Wie sagt Lanu doch so schön in ihrem Blog: „Heul nicht – sag was!“ Und genau das werde ich jetzt auch tun, denn ich denke das werde ich auch tun – es geht um den Bibliothekartag 2009, um die Fahrtkosten und um die ARGE. Ich bin letztes Jahr gegen eine Mauer gerannt und möchte das diesmal vermeiden, brauche also die Hilfe meiner Leser bzw. Ratschläge und Tipps. Im Voraus schon mal vielen Dank.
Wer es im letzten Jahr nicht mitverfolgt hat, nochmal die Kurzfassung des Problems: Laut der ARGE soll ich mich „Eigenbemühungen“ zeigen. Davon bin ich auch dann nicht befreit, wenn ich als GWA-Kraft eingestellt worden bin. Ich muss alle drei Monate da antanzen und meine Nachweise erbringen. Diese sind jetzt von einer zweistelligen Zahl auf eine einstellige pro Monat gesenkt worden übrigens, weil ich mich mit meinem „Fallmanager“ super verstehe mittlerweile. An dem ist es im letzten Jahr auch wirklich nicht gescheitert, dass ich mich voranstellen – der war bemüht und hat geschaut ob eine Kostenübernahme möglich ist, aber wie das bei der ARGE so ist – und die ARGE in Duisburg hat, habe ich mir sagen lassen, den schlechtesten Ruf in ganz NRW: Viele Abteilungen, viele Leute, Weisungsgebundenheit – schreib: Behörde halt.
Kommen wir zum eigentlichen Thema: Im letzten Jahr bin ich auf eigene Kosten – weil: EIGENBEMÜHUNGEN – zum ersten bibliothekarischen Barcamp gefahren. Denn schließlich bin ich a) einer der ersten Gastblogger im Netbib gewesen und mache b) den ersten und – bis auf momentane Aussetzer – eigentlich regelmäßig erscheinenden bibliothekarischen Podcast in Deutschland. Das heißt: Wenn es um ein Barcamp geht, dass sich bibliothekarischen Themen widmet, dann ist das für mich a) NATUERLICH eine Fortbildung und b) eine EIGENBEMÜHUNG. (Nochmal: Die ARGE sagt, ich soll mich um Stellen kümmern, das Barcamp ist eine Kontakbörse für das Web2.0 – ich kann nicht sagen ob es da einen Job geben wird oder nicht, aber es ist eine EIGENBEMÜHUNG.
Ich war sogar von Edlef Stabenau damals eingeladen worden, dem offiziellem Veranstalter also wenn ich das richtig im Kopf habe, habe die Einladung eingescannt – und war zwei Tage vorher, weil recht kurzfristig und ich das auch nicht wußte, dass die ARGE sowas eventuell übernimmt weil die ARGE einen bei sowas gerne „abserviert“ bei der ARGE einzureichen. Der Fallmanager hat sich das angesehen und es weitergeleitet.
Gut – ich gehe nicht davon aus dass alle Leute verstehen was ein Blog oder ein Podcast ist. Vielleicht war es auch ein Fehler der Dame bei der ARGE damals überhaupt zu erklären zu versuchen WARUM ich da DRINGENST hin muss – aber schön. Die Auskunft so sinngemäß: Es sei ja sozusagen mein Privatvergnügen, wenn ich am Samstag irgendwohin fahren würde, die Kosten werden nicht übernommen.
Schön, ich habe zähneknirschend das Ticket bezahlt – dass dann natürlich etwas teurer war als die wunderbaren Sonderangebote, das ging aber noch – und sehr liebe Menschen haben die Kosten dann für mich übernommen. Im Nachhinein dann. Wobei ich denen dann aber auch nochmal sagte: Vielleicht, eventuell übernimmt die ARGE die Kosten ja doch, ich versuche noch mal einen Antrag zu stellen.
Also NACH dem Barcamp alles eingescannt was da war und abgegeben. Beim nächsten Routinebesuch beim Fallmanager – der wirklich bemüht war, echt, das hatte ich selten, der fragt auch immer was er für mich tun könne, das ist ja auch nicht selbstverständlich – gabs halt eine Absage, weil ihm die Hände gebunden waren.
Nochmal, man muss sich das vergegenwärtigen: In dem Schreiben der ARGE, dass ich alle drei Monate neu mit dem Fallmanager – allein das Wort macht klar was da mein Status ist, ich bin nur ein Fall, den man erledigen kann – erneut abkläre heißt es, dass ich mich verpflichte meine Eigenbemühungen nachzuweisen, dass ich mich um Stellen kümmere und sozusagen alles in meiner Macht mögliche tun kann und soll um aus der Statistik rauszufallen. Nun, dass ich mich nicht bemüht habe kann man mir wohl kaum unterstellen. Ausgerechnet die ARGE aber legt mir dann, wenn ich mich bemühe – vorher, wenns auch kurzfristig war weil ich das nicht wußte, nachher – Steine in den Weg???? Bin ich der Einzige bei dem da das Hirn aussetzt, ich glaube nicht.
Gut – in diesem Jahr weiß ich das mit dem Bibliothekartag etwas eher, der Termin fürs zweite bibliothekarische Barcamp ist noch nicht raus, daher fasse ich erstmal den Bibtag09 als Ziel ins Auge. Da von dort auch auch diesmal live getwittert werden wird und ich ja in der Übung bin
wäre das sehr lohnend und vor allem sind die Themen auch spannend. Es gibt sogar ein Angebot für eine verbilligte Zugfahrkarte – HIN und ZURÜCK für 99,- Euro. (Siehe oben.) Das Geld könnte ich eventuell noch ansparen bis dahin, aber was kann, soll, muss ich tun um diesen Pfeifen – Fallmanager ausgenommen – bei der ARGE klarzumachen, dass das zwar keine geförderte Maßnahme der ARGE i.d.S ist – dass ich da aber wegen meines Jobs eventuell hinmuss? Für einen Tag könnte ich sogar unbezahlten Urlaub von meiner GWA-Stelle nehmen, kein Problem soweit denke ich. Nur: Was soll ich wegen der ARGE tun – außer natürlich mit diesem Posting Öffentlichkeit zu schaffen?