjournalismusses, nun exakt meinen? Was ja durchaus das Problem sein könnte: Wir reden alle über Qualität im Journalismus, aber jeder meint was anderes. Perfekte Orthographie ist auch eine Qualität. Texte gliedern ebenfalls. Guter Stil bestimmt auch. Bevor wir aber – und jetzt schiebe ich den Schwarzen Peter mal bewußt den Journalisten zu, denn schließlich müssen die definieren was das sein soll wenn die dauernd davon reden, ich als Texter und Blogger bin da eh außen vor 😉 – wortklauberisch werden müssen wir erstmal ein Wort genau ausdefiniert haben bevor wir uns beschuldigen können keinen Qualitätsjournalismus zu machen.

Also? Macht!

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