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Bombe entschärft – Neudorf steht

Die Bombe ist also entschärft worden – gegen 12:52 meldete – ja – wer wars eigentlich als Erster? Wars Duisburg.de? Die WAZ?
Laut der Twitter-Suchfunktion wars: Das Zebrablog. Ich glaube die Suchkriterien sind sehr stichfest. ;-)

Nein, das Fass des “Da war Twitter mal wieder schneller als die Zeitungen” lassen wir mal hybsch zu. Interessant war aber dennoch das Verhalten der WAZ bzw. der RP. Die WAZ war bei Twitter relativ rasch dabei – siehe oben. Und zwar zuerst mit einem vorläufigem Bericht, der eigentlich nur das wiedergab was man eh schon wußte – schreib: Die Infos von Duisburg.de mit ein, zwei dürren Infos angereichert. Okay. War halt ein Vorbericht, da war noch nicht viel passiert. (Ich frage mich dann aber natürlich, warum man es nicht ganz gelassen hat bzw. zeitnäher berichtet hat.)

Schön. Wenig später dann die Meldung: Bombe entschärft. Auf Twitter gabs dann die Hinweise auf den WAZ-Artikel bis dann die Endfassung stand. Der Vorbericht ist noch online - siehe Kommentare drunter. Es gibt allerdings auch einen NRZ-Artikel und einen WAZ-Artikel über das Geschehen. Vorbildlich. Doch, doch.

Erstaunlicherweise taucht die RP nicht bei der Twittersuche auf. Hmm – Neudorf, Bombe, Duisburg… Hmmm… Dabei twittert die RP und ich habe heute auch einen Eintrag zur Duisburger Entschärfung gesehen. Einen Artikel gibts jedenfalls dazu. Seit Nachmittag rätsele ich darüber was ein Polizeihubscharuber sein könnte. Wobei der Artikel neben den anderen Orthographiefehlern noch eine Merkwüdigkeit aufweist: Die Bombe soll gesprengt worden sein. Also: Entweder die Bombe ist gesprengt worden oder nicht. Konjunktiv ist immer schlecht – vor allem dann wenn man als Zeitung harte Fakten liefern sollte oder möchte oder könnte oder Qualität. Der Rest des Artikels erweckt auch nicht gerade den Eindruck als sei da jemand vor Ort gewesen. Geschreibe denn, dass ein Lektor den Artikel mal durchgesehen hätte… Scharub, scharub.

Klar, dass Duisburg.de auch was hat. Hier weicht interessanterweise die Anzahl der Personen ab, die evakuiert worden sind: Der Bericht der Stadt spricht von 2000, WAZ und NRZ nur von rund 1500. Exakt 1500 steht bei der RP. (Murmel, murmel, murmel – durch 3 geteilt passt das dann wohl irgendwie. ;-) ) Ebenfalls berichtet die Stadt noch von Leuten, die in der Oststraße um 11:00 Uhr einkaufen wollten.

Mich hat das Ganze nicht so unbedingt betroffen, da ich zu der Zeit gerade mal wieder Regale aufgeräumt habe. Erstklässler, seufz. :-)

Übrigens, liebe RP: Nein, die Bombe ist nicht gesprengt worden. Sie ist nach der Entschärfung weitertransportiert worden. Jedenfalls laut WAZ. Bitteschön, kein Ding.


“Werden Sie eigentlich morgen auch evakuiert?”

Es ist Rosenmontag und meine Hosen sind noch in der Reinigung. Perfekter Zeitpunkt also sie am frühen Mittag abzuholen. Was in Köln nicht möglich gewesen wäre. Deswegen liebe ich Duisburg ja auch: Karneval feiert man aber nicht über Gebühr. Als ich also reingehe um meine Hosen abzuholen ist die Reinigungsfachkraft am Telefon und ich höre: “Ja, das ist dann morgen. Hab den Zettel hier noch liegen. – Tja, was soll ich denn machen? Okay.”

Da denkt man sich natürlich zuerst nichts dabei, Zeit habe ich, Hosen hängen auch schon und dann kommt eine andere Kundin herein. Mittlerweile hat die Dame hinter der Theke das Telefonat beendigt und fragt ganz aufregt die Neukundin: “Haste das mit der Evakuierung morgen schon gehört? Ich muss wohl den Laden dichtmachen.” Sie greift hinter die Theke und holt einen Zettel raus. “Mußt mal schauen ob du sowas auch im Briefkasten hast, wenn ja, biste auch davon betroffen.” Es ist ein amtliches Schreiben der Stadt Duisburg, auf der Vorderseite steht man habe auf dem Gelände an der Pappenstraße – dort wo das neue Berufskolleg hinsoll, ja, das mit der Public-Private-Partnership-Finanzierung – eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und der Bereich darum wird evakuiert.

Auf der Kopie war nun nicht so ganz deutlich ob die Oststraße – also die Fußgängerzone jedenfalls – nun zur Sicherheits-Zone oder zur Evakuierungs-Zone gehört, aber die Dame hinter der Theke meinte, der Bereich der Fußgängerzone würde ebenfalls evakuiert und wo ich denn wohnen würde. Ich wohne in der Nähe der Uni. Nach mehrmaligem Studieren des Plans würde ich wohl eher in die Sicherheits-Zone fallen. Da ich allerdings morgen ganz normal arbeiten gehe – und zwar nicht in Neudorf – würde mich das Ganze nur dann betreffen wenn die Evakuierung bis 17:00 Uhr nicht aufgehoben worden sein würde.

Da ich nun keinen Zettel im Briefkasten habe – “wenn mir Sonntag jemand was reinschmeißt achte ich doch da auch nicht vor Montag drauf” so die Kundin in der Reinigung – habe ich das gute alte Internet gefragt, denn Duisburg ist ja bekanntlich webaffin:

In der Evakuierungszone, die sich zwischen Mülheimer Straße, Graben- und Oststraße befindet, wohnen rund 1500 Menschen, in der 500-Meter-Sicherheitszone weitere 7600 in Neudorf und Duissern. 250 Meter rund um den Bombenfund befinden sich unter anderem Verwaltungsgebäude der Stadt, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt sowie die Versuchsanstalt für Binnenschiffbau an der Memel- und Bismarckstraße, die Gesamtschule Mitte an der Pappenstraße, das Tectrum, Gebäude der Universität Duisburg-Essen, ein Kindergarten und verschiedene Betriebe und Arztpraxen. Das Hallenbad Neudorf an der Memelstraße wird am Dienstag morgen ab 9 Uhr geschlossen sein – Frühaufsteher können ab 6.30 Uhr schwimmen. Nach Beendigung der Entschärfungsarbeiten wird das Bad voraussichtlich am Nachmittag wieder geöffnet. [...]

Das Gebiet der Evakuierungszone – bis zu einer Entfernung von 250 Metern vom Fundort der Bombe – muss am Dienstag, 16. Februar 2010, bis 11 Uhr, geräumt sein. Als Aufenthaltsraum steht für diese Zeit die Pausenhalle der Zweigstelle der Gesamtschule Mitte, Falkstraße (Zugang Oranienstraße) zur Verfügung.

Ah – ja. Nun, da ich keinen Zettel im Briefkasten hatte könnte ich davon ausgehen nicht betroffen zu sein. Ich bin morgen früh sowieso wie immer zur Arbeit und komme gar nicht in den Kernzeiten wieder nach Hause – insofern werde ich wohl auch nicht anrufen sondern morgen aufmerksam verfolgen ob die Entschärfung der Bombe gelungen ist.

Ist das Gelände eigentlich schon komplett saniert? Mir war so als ob da irgendwie Industrieabfälle… Aber ich kann mich auch irren. Bin mal gespannt ob das die einzige Bombe war oder ob da noch etliche folgen. Neudorf war, wenn ich das richtig erinnere, im Zweiten Weltkrieg wegen der Nähe zum Bahnhof ein sehr bevorzugter Platz zum Bombardieren…


19.06.: Tag der Oststraße

Heute hingen die ersten Plakate für den Tag der Oststraße in den Läden. Und wie immer ist der relativ eng an meinem Geburtstag. Diesmal GANZ KNAPP DAHINTER – nein, es ist keine Absicht, dass ich das immer – wieder – mal – erwähnte – nein – Wunschzettel? Schön dass ihr fragt, der ist oben verlinkt… ;-)

Jedenfalls wird das, sofern ich nach dem Kettcar-Konzert einen einigermaßen klaren Kopf habe eine schöne Sache. Und wehe, ich verpasse Herrn Brandt – der war doch tatsächlich am 01.06. in GROSSENBAUM! AAAAHHHHH! Unbedingt nachschauen ob seine Webseite einen RSS-Feed hat… Hat sie sicherlich. Bestimmt. Und ich muss nochmal fragen ob ich ihn für meinen persönlichen Podcast interviewen darf – und wenn ein gewisses Radio ganz, ganz clever ist setzt es sich jetzt auf die Hinterbeine, setzt sich mit dem Sekretariat in Verbindung und bereitet sich auf den Oberbürgermeisterwahlkampf vor. Es gibt Studenten, die studieren Politik an der UDE…

Update:
Wer sich dafür interessiert was Jürgen C. Brandt, der Oberbürgermeisterkandidat der SPD für 2009, zu sagen hat, der höre sich einfach den Podcast vom 20.06. an.


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