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M*A*S*H: Staffel Eins

Als ich heute über den Markt der Eitelkeiten schlenderte, bemerkte ich mit Wohlgefallen dass etliche Serien entweder komplett auf DVD in Deutschland zu haben sind – nicht, dass ich das unbedingt brauchen würde, heutzutage ist jeder sein eigener Importeur – oder dass diese im Preis gesenkt wurden.

So freut es mich dass wohl die Addams-Family komplett zu erwerben ist – für wenig Geld. Ashes to Ashes hat den Weg nach Deutschland gefunden, die Nachfolge-Serie zu “Life on Mars”, okay, warum man “Reich und Schön” – Gruß an Dirk van den Boom – unbedingt auf DVD pressen musste, gut, aber als Käufer der ersten Staffel von “Falcon Crest” halte ich mich da mal zurück. (Dynasty? Dallas? Nie im Leben, aber “Falcon Crest” – unbedingt. Hat aber eher was mit Nostalgie zu tun.) Big Bang Theory ist jetzt bis Staffel 3 da – Boardwalk Empire hats irgendwie aber noch nicht so ganz geschafft. Okay, eine Serie wo es um Gangster und Alkoholschmuggel und Verbrechen und so geht – interessiert ja hierzulande kein Schwein. (DOCH! MICH! Aber ich möchte den Rest der Serie auf harten Scheiben mit Extras gucken anstatt bei iTunes das Teil runterzuladen und dann das noch nicht mal an Freunde weiterleihen zu können wegen des beschissenen Kopierschutzes auf den Dingern!) Nicht mißverstehen: Zum Serienantesten ist iTunes super, da man allenfalls vielleicht 2 Euro für die ersten zwei Folgen ausgibt, aber sorry – erstens brauche ich Extras und zweitens möchte ich gute Serien auch weiterempfehlen können. (Aktuell zirkuliert mit Wohlgefallen “Spaced” im Bekanntenkreis umher. Ich bin mir sicher, die Serie wird auch gekauft. ;-) )

Wo war ich eigentlich? Ach ja: Sharpe! Yeah! Auf DVD! Yeah! Dummerweise habe ich die Reihenfolge nicht im Kopf, so dass das Teil erstmal liegenblieb. (SEAN BEAN! Kürzlich noch in “A Game of Thrones” zu bewundern! Vor dem Herrn der Ringe war er halt in den Napoleonischen Kriegen unterwegs – erstaunlicherweise sind sowohl die Filme als auch die Bücher blendende Unterhaltung, wenn man halt historische Schlachtenabenteuer mag, die gut recherchiert sind.)

Hmm, scheint heute ein Mythenmetzscher-Abschweifungsblogtext zu werden – da oben steht MASH, richtig? Richtig. Die erste Staffel für knapp 10,- Euro war ein Muss. Allein wegen der ersten Minuten der ersten Folge, die noch vor dem Vorspann spielen. In knapp zwei, drei Minuten wird genau erfasst worum es in der Serie geht: Koreakrieg, Lazarette, Doctoren und ein Irrsinn jenseits von Menschlichkeit. Den immerhin den Ärzte noch versuchen zu bewahren. Lamentabel: Die deutsche DVD kommt in einem normalen Plastik-Case daher – gut. Nicht normal: Alle 3 DVDs liegen übereinandergestapelt in diesem Plastik-Case. Desweiteren gibts keine Extrainformationen dazu. Ebenso keine Extras. Leider. Immerhin englische Tonspur in Mono 2.0. (Sonst hätte ich die liegengelassen.) Und ein Wendecover, damit man dieses blöde “ab 12″ verstecken kann wäre ja auch mal nett gewesen. Nun ja. Immerhin: 9 Stunden lang gute, anspruchsvolle Serienunterhaltung. Ist auch was.


Mamma Mia – der Film

Kürzlich im Discounter meiner Wahl – “Mamma Mia” – die DVD – für billiger als sonstwoanders im Fachgeschäft und Internet. Da ich den Film irgendwann wohl auch mal gekauft hätte, habe ich zugeschlagen…

Die Geschichte dürfte bekannt sein, wer sie nicht kennt hier nochmal ein kurzer Abriss: Sophie, die Tochter von Donna die auf einer griechischen Insel ein Hotel betreibt, feiert demnächst Hochzeit. Herzenswunsch: Der Herr Papa soll sie doch am Traualtar dem Bräutigam übergeben – wie das halt so in Amerika der Brauch ist. Das Problem: Es kommen gleich drei Herrschaften – pardon – Männer in Betracht für diese Aufgabe. Kurzerhand lädt Sophie alle drei zu ihrer Hochzeit ein. Das bringt etliche Probleme mit sich. Donna ist gar nicht erfreut ihre alten Jugendfreunde wiederzusehen, daneben versucht Sophie auch immer noch herauszufinden wer ihr Vater ist. Nach etlichen Abba-Songs und diversen Konflikten steuert das Ganze dann auf ein Happy-End zu. (Und mehr ist da nun auch nicht, Tiefe oder sowas hat das Musical eh nicht vorgesehen…)

Vorab: Ich habe mir nicht die deutsche Fassung angesehen. Ich kenne allerdings die deutschen Fassungen der Songs – die ich erstaunlicherweise für recht gelungen finde bis so auf ein, zwei Dinge, die aber wohl nicht anders machbar waren. Insofern weiß ich nicht wie das mit den Songs auf deutsch im Film gelöst worden ist.
Und ich habe auch keine Lust die deutschen Tonspur einzuschalten um das herauszufinden…

Seien wir ehrlich: Die Story ist hahnebüchen. Unlogisch. Verdammt an den Haaren herbeigezogen. Hat man sich das einmal eingestanden und jede Logik über Bord geworfen kann der Film durchaus Spaß machen – sehen wir mal davon ab, dass die Abba-Songs ja wirklich sehr oft vorkommen. Und ja, Meryl Streep als Donna ist für den Film eigentlich überbesetzt, aber gerade deswegen verleiht sie dem Film – der ansonsten außer mit Pierce Brosnan ja nicht gerade mit A-Stars strahlt – Flair und Charme. Zudem kann sie singen. Was mir besonders bei “Flipping through my fingers” eine Gänsehaut über den Rücken jagt.

Pierce Brosnan dagegen kann ja einigermaßen schauspielern, aber wenn der beginnt zu singen wird nicht nur meine Milch sauer, die verwandelt sich sofort in sauren Joghurt. In der Behind-The-Scenes-Featurette schwärmt der Gesangslehrer – der einen sehr – ähm – nun ja – amüsanten Stil hat  sich auszudrücken – davon, dass Pierce ja die ganze Folklore der irischen Insel in sich trage und so. Nee, tut er nicht. Pierce Brosnan kann nicht singen. Gut, dass er nur wenig zu tun hat.

Womit wir dann auch zu den Songs kommen. Aus mir unerfindlichen Gründen ist “Thank you for the music” – das sich auf sämtlichen Musical-Soundtracks befindet, auch in der deutschen Fassung – gestrichen worden. Ebenso ist eine Szene komplett rausgefallen, die man sich dann im Bonus-Material ansehen kann. Gut, schade, dafür ist immerhin der Song von “our last summer” drin geblieben. Was ich aber unterträglich finde, da haben die doch tatsächlich “When all is said and done” eingefügt.

Und der Brosnan singt das auch noch.

Ähm, hallo? “When all is said and done” ist KEIN heiterniedliches “Oh, wir machen mal eben einen Toast und sind glücklich”-Lied. Der Song erschien auf “The Visitors” – ja – genau – das letzte Abba-Studioalbum, das bitterste überhaupt von denen weil die bei den Songs schon getrennt waren. (DAS erfordert dann noch jede Menge Mut ausgerechnet diese Songs zu singen… Bewundernswert auch heute noch, wenn man mal in die Lyrics von “One of Us” reinhört. Und ja, es mein Lieblingsalbum von denen. So.) In “When all is said and done” zieht ein Paar gerade den Schluss unter die Beziehung nach dem gemeinsamen Essen – im Film ist das der heitere Ausklang der Hochzeitsfeier. Sorry. Das passt so ganz und gar nicht – ein Fehlgriff sondergleichen.

Von diesem Fehlgriff abgesehen möchte der Film gerne in die Kategorie “Feelgood”-Movie passen, dazu hätte er auch das passende Setup: Sonne, Strand, Wellen, eine Handlung, die man sich nach dem Ende des Films eh nicht merkt so dass man beruhigt den Film nochmal sehen kann ohne sich zu blamieren. Die passenden Songs sind sowieso da. Allerdings: So ganz reicht es dafür nicht, dafür ist der Film an manchen Stellen einfach zu albern.

“Chiquitita”-Szene z.B. Nachdem Meryl gerade “Mamma mia” gesungen hat, heult sie flennend in die Toilette. Ihre beiden Freundinnen beginnen dann mit dem Song “Chiquitita” – und versuchen dann im weiteren Verlauf Donna hybsch zu machen, was gründlich daneben geht. Das ist alles so übertrieben und aufgesetzt, dass einfach keinen Spaß macht. Und solche Szenen hat der Film noch etliche parat. Sehen wir mal vom “Oh, da explodiert gerade der Boden und Wasser kommt raus”-Finale ab. Na gut. Frauen können dann Pierce Brosnan mal oben ohne sehen, aber dazu muss man den ganzen Film durchstehen…

Alles in allem: Man kann seinen Spaß mit dem Film haben. Wenn man das Gehirn mit etwas Alkohol außer Betrieb setzt, sich mit der Fernbedienung die Stellen mit den Abba-Songs rauspickt und dann noch die mit Pierce Brosnan raus lässt. Gut, dann kommt man halt um “S. O. S.” rum. Vielleicht noch besser: Man kauft sich den Soundtrack mit dem Original-Cast, stellt den Fernseher auf stumm wenn Brosnan singt und lässt den entsprechenden Song vom Band laufen. Ansonsten ist das Ganze halt annehmbare Unterhaltung, demnächst vermutlich mal bei RTL oder Satz1 oder Pro7 oder so…

(Und wenn ich jetzt wüßte woher ich die Schauspielerin der Tanya kenne – ich ergänze das mal wenns mir einfällt.)


George Kings “Sweeney Todd”

Hierzulande ist der Stoff um den mörderischen Barbier der Fleet-Street Sweeney Todd und seiner Verbündeten Mrs. Lovett bis vor kurzem eher nur Insidern geläufig gewesen. Während Tim Burtons Film sich – mit einigen Kürzungen – speziell auf das Musical von Stephen Sondheim stützt hat sich dieser bei einigen Quellen für sein Libretto bedient. (Was ich natürlich klasse finde: Wo ging der Komponist zum Recherchieren hin? Selbstverständlich in die englische Nationalbibliothek, wies auf der DVD-Special-Edition des Films zu hören ist. *g*)

The String of Pearls” ist wohl die bekannteste und beliebteste Version, die man auf der Bühne des viktorianischen Theaters – schließlich ist Sweeney Todd ja eine Erfindung der sogenannten Penny Dreadfuls, Vorläufer der Heftromane – sehen konnte. (Wers genau wissen möchte: Die Geschichte “A String of Pearls: A Romance erschien damals in Edward Lloyd’s The People’s Periodical and Family Library, issues 7-24, 21 November 1846 bis 20 March 1847. Wenn ich mal viel Zeit habe und die Originalquellen finde wäre eine Übersetzung sicherlich spannend.) Auf diese stützt sich George Kings Verfilmung aus dem Jahre 1936, die man sich kostenlos aus dem Internetarchive herunterladen kann. Sicherlich nicht in der Top-Qualität wie bei einer DVD-Produktion, aber doch ansehbar.

In dieser Variante der Geschichte, eigentlich ein Bühnenstück, ist Sweeney Todd – Tod Slaughter, der mit dieser Rolle wohl den Rest seine Lebens finanzieren konnte, er hat den Sweeney unzählige Male auf der Bühne gespielt – schon von Anfang an deutlich als Bösewicht zu erkennen. Wobei der Film eine ganz eigene Variante der Geschichte erzählt: Joanna ist hier die Tochter eines Händlers. Kapitän Mark Ingerstreet, der für diesen arbeitet, ist in sie verliebt, aber eine Heirat? Unmöglich für jemanden, der kein Geld hat. “Money makes the Gentleman” – so verabschiedet sich zu Beginn Joanna von ihrem Mark und hofft, dass die “Golden Hope” rasch wieder aus Indien zurück ist. Doch der Abschied wird vom wütenden Vater unterbrochen, der von Sweeney Todd über das Stelldichein informiert wurde. Sweeney hat selbst ein Auge auf Joanna geworfen und da ihr Vater bei ihm in der Kreide steht wäre es vielleicht besser, wenn die “Golden Hope” gar nicht zurückkehren würde. Zudem kann Sweeney Joannas Vater erpressen: Entweder Heirat oder Schuldturm! Mrs. Lovett – Stella Rho – sieht das alles gar nicht gerne. “I’m not jealous, I just want to know what you do with my money” – ein vorgeschobener Grund. Die Verbündete, die Sweeneys Opfer im wahrsten Sinne des Wortes verhackstückt – was man im Film nie zu sehen bekommt und höchstens angedeutet wird – rettet Mark, als dieser nach seiner Rückkehr von Sweeney umgebracht werden soll. (Hier kommen dann die erwähnten Perlen ins Spiel, die in einer Nebenhandlung von Mark als Schatz gehoben werden nachdem der alte Kapitän des Schiffes im Dschungel von “KeineAhnungwoaberessindSchwarzeundesistexotisch”, Indien kanns nicht sein, stirbt.) Damit löst sie die Ereignisse aus, die schließlich zum Untergang Sweeneys führen: Mark und seine Kumpane decken das Geheimnis um Sweeney auf. Im dramatischen Finale rettet Mark dann seine Joanna aus den Flammen des Geschäfts, während Sweeney zuvor Mrs. Lovett umbrachte und zum Schluss – offenbar, da ist der Film nicht so ganz schlüssig, wir sehen wie Sweeney durch den Stuhl-Apparatismus in den Keller fällt, insofern… – in den Flammen umkommt.

Sicherlich ist die Art und Weise wie George King den Stoff inszeniert unseren normalen Sehgewohnheiten etwas entgegengesetzt: Selbst die Action-Szene in “Afrika” – die natürlich mit all den Klischees der 30gern in Szene gesetzt wird – wirkt in unseren Augen etwas betulich. Auch das Budget des Films muss für damalige Verhältnisse nicht gerade üppig gewesen sein – vergleicht man dagegen etwa “Dracula” oder “Frankenstein” aus den Jahren merkt man das deutlich. Bis auf die Szene in “Afrika” merkt man auch, dass das Ganze von der Bühne herkommt: Es gibt wenige Außenaufnahmen, meistens spielt sich alles in den selben drei, vier Räumen ab. Also nicht empfehlenswert?

Wenn man diese Einschränkungen akzeptiert, dann doch. Denn wenn auch die Charaktere reichlich flach sind – wir sind schließlich im Melodrama, da gibts halt die reine Unschuld, den jugendlichen Helden und den bösen Alten – macht der Film doch Spaß. Das liegt einerseits an der hervorragenden Darstellung des Sweeney Todds von Tod Slaughter. Das höhnische Gelächter bleibt einem noch lange im Ohr. Dagegen verblassen die Darsteller der anderen Rollen ein wenig, kein Wunder dass Slaugher die Rolle seines Lebens gefunden hatte. Das kann Fluch oder kann Segen sein, je nachdem. Stella Rho verleiht Mrs. Lovetts Eifersucht einen Hauch von Drama – sie weiß vermutlich selbst, dass sie mit Marks Rettung den Untergang heraufbeschwört, aber besser das als Sweeneys Heirat mit Joanna. Das jugendliche Heldenpaar macht seine Sache halt wie das jugendliche Heldenpaare so gerne in Filmen tun: Stürmisch, leidenschaftlich und am Ende des Films weiß man gar nicht mehr was die eigentlich schauspielerisch gemacht haben.

Punkten kann der Film dann mit den Dialogen: Auf der Bühne ist das gesprochene Wort natürlich deutlich wichtiger als überkandidelte Kostüm-Regie-Einfälle. Es macht Spaß die Doppeldeutigkeiten rauszuhören – sofern man Englisch kann. Auf Deutsch – gibts da eine Synchronfassung? Wohl kaum – wäre das Teil nicht im mindestens spaßíg glaube ich. Wie dem auch sei: Eine Empfehlung ist dieser Film wert. Vor allem im Vergleich zu Tim Burtons Fassung des selben Stoffes. Also, liebe Filmwissenschaftler, dann mal los…

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Edel und Starck beim Vierten

Serienverheizen scheint zum Geschäft der TV-Sender geworden zu sein. Wähend früher Sat1 selbst bei Wiederholungen der Serie wenigstens denn Anstandsabstand von eine Woche währte haut “Das Vierte” jeden Werktag ab 18:00 Uhr eine Folge von “Edel und Starck” raus.

Nicht, dass ich eine Wiederholung der amüsanten Serie, die allerdings erst in der zweiten Staffel so richtig zündet – ist ja meistens so, obwohl die erste Staffel auch schon ihre skurrilen Fälle hat, aber die Sache mit dem Pferd oder dem Aberglauben, Himmel… *g* – also nicht, dass ich eine Wiederholung nicht toll finden würde. Aber muss das ausgerechnet in diesem Abstand sein?

Es hat allerdings auch etwas länger gebraucht bis die dritte Staffel auf DVD draußen war – nicht, dass es tolle Extras gäbe oder so, nein, aber ich habe für die ersten zwei um die 15,- Euro bezahlt, die dritte liegt momentan glaube ich bei 20,- Euro.

Klar ist die Serie an “Ally McBeal” angelehnt oder an jede andere Anwaltsserie, doch “Edel und Starck” liefern sich eher einen amüsanten Geschlechterkampf mit ab und an sehr absurden Fällen, weisen auch sehr schöne Nebenfiguren auf – Otto muss man doch einfach lieben, oder? – und von daher ist es tolle Unterhaltung aus deuschen Landen. Ist ja nicht so als ob wir damit reichlich gesegnet sind, oder?

(Übrigens: “Der Doktor und das liebe Vieh” ist auch auf DVD hierzulande draußen. Mein Rat: Besser imporieren, der Preis von den Dingern geht nicht auf das Tier, das die Gründung von Troja beeinflusste…)


Neu eingetoffen: DVDs

Da hat Derjenige ja noch Glück gehabt – offenbar hat Amazon die DVDs, die man mir geschenkt hat just aus dem Programm genommen. Jedenfalls finde ich die Dinger nicht mehr, obwohl sie auf meinem Wunschzettel standen. Seltsam.

Richard III.

Was mich ein wenig beunruhigt ist die Angabe, dass bei dieser Verfilmung von 1955 “textual alterations” von Statten gingen. (Laut der englischen Wikipedia, die deutsche kann man bei sowas echt vergessen, hat man die letzte Szene von Henry VI, Part III dazugenommen und einige andere Dinge gekürzt. Und ich wunderte mich schon, dass der Film nicht mit dem Prolog von Richard beginnt…) Laurence Olivier als Richard III. ist jedenfalls ein Erlebnis – und da anders als beim “Hamlet” von ihm die englische Tonspur vorhanden ist, kann ich das mit Fug und Recht auch schreiben. Die Verfilmung selbst hat mich zwiespältig hinterlassen – einerseits bewundere ich durchaus die Meisterschaft mit der zwischen den einzelnen Szenen gewechselt wird genauso wie das Spiel mit den Schatten, ebenso die sehr schöne Idee dass Richard sich direkt an den Zuschauer wendet bei seinen Monologen und es gibt einige Einfälle, die durchaus hybsch sind – andererseits krankt die Verfilmung dann wiederum daran, dass es erstens einen furchtbaren Soundtrack gibt, der mich als musikalischen Menschen einfach irritiert und stört – nichts gegen Bühnenmusik, aber das was da erklingt ist typische Hollywood-Film-Soße ohne einen Funken von Inspiration… Zweitens ist das letzte Drittel des Films einfach zu lang – die Schlacht hätte man durchaus kürzen können, denn allzu inspiriert ist die nicht. Mehr als ein dumpfes “Wir schlagen dann mal aufeinander ein” ist da nicht zu sehen. Die Geisterszene vorher ist allerdings recht wirkungsvoll – falls jetzt jemand Querverweise ziehen möchte, der überlege sich mal wo er “Tomorrow in the battle think of me” schon mal anders gelesen hat. (Wenn ich das auf deutsch aufschreiben würde, wäre das zu einfach…)
Alles in allem dann doch eine respektable Verfilmung, aber mit Schwächen – wenngleich man im Kopf haben sollte, dass das Ganze 1955 verfilmt wurde, vielleicht ist da einfach auch der heutige Geschmack mehr als anders…

Na sowas – Marlon Brando als Markus Antonius? Sachen gibts… Ich hab bisher nur die ersten fünfzehn Minuten gesehen – diese doppelt wegen der Synchro und ich gebe zu, es ist verdammt schwer Shakespeare-Verfilmungen auf deutsch lippensynchron zu machen aber dennoch bevorzuge ich das Original. Dass ich übrigens durchaus verstehe, so ist es ja nicht. (Gut, ich hätte Probleme die Stücke in Form der Portfolios zu lesen, aber seien wir ehrlich: Wer versteht heutzutage noch Walther von der Vogelweide im Original? Ebend.)
Immerhin: Der Film war für etliche Oscars nominiert und hat sogar einen gewonnen – für Brando übrigens die dritte Oscar-Nominierung in Folge, wenn er auch leer ausging damals. Und Rozsa zeichnete für den Soundtrack verantwortlich. Ich bin gespannt, was ich bisher gehört habe war aber erfreulich. Noch erfreulicher ist natürlich, wenn man im Netz direkt auf die Kritik der NYT von 1953 zugreifen kann. Der Kritiker damals ergötzte sich übrigens an dem wunderbaren Sound und vermerkte, wo man im Kino am Besten den Film genießen konnte – wie sich die Zeiten ändern:

The wide screen upon which the picture is projected twice a day at the Booth enhances somewhat its scenic grandeur, but exaggerates the size of its close views. Pan shots are blurred in many instances, and some slight distortion does occur for those who happen to be seated forward of the middle of the house. The stereophonic sound is an improvement, especially for a short symphonic film wherein the Metro-Goldwyn-Mayer symphonic orchestra plays Tchaikowsky’s “Capriecio Italien.” This comes as a suitable introduction to a stirring and memorable film.

Jetzt frage ich mich natürlich, was damals wohl als Vorfilm gezeigt worden sein mag… ;-)


He-Man-Remake auf DVD

Was für eine blöde Frage, ob die neue He-Man-Serie auf DVD verfügbar ist… Nur – die Veröffentlichung muss an mir vorbeigegangen sein. Und ich glaube, das ist nur Staffel 1. Egal. Kostet um die 12,- Euro. Sollte ich mir nächsten Monat gönnen – moment – O-Ton dabei? Nur Deutsch? Mist – aber die UK-Varianten scheinen irgendwie aufgeteilt zu sein. Zudem kein Volume One lieferbar, sondern nur 3 bis 6. Und häßliche Cover haben die, oh meine Güte. Na dann mal her, saurer Apfel. (Wobei ich die Originalstimmen nun wirklich VIEEELLL toller finde, vor allem Skeletor hat eine, die einem von den Stühlen haut. Aber bei um die 17,- Euro für eine Einzel-UK-DVD – neee…)

Verwirrend zudem: Offenbar gibts noch deutsche Einzel-DVDs… Aber die deutschen Ausgaben haben wirklich die schöneren Cover… (Oder vertue ich mich da gerade und das sind die klassischen Folgen bei den UK-DVDs? Kann aber nicht sein eigentlich… Hmmm… Egal.)

He-Man-Cover

versus

Oh mein Gott – es gibt tatsächlich “The Secret of the Sword” auf DVD – zusammen mit dem WEIHNACHTSSPECIAL!!!! Ich sabbere gerade… Drei DVDs. 19,- Euro. Mit O-Ton dabei. Ich glaube, ich stelle die neue Serie mal zurück – ich LIEBE “The Secret of the Sword”. Mit UNCUT-FASSUNG! AAAAAHHHHH! (Im Grund nur ein Zusammenschnitt der ersten drei She-Ra-Folgen, aber hey, der lief auch so im Kino damals. Außerdem mag ich She-Ra und die Neudefinition von Hordak, der auf einmal verheiratet ist. Taucht der in der neuen Serie eigentlich auf? Oh dear, ich fühle wie mich der Drang nach Fanfiction-Schreiben überkommt…)


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