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Raubpiraterie reloaded

The Alchemist - The World's Greatest Lie
Image by Lord TriLink via Flickr

Es ist das 21. Jahrhundert und alles, was digital vervielfältigt werden kann wird früher oder später seinen Weg ins Internet finden. Natürlich kann man das, wie jetzt einige schwedische Autoren erst dann realisieren wenn Hörbücher illegal im Netz auftauchen:

Henning Mankell, Per Olov Enquist und andere bekannte schwedische Schriftsteller gehen mit Strafanzeigen gegen Raubkopierer ihrer Hörbücher aus dem Internet vor. Wie die Zeitung “Svenska Dagbladet” am Donnerstag berichtete, setzen Autoren über ihre Verlage damit deutlich verschärfte gesetzliche Regeln um. Sie beantragten bei einem Stockholmer Gericht die Strafverfolgung von Betreibern eines Servers. Von dort konnten 27 Hörbücher 15 bekannter schwedischer Autoren kostenlos heruntergeladen werden.

Natürlich ist eine Urheberrechtsverletzung etwas, was man nicht tolerieren sollte. Nur ist die Frage ob eine solche Reaktion etwas bringt und die Antwort darauf liefert momentan die Musikindustrie: Nö, nix. Denn offenbar hat man im Verlagswesen und im Buchhandel nichts aus deren Misere gelernt.

Anstatt ein interessantes, günstiges Angebot zu machen – so kosten digitale Bücher und Hörbücher immer noch viel zu viel meiner Ansicht nach. Aber: Hörbücher kann ich mittlerweile DRMfrei bei iTunes oder anderen Anbietern bekommen. Wie ja momentan das vor einiger Zeit noch so “benötigte” und hochgelobte DRM zurückgefahren wird weil es die Käufer schlicht und einfach verärgerte.

Wenn die Verlagsbranche jetzt den selben Fehler wie die Musikindustrie macht bzw. wenn die Autoren sich weiland wie Metallica – man könnte sich erinnern, die haben gegen Napster damals gewettert, geholfen hats im Endeffekt nun auch nicht viel – verhalten, dann verspielen sie die Gunst der Käufer. Denn ich werde jetzt bestimmt kein Buch mehr von den genannten Autoren kaufen – wie ich auch kein DRM-MP3-Zeugs auf meine Festplatte gelassen habe. (Und jetzt mit Freuden das ein oder andere Album bei iTunes kaufe weil kein DRM…)

Gehts denn auch anders? Natürlich – Paulo Coelho z.B. zeigt, dass man es anders machen kann. Denn der staunenden Weltöffentlichkeit beim DLD08 offenbarte er, dass die Webseite Pirate Coelho von ihm persönlich ins Netz gestellt wurde. Ich zitiere mal etwas ausführlicher das Literaturcafe von damals:

Coelho hat sämtliche illegalen digitalen Kopien seiner Werke im WWW und in den Tauschbörsen zusammengesammelt und verlinkt sie auf dieser Website. Um die Site noch populärer zu machen, hat er sie sogar auf seiner offiziellen Website verlinkt und in einem Blog-Eintrag mit gespieltem Entsetzen darauf verwiesen.

Warum tut dieser Mann das? Nach der Logik der Verleger gräbt er sich damit doch das eigene Wasser ab. Niemand wird seine Bücher kaufen, wenn man sie umsonst im Netz bekommt. [...]
Coelho folgert daraus, dass die Leute das Buch zwar in einer Jäger- und Sammler-Mentalität herunterladen – aber nicht lesen. Coelho: »Wenn die Menschen lesen wollen, dann kaufen sie die Bücher.« Aufgrund dieser Erfahrung machte Coelho ein weiteres Experiment: Der Verkauf seines Romans »Der Alchemist« verlief in Russland nur schleppend. Es gab Probleme, das Buch in die Buchhandlungen zu bringen. Er verkaufte nur 1.000 Exemplare im ersten Jahr. Daraufhin stelle Coelho eine Raubkopie der russischen Ausgabe ins Netz. Der Verkauf wuchs auf 10.000 Exemplare im darauffolgenden Jahr an. Im Jahr danach waren es dann über 100.000 verkaufte Bücher. Coelhos Verleger wunderte sich, denn beworben wurde das Buch nicht. Coelho führt diesen Erfolg ausschließlich auf die frei im Netz verfügbare Raubkopie zurück.

Wäre das jetzt nur Coelho alleine – man könnte sagen, der Autor habe sich ja mit seinen Büchern – so wie Radiohead bei der “In Rainbows”-Geschichte – ja die Jahre zuvor einen gewissen Ruf erworben auf dem er jetzt aufbauen könnte. Vielleicht könnte man sich das nochmal überlegen – denn Cory Doctorow hatte diesen Status nicht – und es funktionierte ebenfalls bei ihm. (Wenn auch unter anderen Voraussetzungen: Cory nutzt die Creative-Commons-Lizenzs für seine Werke, man kann aber seine Bücher auch ganz normal im Handel erwerben. Heyne hat das für Deutschland ja komplett übernommen!)

Natürlich ist das Recht das Recht – keine Frage. Aber wenn auf der einen Seite ein großer Bedarf ist, der von der Industrie nicht berücksichtigt wird, dann kann man den entweder ignorieren – oder man kann etwas tun. Die Musikindustrie hats jahrelang ignoriert und voila, kaum fällt das DRM laden sich mehr und mehr Leute Musik legal runter. Dass es immer noch Leute geben wird, die das illegal tun ist klar, aber so ist halt der Mensch…

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“Einsamer Wolf”: 2009 neu aufgelegt

Herr Tentakel – ähm – Dirk van den Boom gehört ein Whuffie. Denn von ihm erfuhr ich, dass die Abenteuer des “Einsamen Wolfes” im Frühjahr in einem neuen Kleinverlag erneut aufgelegt werden. (Die Orignale sind übrigens frei im Netz zu finden, legal mit Erlaubnis des Autors. Wer hier im Blog suchet…)

Da sage mal noch einer, das Soloabenteuerrollenspielebuch sei tot. Von wegen, das ist frisch und munter. Vor kurzem gabs eine Neuauflage der Klassiker von Steven/Jackson – ich habe eine gebundene Sammelausgabe von Bertelsmann von den Dingern im Schrank  für den Fall wenn das Internet mal ausfallen sollte. Dann gibts natürlich die Bücher um den Hexer – und jetzt diese Nachricht.

Wer das Prinzip so eines Buches noch nie gesehen hat: Im Corona-Magazin gibts zur Zeit eine interaktive Fortsetzungsgeschichte, ihr entscheidet welche von zwei Alternativen der Held begehen darf. Ich würde das fertige Abenteuer gerne mal auf Papier nachlesen. Ich mag den Stil. Und da gibts doch noch zwei Battle-Tech-Romane… :-)

Falls ihr auf den Geschmack gekommen seid und mehr wollt: Das Gewinnspiel im NGC läuft noch bis nächste Woche. Die Frage ist wirklich nicht allzuschwer. Das zu gewinnende Buch ist “Das Schleichende Grauen”, das ich am Montag beim Buchhändler meiner Wahl abholen werde. (Tsk, was dachtet ihr denn? Natürlich kaufe ich sowas nach Möglichkeit. Tsk.)

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Kindle kommt nach Deutschland – Sonys Reader auch

Was im Vorfeld der Buchmesse ja schon lange gemunkelt wurde – und was der werte Hörer von Netbib-Podcast 59 von mir ja auf die Hören bekam im Schwerpunkt-Thema zu “Buchbindung auch für Ebooks” – wurde jetzt Realität: Der Kindle von Amazon wird nach Deutschland kommen. Wann genau sagt Amazon jetzt nicht, dafür hat Sony schon eine Prognose abgegen: Frühjahr 2009 soll der PRS-505 Reader von Sony zu haben sein, wenn man sich dabei am britischen Markt orientiert dürfte das Teil um die 300,- Euro kosten.

Während in den USA Sony ein eigene Format für den Kopierschutz entwickelt hat setzt man in Europa auf den offenene Standard EPUB. Mit einem DRM von Adobe. Hmm…

“EPUB” allows publishers to produce and send a single digital publication file through distribution and offers consumers interoperability between software/hardware for unencrypted reflowable digital books and other publications.

Während sich Amazon-Kindle-Käufer also in die Abhängigkeit des ehemaligen Nur-Buchhändlers begeben legt Sony offenbar Wert auf Interoperabilität. Immerhin. Desweiteren lassen sich auch etliche Formate mehr auf dem Sony anzeigen als auf dem Kindle: TXT, DOC, PDF und dann auch die freie Variante des EPUB. Damit düfte wohl die Kaufentscheidung klar für den Sony ausfallen – Inhalte von Gutenberg.org auf den zu bekommen dürfte kein Problem sein. Ebenso brauchen sich die Verlage nicht explizit an LIBRI, die das Gerät mit einem Startpaket im Frühjahr 2009 in Deutschland vertreiben werden, zu binden. Nachteil offenbar: Sony mag nur Windows, aber es gibt schon Programme, die den Reader auch mit dem Mac und Linux verbinden können. Gefüttert wird der Sony nämlich am PC.

Der Kindle bietet zwar auch Zeitungen und Blogs an, die dann – Wunder der Technik – per drahtlose Internetverbindung auf den Reader kommen, aber die Software stammt dann von Amazon und wer dann andere Inhalte angezeigt haben möche schaut in die Röhre. Kennt man ja. Zudem: Die Übertragung der Inhalte ist nicht unbedingt kostenlos – 99 Cent möchte Amazon z.B. für ein Blog pro Monat als Vermittlungsgebühr. (Warum schreit jetzt eigentlich keiner auf und erklärt, dass der Amazon verklagen möchte wenn es um Blogs mit Creative-Commons-Lizenz geht, die eine NC-Klausel haben?)

Wer sich für einen Vergleich interessiert, das Cnet hatte im letzten Jahr mal einen Blick auf beide Modelle geworfen. Die Wirtschaftswoche hat einen Vergleich dann in deutscher Sprache und der Artikelschreiber ist eindeutig für den Kindle. Und mehr Links zum Thema gibts im Literaturwelt-Blog.


Priest, Christopher: Prestige – die Meister der Magie

(Da Amazon nicht willens ist, lassen wir das mit dem Coverbildken mal.)

Das viktorianische London um die Jahrhundertwende: Zwischen den Magiern Alfred Borden und Robert Angier herrscht eine erbitterte Fehde. Der Auslöser: Robert Angier, der sich zuerst als Seance-”Schwindler” sein Brot verdient – wir sind im Zeitalter, das den Spiritismus gerade entdeckte, siehe Conan-Doyle unter anderem – das heißt, dass Angier vorgibt mit den Toten sprechen zu können. Etwas, was im rechtschaffenden Alfred Borden Unmut erregt und es kommt zu einem Zwischenfall, bei dem Borden Angiers Gattin niederschlägt. Seit diesem Tag sind beide unerbittliche Feinde und versuchen sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Vor allem seitdem Borden einen Trick namens “Der Neue Transmittierte Mensch” erfunden hat wird die Fehde lebensgefährlich… Hundert Jahre später sucht der Journalist Andrew Westley einen kleinen Ort in England auf. Als kleiner Junge wurde er adoptiert und hat an seinen Vater keine Erinnerung mehr. Ebensowenig weiß er, dass Alfred Borden zu seinen Vorfahren gehört. Gemeinsam mit der Ur-Enkelin Angiers versucht Andrew das Geheimnis um seinen Bruder zu lüften – den es eigentlich gar nicht geben sollte…

Ich gebe es offen zu: Das Buch hat mich nicht gefesselt. Das liegt daran, dass das Buch nicht aus einem Guss ist sondern dass Priest mehrere Quellen zusammenstellt. Zum Einen beginnt das Buch in der Ich-Form, in der Andrew seine Erlebnisse erzählt, dann wird das Tagebuch von Borden eingeschoben – dann werden die Aufzeichnungen von Angier erzählt um anschließend wieder in den personalisierten Erzähler umzuschlagen. Dabei versucht Priest Spannung und Geheimnis aufrechtzuerhalten, was aber durch diese drei unterschiedlichen Erzählformate nicht recht gelingt.

Es mag natürlich auch sein, dass ich zuviele Mystery-Fantasy-Thriller – denn ein solcher ist es, ähnlich wie die Bücher von Kai Meyer es ja auch zum Teil auch sind – gelesen habe und deswegen rasch auf die Pointe des Ganzen gekommen bin. Natürlich verrate ich die nicht. Aber so unauflösbar ist das Ganze nun auch nicht, wenngleich eine ganze Spur von echter Magie mitreinspielt – deswegen auch das Fantasy-Tag, denn ich glaube nicht, dass der echte Tesla das konnte was im Roman dargestellt wird. (Was Tesla nun wirklich konnte darüber streiten sich ja sowieso die Historiker, faszinierender Mensch der Gute.)

Da auch die Personen nicht so prickelnd und fesselnd sind war der einzige Lichtblick die Schilderung der Erlebnisse aus der Sicht der beiden Zauberkünstler und deren Leben. Das war noch einigermaßen leidlich spannend, ansonsten aber zieht sich das Ganze leider über die ganzen 459 Seiten hinweg und das Ende ist auch alles andere als befriedigend. Insofern kann der Film von Christopher Nolan ja nur eine Verbesserung sein – ich hab den mal auf meiner Amango-Ausleih-Liste etwas hochgeschoben… *g*


Wowio – Free Books for free minds

Eine wahre Fundgrube für englischsprachige Cracks ist die Webseite von Wowio. Die ein sehr kreatives Geschäftwskonzept hat: Entweder man kann sich die ganzen Bücher dort für umsonst online anlesen oder man bezahlt einige Dollar und kann sich die Dinger auf den PC laden. Das klingt etwas nach dem Konzept von Magnatune – aber ohne Creative-Commons-Licence halt.

Dafür hat man aber eine sehr elegante und einfach Zugangsmöglichkeit zu einigen Klassikern der Literatur – wenngleich da auch etliche in einer “Special Edition” vorliegen also wahrscheinlich gekürzt wurden. Allerdings werde ich mich da nun kaum beschweren, denn Klassiker der SF wie “Brave new World” oder “The Day of the Triffids” sind halt ungekürzt und kostenlos lesbar.


Die am meisten verbannten Bücher des Jahres 2007

Die aktuelle Banned-Books-Woche ist zwar in diesem Jahr erst ab dem 27. September, aber wer mal schauen möchte welche Bücher in den USA häufig auf der schwarzen “Das muss aber raus aus der Bücherei”-Liste landen und wer meine Kommentare dazu lesen möchte, voila…

1) “And Tango Makes Three,” by Justin Richardson/Peter Parnell
Hmm – die Gründe, die für das Verbot angeführt werden sind ausgesprochen sexueller Natur. Ich habe es nicht gelesen, vermute aber mal dass es um geschiedene Eltern oder gleichgeschlechtliche Beziehungen geht.

2) The Chocolate War,” by Robert Cormier
Kenne ich jetzt auch nicht – ist aber offensiv sexuell oder so, hat eine gewalttätige Sprache und Gewalt. Klingt nach der Buchsorte, die Jugendliche SOFORT gern haben…

3) “Olive’s Ocean,” by Kevin Henkes
Nicht gelesen. Hat wohl keinen Sex zum Inhalt, aber eine gewalttätige und sexistische Sprache.

4) “The Golden Compass,” by Philip Pullman
Ratet mal was das für Gründe sind. Genau. Da die Kirche in der Trilogie ja sowas von schlecht wegkommt kann man sich das denken. (Der Bible-Belt mal wieder…)

5) “The Adventures of Huckleberry Finn,” by Mark Twain
Vorwurf: Das ist rassistisch! Moment, ich muss mal eben den Kopf auf den Tisch knallen um den Grund nachzuvollziehen…

6) “The Color Purple,” by Alice Walker
Verfilmt mit Whoopie Goldberg als “Die Farbe Lila”. Vorwürfe hier: Homosexualität, beleidigende Sprache und sexuell ist es ja auch nicht so ganz ohne weil das Leute beleidigen könnte, die was gegen Homosexuelle – oh…

7) “TTYL,” by Lauren Myracle
Nicht gelesen. Aber die Bücher ab diesem Platz haben alles was mit Sexualität zu tun… (Meine Güte, muss das erschreckend sein wenn man die Jugendlich aufklären möchte. Was ist nur aus der guten alten Underaged-Marriage geworden?)

8) “I Know Why the Caged Bird Sings,” by Maya Angelou
Kenne ich nicht. Taucht aber regelmäßig auf den Listen auf. Weil: Sexueller Inhalt.

9) “It’s Perfectly Normal,” by Robie Harris
Lasst mich raten was das Buch zum Thema haben könnte…

10) “The Perks of Being A Wallflower,” by Stephen Chbosky
Uuuhhh, schwerer Vorwurf: Für die Zielgruppe sei das nicht altersgerecht genug – plus Sexismus, Gewalt und beleidigende Sprache

(Harry Potter war in diesem Jahr nicht dabei. Komisch. Ich vermute Terry Pratchett wird auch ab und an zu finden sein, weil es gute Hexen bekanntlich in der Bibel gar nicht gibt…)


Kurztitelleseliste

Da ich jetzt nicht zu jeden Buch was ausführliches schreiben möchte machen wir wieder eine Kurztitel-Empfehlungsliste – diesmal mit zwei Gurken…

Dahl, Roald: Charlie and the Chocolate-Factory
Das Buch macht einfach nur einen Heidenspaß. Und Tim Burton hat sich in der Verfilmung wirklich sehr eng an das Teil gehalten, Dialoge wörtlich übernommen und dem Ganzen einen schönen Rahmen verpaßt. Das Buch selber stellt ja den guten Willy Wonka nicht unbedingt – nun – “böse” dar. Eher so nach der Art: “Huch, da ist einer in den Fluss gefallen – was machen wir denn jetzt?” Sollte man aber im Original lesen, denn die Umpa-Lumpa-Songtexte entfalten nur so ihre Wirkung.

Grün, Max von der: Großstadtkrokodile
Hmm – hmm – hmmmmm… Ehrlich geschrieben: Ich würde das meinen Neffen heute nicht mehr vorlesen wollen. Es ist so eines der Bücher, die in den 70gern unbedingt pädagogisch wertvoll sein wollten – ich meine die Grundaussage, dass Behinderte auch in die Gesellschaft integriert werden sollen ist ja auch immer noch aktuell, aber dieser hocherhobene Zeigefinger nervt mit der Zeit. (Und so spannend finde ich persönlich die Handlung nun auch nicht mehr, vor allem weil recht schnell klar ist wer da die Diebe sind.) Als Fernsehserie bestimmt einen Tacken besser, schließlich wird da ein Schornstein gesprengt – und ich kann mich erinnern, dass ich DAVON ziemlich beeindruckt war. Aber heutzutage hat sich sowas überlebt. (Was ich meinen Neffen in die Hand drücken würde wenn sie älter werden ist allerdings vom Grün “Wie war das eigentlich” – seine Jugend im Dritten Reich, das ist recht gut gemacht.)

M[a]cMullen, Sean: Der Geist der Shadowmoon
Ich möchte an dieser Stelle mal mit Heyne ein ernstes Wörtchen reden. Oder drei, vier, fünf. Erstens: Dass ihr den Originalroman teilt mag ja gängige Praxis sein, ist aber ärgerlich. Zweitens: Warum aus Voidfarer auf deutsch “Der Geist der Shadowmoon” wird wenn a) es weder einen Geist, noch b) eine Shadowmoon – das ist ein Schiff übigens – gibt ist noch ärgerlicher. Zumal das Cover auch suggeriert es ginge irgendwie um Piraten oder so. FALSCH! Der Autor hat einfach mal den “Krieg der Welten” in ein Fantasyuniversum versetzt, was zufälligerweise Figuren aus anderen Bänden der “Shadowmoon”-Reihe betrifft. (Was nun durchaus eine witzige Idee ist, leider nur etwas vorhersehbar – immerhin trägt sie diesen deutschen Band.) Dasselbigengleichen habt ihr übrigens auch mit “Der Fluch der Shadowmoon” gemacht. Gut, hier kommt wenigstens die Shadowmoon vor. Dass das allerdings TEIL 2 eines im Englischen vermutlich mit Sicherheit zusammenhängenden englischen Originalbandes ist, das findet man erst heraus wenn man mal ins Buch reinschaut. Deswegen war es auch kein Wunder, dass ich das Teil etwas konfusiert durchgelesen habe – weil ich natürlich keine Ahnung hatte, was vorher passiert ist. Himmel, selbst Maddrax und Zamorra helfen dem Leser beim Einstieg in die Romanhandlungen – ein kurzes “Was bisher passierte” hätte euch, Heyne, gut angestanden. So bleibt eine Warnung übrig: Wer sich wirklich für die Bände um die Shadowmoon interessiert sollte SEHR SEHR AUFPASSEN – und sich einfach durch die englischen Bände durchschlagen, kommt einen zudem wohl auch billiger.

Stroud, Jonathan: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Auftakt zur Trilogie um den Dschinn und Nathanael. War okay. Also nichts Berauschendes, das Universum sagt mir irgendwie nicht so zu – aber immerhin hat sich der Autor durchaus eines ausgedacht was in sich einigermaßen logisch ist. (Und wie Terry Pratchett mag er Fußnoten, wenn er aus der Sicht von Bartimäus erzählt.) Die Geschichte ist spannend, aber die eigentlich Spannung ist die Reibung zwischen Bartimäus und Nathanael – der Dschinn ist alles andere als erfreut darüber beschworen zu werden und versucht Nathanael immer eins auszuwischen. Diese Momente machen durchaus Spaß. Der Rest ist in Ordnung. Teil Zwei und Drei müssen nicht unbedingt sein finde ich. (Eventuell mal in Englisch antesten, vielleicht ist die Übersetzung auch Mist.)

Webb, Catherine: Der Zauberer der Nacht
Ein Zauberer. Eine Welt in Gefahr. Er ist der Einzige, der die Welt retten kann – klingt nach typischer langweiliger Fantasy. Ist es aber nicht, weil das Universum nämlich eines aus Träumen gebaut ist – und sich Realität und Traum schon mal vermischen. Zudem ist der Zauberer nun alles andere als ein netter Mensch – also im Grunde schon, aber er hat einiges auf dem Kerbholz. So schlägt die Handlung schonmal Capriolen und das macht schon Spaß. Das Problem des Romans sind die fehlenden Charakterisierungen der Personen. Deswegen nur ein “Okay, kann man lesen, muss man aber nicht” von mir.

Nöth, Martina: Die letzte Schlacht
Guck mal Heyne, so macht man das: Da habe ich nämlich den zweiten Teil eines DSA-Romans – nun ja – erwischt und was macht die Autorin? Sie erklärt auf zwei Seiten, was in Teil Eins bisher passiert ist. Gut, es ist halt das übliche “Böser Tyrann ist wieder da und hehre Ritter müssen ihn aufhalten”-Getue, aber immerhin lesbar. Muss man aber nicht unbedingt kennen.

Pahlen, Kurt: Erklär mir die Musik
Ein Sachbuch für Kinder, dass recht anschaulich erklärt wie das mit den Tönen ist und soweiterundsofort… Kann man einem Fünftklässler in die Hand drücken wenn der mal Fragen hat.

Moorcock, Michael: Gloriana
Irgendwie finde ich keinen rechten Zugang zum Moorcock-Universum – das hier ist zumindest ein Einzelroman, der allerdings auch den Aspekt von anderen Universen hat, weil ab und an mal Fremde in dieses Elisabeth-I.-Fantasy-Universum eindringen. Sorry, ich ziehe da eher “Pavane” vor…


Unbeschränkte Möglichkeiten in unbeschränkten Kombinationen

Dass Büchereien und Buchhandlungen die Raumzeit krümmen können wissen wir ja seit Terry Pratchett. Das heißt: Innen sind solche Gebäude stets größer als außen auch wenn dieses Größer eventuell dann doch ab und an mit dem Gebäudeinneren übereinstimmt. Dennoch kann es passieren dass man nur für eine halbe Stunde mal eben in das Geschäft reinschlendert um – sagen wir – einen Gutschein einzulösen und später an der Kasse feststellt, dass man verdammtnochmal doch wieder fast zwei Stunden in dem Teil drin war. Als hätte man nichts Besseres zu tun als in Regalen nach etwas Lektüre zu suchen…

Die erfahrenen Buchkäufer werden jetzt natürlich kontern, dass man mit guter Vorbereitung und gutem Laufschritt diese halbe Stunde tatsächlich auch schaffen kann – wenn man ganz genau wisse was man wolle sei das doch kein Thema: Rein – Regal ansteuern mit Buch – Buch nehmen – Kasse – fertig. Diese Art der Fastfood-Bucheinkäufe ist eigentlich ja auch das Konzept das die größeren Buchketten unterstützen.

Klar, sicherlich – die tun alle so mit ihren Sesseln und bequemen Leseinseln und Schnickes als ob die einen so lange wie möglich festhalten wollten. Aber im Grunde ist es doch so, dass was in einer großen Buchhandelskette nicht im Regal steht wir doch wohl kaum mitnehmen werden. Ganz bewußt handeln diese Buchketten nach dem Faith-Motto: “Want. See. Get.” Also “Sehen – Haben wollen – Nehmen.” Und was nicht im Regal ist, das wird kaum von den Fastfoodbuchkäufern bestellt, weil das ja viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Klar wollen Buchhandelsketten natürlich, wie jeder Laden, dass man möglichst viel Zeit in ihnen verbringt weil man ja durch das Browsen am Regal – Fachausdruck! – auf die Idee kommen könnte, dass man ja neben dem Buch was man kaufen wollte noch irgendwas anderes mitnimmt. Was nun nicht unbedingt ein Buch sein muss, Buchhandelsketten haben ja auch alles vorrätig was irgendwie zum Sortiment passen könnte. Also Prinzessin-Lillifee-Armbändchen oder Hexenhaus der Kleinen Hexe zum Selberbauen oder Moleskin-Notizbücher. Letztere sind ja noch irgendwie sinnvoll, wenn man halt was Schreiben will.

Buchhandelsketten erwecken immer den Anschein eine gemütliche Buchhandlung mit viel Zeit für einen zu sein. Sofern man als Kunde für die Verkäuferinnen und Verkäufer nicht zu anstrengend ist und irgendwelche Sonderwünsche – “den aktuellen Walter Moers auf chinesisch, den haben Sie doch” – erfüllen müssen. Da helfen dann alle Sonderaktionen wie “Kaffee zum Buch zum halben Preis” dann kaum was und auch der Internetzugang verliert auf einmal den Charme.

Nicht, dass solche Ketten auch ihre Vorteile hätten – wenn man was aus dem aktuellen Mainstream sucht oder sich orientieren möchte was momentan in ist im Bereich der “Chick-Lit” – kein Scherz, das gibts als Genrebezeichnung – wenn man als Fanstasy-Fan total auf Elfen, Trollen, Kobolde, Orks, IrgendwasmitMagiernundWeltenretten steht, dann ist man beim betreffenden Regal total gut aufgehoben. (Warum allerdings sich die Filiale in der Duisburger Innenstadt so konsequent der neuen Star-Trek-Trilogie verweigert ist ein Rätsel – oder der Beweis, dass sowas nicht für Mainstream gehalten und damit verkaufswürdig ist.)

Allerdings sollte man sich immer bewußt sein, dass hinter der lächelnden Fassade des Massenmarktes halt genau das steckt: Masse. Eine liebevolle Auswahl etwa darf man nicht unbedingt erwarten – in die Regale wird gepackt was auf den ersten Blick von den Fastfoodbuchkäufern gesehen, ergriffen und gekauft werden kann. Womit wir eigentlich die AIDA-Formel in Reinform hätten wenn man das Recht bedenkt.

Nicht, dass ich Buchketten per se für böse, verderbt und über Höllenschlünden angesiedelt halte – man sollte sich nur bewußt machen dass man bei Wünschen, die über den Mainstream hinausgehen halt dort eher nicht unbedingt Unterstützung oder Beratung erwarten darf. Solange einem das klar ist, so lange kann man sich die unendlichen Variationen aller unendlichen Möglichkeiten – oder so ähnlich – halt auch in einer Filialenbuchkettenhandlung antun. Ist ja auch nichts Verkehrtes. So an sich. Muss man halt nur wissen.


Simmel und Konsaliks

Während “Ich gestehe alles” definitiv beweist, dass Simmel heutzutage einfach nicht mehr glaubhaft ist – dass sich also die Gesellschaft durchaus so stark gewandelt hat, dass allenfalls der Kaviar-Roman noch lesbar ist, vielleicht noch einige Kurzgeschichten, ansonsten aber seine durchaus kritischen Unterhaltungsromane nun gar nicht mehr in diese Zeit passen, da die Probleme heutzutage andere sind – schwankt die Qualität bei Konsalik von Band zu Band. (Simmel erzählt übrigens die Geschichte eines Hollywood-Drehbuchautors, der erfährt dass er nur noch knapp ein Jahr zu leben hat und demzufolge nichts dabei findet, eine Bank zu betrügen, zu morden und sich am Ende doch noch um den unerwartet auftauchenden “Sohn” zu kümmern, den ihm seine Geliebte hinterlassen hat. Vollkommener Schmarrn vom Plot her – ich kritisiere ja auch nicht den Stil, aber Simmels Themen sind halt überholt.) Dass bei den über 100 Romanen von Konsalik nun so mancher Mist dabei ist, sollte einen nicht wundern. Dass ich aber andererseits auch schon Romane von ihm ausdrücklich gelobt habe, könnte man im alten Blog nachlesen – wenn das denn noch online wäre, was es zur Zeit nicht ist und irgendwann muss ich mal schauen ob ich die alten Einträge importiere, habe aber momentan nicht die Lust dazu.
Dann handeln wir doch mal kurz ab, was ich von meinem BC-Stapel abgetragen habe – ein Paket mit Konsaliks liegt hier noch rum und wenn ich am Samstag bei Rabenaas vorbeischaue werde ich sicherlich noch mit einigen Romanen “gesegnet”. Dieser Running-Gag läuft jetzt schon seit zwei Jahren…

Der Jade-Pavillion – Chinese aus guter Familie verliebt sich in die Tochter eines armen Lehrers und gerät am Ende in die Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens. Nun ja, wenn Konsalik schon das Ende am Anfang verrät ist die Spannung natürlich weg – allenfalls der sehr naive Leser kann nicht erraten, wer da am Anfang auftritt. Ein Hauch von Mystik kommt dazu wenn der titelgebende Jade-Pavillion offenbar doch seltsame Kräfte besitzt, die aber nur zweimal kurz erwähnt werden. Und wie immer gibts die Bitch vom Dienst ebenso wie die Unschuld vom Lande. Diesmal buchstäblich, hüstel… Immerhin scheint Konsalik doch recherchiert zu haben.

Die Rollbahn – Das Schicksal einer deutschen Einheit in Russland. Damit ist wohl alles geschrieben, denn wenn man Konsalik kennt wird man wissen, dass seine Russland-Romane schon zu den Besseren zählen. (Der Autor muss eine Menge erlebt haben während seiner Zeit dort.) Es gibt also keinen Hurra-Patriotismus und kein “Unsere Jungs waren aber toll damals”-Gesabber. Konsaliks Haltung ist die eines aufrechten Demokraten, der zwar eine gewisse Sympathie für den einfachen Soldaten nicht verleugnet, der aber immer wieder dezidiert aufzeigt wie unmenschlich und elend Krieg sein kann. An den “Arzt von Stalingrad” kommt “Die Rollbahn” zwar nicht heran, aber immer noch einer der besseren Romane von ihm.

Geliebte Korsarin – Belangloses modernes Piratenabenteuer.

Die Bank im Park / Das einsame Herz – Zwei “historische” Novellen, wobei die erste durchaus auf historische Begebenheiten zurückgeht wie Konsalik uns selbst belehrt. Wenn aber Historieletztendlich nur Staffage ist, dann hat man eine beliebig angelegte, belanglose Geschichte. Kann man getrost im Regal lassen.

Und wenn ich heute noch dazu komme schreibe ich noch detaillierte Rezensionen dazu bei Bookcrossing. Momentan habe ich von Konsalik noch “Operation Delphin” in Bearbeitung. Kein Wunder, dass ich unbedingt anderen Lesestoff brauche – na ja, der Vorteil bei den Dingern: Denken muss man nicht unbedingt beim Lesen…


Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe – die Kurzliste

Normalerweise pflege ich ja immer ausführlichere Rezensionen online zu stellen. Begnügt euch heute mal mit einer Kurzliste.

Butcher, Jim: Blood Ritual. Dresden-Files 6.
Vielleicht sollte man bei sowas besser mit Band 1 anfangen. Wenn die Stadtbibliothek der Wahl denn Band 1 angeschafft hätte. Hat sie aber nicht. Das Positive: Es gibt einen Story-Arc. Das Negative: Der interessiert mich nicht die Bohne. Ebensowenig wie die Handlung selbst. Ich verwechsle the White Council andauernd mit the White Circle, kann mit den Charakteren so gar nichts anfangen und die Action-Szenen finde ich wie weiland beim Reilly nun hahenbüchend übertrieben. Sicherlich kann sowas Spaß machen. Sicherlich macht das mehr Spaß wenn man mit Band 1 anfängt. Allerdings: Ich vermute stark ich wäre bis Band 6 gar nicht mal gekommen. Wer Fastfood-Action-Fantasy mag wird wohl gut bedient werden – gut, die Idee die Handlung auf einem Erwachsenen-Film-Set – wenn ich das Wort ausschreibe bombt mich wieder Google in den Boden ;-) – spielen zu lassen hat ja was. Aber leider nicht für lange. (Sorry Namensvetter. NmS.)

Charteris, Leslie: Alias the Saint
Drei kurze Erzählungen in einem Band, in dem The Saint eine Rolle spielt. (Nein, wir denken jetzt nicht an die Verfilmung mit Val Kilmer, obwohl ich die mochte, wir denken an die Serie mit Roger Moore. Wie? The Saint ist kein Begriff? Wirklich nicht? Ts.) Man merkt, dass die in einer anderen Zeit geschrieben wurden. Was aber nicht schadet, denn Charteris schreibt immerhin witzig, ironisch und seine Cliffhanger haben durchaus Pfiff und Pepp. Das mit der Flasche voller Erde als Gasmaske – das hat schon was. Hach ja, die Zeiten in denen ger gutgekleidete Gentleman mit Bowler und Anzug durch die Straßen Londons ging… Die Dialoge sind toll, die Plots geschickt gemacht und eine Empfehlung wert.

Pratchett, Terry: Jingo
Wenn Inseln im Meer versinken, dann geht das nicht ohne Drama vor sich. Wenn Inseln aus dem Meer wiederauftauchen, dann – so stellen die Bewohner von Ankh-Morporkh bzw. Vimes fest – geht das auch nicht ohne Drama von statten. Auf einmal ist die Beziehung zwischen Klatch und Ankh-Morporkh empfindlich gestört und es fehlt nur ein Attentat auf den Prinzen von Klatch um das Fass zum Brodeln zu bringen und Vimes zum Heerführer zu machen…
Kann man getrost allen Dumpfbacken in die Hand drücken, die meinen, dass sie besser als andere wären.

Das ABC der Harmonielehre
Die Hauptpersonen in diesem munteren Stücklein nennen sich Tonika, Dominante und Subdominante. Diese spielen einen gar munteren Reihen mit ihren Vettern den Mollparalellen, den Gegenklängen und der Sixte-Ajoute. Der Plot entwickelt sich von recht schlichten Ausgangsmöglichkeiten hin zu raffinierten Klängen und mündet am Ende eventuell sogar in ein Happyend mit den Initiatialen D-S-T. Oder D-Sp-T. Man könnte auch noch eine Neun oder eine Elf dazufügen…
(Na kommt – was soll ich über eine Harmonielehre schon groß schreiben? Nicht, dass ich mich an diese Regeln beim Schreiben meiner Sätze IMMER halten würde. Ich gehe vom KLANG aus, aber Handwerkszeug sollte man schon etwas wissen. Leider. Dominantsextnonakkorde – wer denkt sich diese Namen nur aus?)

Collins, Wilkin – The Woman in White
Das lese ich zur Zeit wenn ich mal NICHT in Fachbüchern meine Nase stecke. Oder in irgendwelche Aufsätze. Oder in Aufsätze, die sich IN Fachbüchern befinden. Ihr habt das Bild, gelle?
Nun ja. Liest sich momentan ganz nett. Etwas weitschweifig wie etliche Romane der Ära – wir schreiben hier von viktorianischen Romanen. Das Ding ist so dick wie zwei Ziegelsteine. Auf englisch. Ihr wißt doch wie englische Taschenbücher gesetzt sind?
So ganz den Kick habe ich noch nicht empfunden, aber die Hauptpersonen sind auch gerade erst vorgestellt wurden – so auf Seite 25 oder so… Kann dauern.

Eliot, George: Middlemarch
Das scheint mir eher zu liegen. Lese ich wenn ich nicht in Fachbüchern lese oder in dem obigen-genannten. Bin auf Seite 20. Genauso dick wie “The Woman in White”, fast dieselbe Epoche, aber ein historisch-historischer Roman. (Nein, erkläre ich jetzt nicht.)


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