Juli 5, 2008

Notiz an mich: Elliot Minor Album…

auf die laaannnggeee “HABEN WOLLEN”-Liste setzen. :-)

Juli 4, 2008

Das siebte Duisburger Bloggertreffen: Minirunde diesmal

Ich werde dann die Tage nochmal in mich gehen und zu ergründen versuchen ob es einfach nur das Sommerloch war oder ob Freitage generell etwas doof für Bloggertreffen sind. (Zu wenig Werbung? Anderthalb Monate Vorlauf, Treffen-Blog, Header! Gut, da müsste man auch draufklicken, aber es stand und steht ja momentan noch oben im Blog, ein wenig Selbstverantwortung sollte ja schon vorhanden sein, gelle? Gut, morgen ist Bochum Total, heute startet das Traumzeit-Festival, aber dennoch…)
Jedenfalls waren diesmal Herr Flusskiesel, Herr Kueperpunk, Herr Fenrir, Frau Sprunghaft, moi, Frau Midori - und der Olle Osel waren anwesend.

Herr Fenrir reichte süße Wolfsphotos rum von den Kleinen aus dem Duisburger Zoo - mir scheint, da ist am Sonntag bei gutem Wetter mal ein kleiner Abstecher hin fällig, diesmal ohne Tun ähm Delphine. Die sind ja sooo knuffig… Also die Wölfchen. Die Delphine sind - niedlich. Aber nicht knuffig. Herr Fenrir bereitet fürs nächste Jahr eine Ausstellung vor. Ich freue mich schon drauf. Also mit Wölfen. Nicht mit Delphinen. Obwohl…

Frau Sprunghaft und Frau Midori plauderten munter über Sirup im Kaffee und Vla über den Obstsalat und dass die Regattabahn zum Laufen ja eigentlich doch nicht so schlecht sei. (Frau Sprunghaft hatte ihren Navi nicht dabei, weil sie dachte sie findet das Ostende auch so. Nuuuunnnn… Ich verlängere mal den Mantel des Schweigens an dieser Stelle um etliche Meter. ;-))

Der Olle Osel stellte fest, dass ihm nichts wehtun würde, er aber dennoch quicklebendig sei.

Die Männerrunde kam dann auf die üblichen Männerthemen: Welche Filme mit Zombies drin sind eigentlich so richtig gut? Ich muss Claudia unbedingt nochmal fragen in welchem Film diese shantysingenden Zombieunterwasserseemannschöre vorkommen - haben sie gerade per Mail gefragt übrigens - nur in der deutschen Synchro wohl. Außerdem haben wir über Dinge wie Flaschenwerfer um Mitternacht und Biergärten mit Schlagern ab 03:00 Uhr gesprochen, haben einen Schlenker über den Bereich Afghanistan und Militär gemacht. Herr Flusskiesel berichtet von seinem Besuch von Hagen Rether und einig waren wir uns so ziemlich, dass wir alle die Anstalt mögen. Manche nennen es auch das ZDF.

Frau Midori entpuppte sich gegen Ende der Runde dann als Terry-Pratchett-Fan - Frau Sprunghaft, klicken Sie bitte HIER, danke, ja, die Romane KANN man auch einzeln lesen, Rincewind-Romane vielleicht nicht unbedingt zum Einstieg, aber “Mort” oder “Die ganze Wahrheit” ebenso wie “Dieb der Zeit” - oder ähnlich kann man empfehlen zum Einstieg, seit Goldmann auf die blöde Idee gekommen ist die deutschen Erstausgaben ebenfalls gebunden herauszugeben bestelle ich dann doch lieber die englischen Hardcover, gibt ja nur noch einen im Jahr, das geht. Und nein, ich verleihe meine nicht. Die sind nämlich SIGNIERT.(Momentan habe ich hier auf deutsch “Wachen, Wachen” rumfliegen… Geschmackssache. Mir gefällt das Teil als Hörspiel nicht sooo besonders. Hey, ich muss darüber nochmal bloggen fällt mir ein. *g*)

Ansonsten gabs viel Aioli - natürlich - viel Brot - natürlich auch - und das altbekannte Aioli-Paradoxon trat natürlich auch wieder ein.

Und mit Stolz darf ich vermelden: Das OBCZ-Bookshelf ist aktuell. Tadaaa! Alles was momentan auf Available steht ist vorhanden und kann mitgenommen werden. Hat nur die Kleinigkeit von - hmm - einer Stunde oder so gedauert. :-)

Zum Schluss konnten Frau Sprunghaft und Frau Midori und ich uns nicht so ganz einfach trennen, der Olle Osel wartete auf sein Taxi - das genau dann kam als er nachfragte ob man denn auch angerufen hätte, hey, Timing - und so spazierten wir dann ganz gemächlich jeder in seine Richtung.

Nicht vergessen: 22.08. - Düsseldorf. Wann und wo bei Frau Sprunghaft erfragen. *g*

Juli 4, 2008

FUBARED oder Okay, wo ist meine Knoppix-CD?

Warum sollte es auch einmal in meinem technischem Leben ohne Probleme von statten gehen? Nein, natürlich muss die Technik mal wieder Dinge tun, die alles andere als nett sind.
Jetzt will beim Großen noch nicht mal Linux ordentlich starten, er bleibt mit der kryptischen Meldung “GRUB _” stehen nachdem er den DMI Pool verifizierte und nachschaute, ob er von CD aus booten könne…
BERUHIGEND wäre etwas anderes…
Knoppix meldet gerade, dass EINE Festplatte gefunden wird. Ich habe allerdings ZWEI im Großen drin.
BERUHIGEND ist definitiv was anderes…
Es erklärt allerdings das andere: Von wegen Servicepack-Probleme - ich vermute stark, die Festplatte ist - nun - abgekackt. Ja, das sieht nach FUBARED aus…
Auf die D-Partition kann er zugreifen. Auf C und E, die auf der selben Festplatte liegen, nicht. Wenn natürlich die Festplatte nicht mehr zugreifen kann, dann erklärt das die Bootprobleme der letzten Zeit…
BERUHIGEND ist alles andere als das. Nun ja, eine Sicherung der C:-Partition liegt auf der Externen. Insofern kein Problem. (Knoppix erkennt die Externe übrigens im Gegensatz zu Suse. Ts.)
Tscha… Da muss ich jetzt erstmal die nächsten Tage drüber nachdenken. Denn einige Programme auf der C-Partition bräuchte ich dringend. Capella z.B. Oder Tonica.
OBERDOPPELRIESENMIST.

Juli 4, 2008

Politik? Doch nicht bei XING

Ah, die schöne neue Community-Welt, in der man Gruppen gründen kann und diskutieren und so. Na ja. Kann man tun. Aber nicht bei XING, wenn man politische Themen diskutieren möchte. Also, nicht nach dem Ändern der AGBs dafür, eine politische Gruppe gibts durchaus, die wird aber von XING moderiert um angeblich den Einfluss von Parteien auszuschließen.
(Fragt sich natürlich, wie man sowas genau definiert. Kann man Politik diskutieren ohne dass man von Parteiprogrammen beeinflusst wird? Ich bezweifel das.)
Wobei es gar nicht um die Politik an sich geht offenbar, denn XING hat mit Cicero eine Kooperation geschlossen. Ausgewählte Artikel werden den Nutzern zur Verfügung gestellt und dann kann man über diese diskutieren. Das passte halt einigen XING-Nutzern nicht. Deshalb gründeten diese dann eine eigene Gruppe, die jetzt von XING geschlossen wurde. Cherchez le monaie oder so…

{Whuffie an den Standard}

Juli 4, 2008

Prolog zu “Sturm” online - zum Hören

Falls ihr immer noch nicht den Auftaktband von Claudia Kerns Saga um den verwaisten Thron - “Sturm” heißt er, zweiseitige “Werbekernspalterei” in der aktuellen Space-View, ich mag das Zitat: “Handlung ist, wenn die Autoren ihren Figuren auf den Sack gehen”, muss das als Email-Signatur noch einbauen gehen - bestellt habt und euch fragt: “Häh? Nix Elfen, Trolle, Orks? Warum kaufen ich soll das?” - dann klickt doch einfach mal zu Random House rüber.
Claudia Kern liest da den Prolog aus ihrem Roman. Und nicht nur für sich alleine und leise, nein, sie liest das sogar laut vor! Und dank kleiner Dämonen, die das alles auf winzige kleine Wachscheibchen geritzt haben während des Corona-Events zur 200. Ausgabe könnt ihr das jetzt immer und immer wieder anhören. Und bestellen solltet ihr das Teil auch. Am Besten per Semaphore. Ihr wißt doch: Tauben - Gargoyles - nix gut

Juli 4, 2008

Bücher, die ich bis jetzt gelesen habe - die Kurzliste

Normalerweise pflege ich ja immer ausführlichere Rezensionen online zu stellen. Begnügt euch heute mal mit einer Kurzliste.

Butcher, Jim: Blood Ritual. Dresden-Files 6.
Vielleicht sollte man bei sowas besser mit Band 1 anfangen. Wenn die Stadtbibliothek der Wahl denn Band 1 angeschafft hätte. Hat sie aber nicht. Das Positive: Es gibt einen Story-Arc. Das Negative: Der interessiert mich nicht die Bohne. Ebensowenig wie die Handlung selbst. Ich verwechsle the White Council andauernd mit the White Circle, kann mit den Charakteren so gar nichts anfangen und die Action-Szenen finde ich wie weiland beim Reilly nun hahenbüchend übertrieben. Sicherlich kann sowas Spaß machen. Sicherlich macht das mehr Spaß wenn man mit Band 1 anfängt. Allerdings: Ich vermute stark ich wäre bis Band 6 gar nicht mal gekommen. Wer Fastfood-Action-Fantasy mag wird wohl gut bedient werden - gut, die Idee die Handlung auf einem Erwachsenen-Film-Set - wenn ich das Wort ausschreibe bombt mich wieder Google in den Boden ;-) - spielen zu lassen hat ja was. Aber leider nicht für lange. (Sorry Namensvetter. NmS.)

Charteris, Leslie: Alias the Saint
Drei kurze Erzählungen in einem Band, in dem The Saint eine Rolle spielt. (Nein, wir denken jetzt nicht an die Verfilmung mit Val Kilmer, obwohl ich die mochte, wir denken an die Serie mit Roger Moore. Wie? The Saint ist kein Begriff? Wirklich nicht? Ts.) Man merkt, dass die in einer anderen Zeit geschrieben wurden. Was aber nicht schadet, denn Charteris schreibt immerhin witzig, ironisch und seine Cliffhanger haben durchaus Pfiff und Pepp. Das mit der Flasche voller Erde als Gasmaske - das hat schon was. Hach ja, die Zeiten in denen ger gutgekleidete Gentleman mit Bowler und Anzug durch die Straßen Londons ging… Die Dialoge sind toll, die Plots geschickt gemacht und eine Empfehlung wert.

Pratchett, Terry: Jingo
Wenn Inseln im Meer versinken, dann geht das nicht ohne Drama vor sich. Wenn Inseln aus dem Meer wiederauftauchen, dann - so stellen die Bewohner von Ankh-Morporkh bzw. Vimes fest - geht das auch nicht ohne Drama von statten. Auf einmal ist die Beziehung zwischen Klatch und Ankh-Morporkh empfindlich gestört und es fehlt nur ein Attentat auf den Prinzen von Klatch um das Fass zum Brodeln zu bringen und Vimes zum Heerführer zu machen…
Kann man getrost allen Dumpfbacken in die Hand drücken, die meinen, dass sie besser als andere wären.

Das ABC der Harmonielehre
Die Hauptpersonen in diesem munteren Stücklein nennen sich Tonika, Dominante und Subdominante. Diese spielen einen gar munteren Reihen mit ihren Vettern den Mollparalellen, den Gegenklängen und der Sixte-Ajoute. Der Plot entwickelt sich von recht schlichten Ausgangsmöglichkeiten hin zu raffinierten Klängen und mündet am Ende eventuell sogar in ein Happyend mit den Initiatialen D-S-T. Oder D-Sp-T. Man könnte auch noch eine Neun oder eine Elf dazufügen…
(Na kommt - was soll ich über eine Harmonielehre schon groß schreiben? Nicht, dass ich mich an diese Regeln beim Schreiben meiner Sätze IMMER halten würde. Ich gehe vom KLANG aus, aber Handwerkszeug sollte man schon etwas wissen. Leider. Dominantsextnonakkorde - wer denkt sich diese Namen nur aus?)

Collins, Wilkin - The Woman in White
Das lese ich zur Zeit wenn ich mal NICHT in Fachbüchern meine Nase stecke. Oder in irgendwelche Aufsätze. Oder in Aufsätze, die sich IN Fachbüchern befinden. Ihr habt das Bild, gelle?
Nun ja. Liest sich momentan ganz nett. Etwas weitschweifig wie etliche Romane der Ära - wir schreiben hier von viktorianischen Romanen. Das Ding ist so dick wie zwei Ziegelsteine. Auf englisch. Ihr wißt doch wie englische Taschenbücher gesetzt sind?
So ganz den Kick habe ich noch nicht empfunden, aber die Hauptpersonen sind auch gerade erst vorgestellt wurden - so auf Seite 25 oder so… Kann dauern.

Eliot, George: Middlemarch
Das scheint mir eher zu liegen. Lese ich wenn ich nicht in Fachbüchern lese oder in dem obigen-genannten. Bin auf Seite 20. Genauso dick wie “The Woman in White”, fast dieselbe Epoche, aber ein historisch-historischer Roman. (Nein, erkläre ich jetzt nicht.)

Juli 4, 2008

Schau mal, eine Corona!

Nee - das muss EIN Corona heißen. Magazin nämlich. Da ihr bestimmt die Folge vom 18.06. verpasst habt und da in zwei Wochen nochmal eine Ausgabe erscheint - die ihr dann bestimmt nicht mehr verpaßt weil ihr das Magazin abonniert habt, gelle? - hier mal der Link zur Webseite.

Juli 4, 2008

Gedanken über Doctor Who und Buffy

Obwohl in den USA wirklich exzellente Essaybände zum Thema erschienen sind, ist Literatur zu Fernsehserien auf deutsch im wissenschaftlichen Kontext hier so gut wie nicht zu finden. Nicht falsch verstehen: Claudia Kerns zwei Bücher zum Thema “Buffy” sind ebenfalls toll, ebenso hilfreich war der Christian Lukas, aber das sind gute, fundierte Arbeiten von Nichtwissenschaftlern. (Die wirklich hilfreich sind. Echt jetzt. Sind ja auch die Einzigen, die in Deutschland von Bedeutung sind für die Serie. Es gibt bestimmt noch etliche Artikel in der TVHiglights oder so, die interessant wären - aber bis man DIE als Kopie in der Post hat… Neeee.)

Wissenschaftlich ist das Thema meines Artikels zu “Buffy” hierzulande ebensowenig beackert worden wie die Frage, wie der christliche Bezug in Doctor Who zu werten ist - den es durchaus gibt. Finale von der neuen Staffel 3? Oder “Gridlock”, wo es ebenfalls diverse Anspielungen auf die christliche Mythologie gibt? Deutsche Zuschauer werden, wenn diese Folge irgendwann bei Pro7 zu sehen ist, oder auch eher nicht glaube ich, sich bestimmt fragen was die da singen. Kann ich jetzt schon mal klären: In “Gridlock” kommen zwei Hymns vor, also Choräle. Einer davon sollte sogar im Evangelischen Gesangbuch zu finden sein: “Abide with me” nämlich. “Bleib bei mir Herr” ist das auf deutsch. Soll übrigens auch das letzte Stück auf der Titanic gewesen sein wenn ich Wissenschaftlern trauen darf. Händels Largo wars jedenfalls nicht. Hmm, ich weiß manchmal einfach zu viel glaube ich. Der andere Choral in der Folge ist übrigens “The old rugged cross”. Wenn man sich mal die Texte anschaut, dann leuchten da durchaus schon Assoziationsketten auf. Wenn man dann noch das Finale der dritten Doctor-Who-Staffel - neue Serie - dazuzieht, dann hätten wir auf der einen Seite Martha Jones als Johannes-Figur - also wirklich, deutlicher gehts nun nicht, oder? Martha Jones, die ein Jahr auf der Erde herumreist um die definitive Waffe zu finden, die natürlich VIER TEILE hat, um den Master zu besiegen und die dabei vom Doctor erzählt? Auf der anderen Seite haben wir dann den Doctor, der durch den Glauben der Masse und durch die Hilfe von einem Satelliten-Netzwerk - hmm, heißt das nicht zufälligerweise The Angel-Network? Ich glaube schon, oder so ähnlich - wieder an Kraft gewinnt und dann durch die Luft in eine Gloriole gehüllt schwebt… Also wirklich. Darüber kann man Doctor-Arbeiten schreiben. (Pardon the pun.) Sehen wir mal von den “Engeln” bei VotD ab, die den Doctor am Ende dann unter die Arme greifen und durch die Decke - ähm - sanft hindurchtragen. Oder so.
Wobei Russel T. Davis, von dem “Gridlock” ja stammt, durchaus auch seine sogenannte Gay-Agenda durchdrückt: Wenn nämlich die Kamera als “The old rugged cross” ertönt ja Ausschnitte aus den ganzen “Autos” zeigt, dann zeigt sie nämlich auch die beiden alten verheirateten Damen und es gibt dann einen Schnitt auf die Hände der beiden alten Damen… (Okay, wir schreiben immer noch über eine Kinderserie, falls das jemandem entgangen sein sollte. Eine KINDERSERIE. Und jetzt schaue man sich bitte mal an was bei uns im Kinderfernsehen läuft, wenn es denn mal bei den ÖRs läuft und nicht im Kinderkanal… Und ihr wollt mir erzählen, sowas ist Kinderkram? Bitte nochmal den obigen Absatz lesen, ja?)
Oder nehmen wir mal “Band Candy”, die Buffy-Folge aus der dritten Staffel. Auf den ersten Blick eine ganz normale Stand-Alone-Folge - wobei man das bei Buffy eigentlich ebensowenig wie bei den X-Files sagen kann, sicherlich werden einzelne Geschichten erzählt, aber der Story-Arc ist dann doch vorhanden. Inhalt: Böse Süßigkeiten - ich wette, die Folge heißt auf deutsch auch irgendwie so, ich erinnere mich an das “Bad Beer”-Debakel, “Das Bier der bösen Denkungsart”? Oh my… - verwandeln die Erwachsenen in Sunnydale in Teenager zurück, also nicht wirklich, vom Verhalten her eher. Das ganze ist nur ein Ablenkungsmanöver um das Opfer für den Dämonen Lokustes - oder so - aus dem Krankenhaus zu stehlen, Babys nämlich. Buffy rettet den Tag und die Babys. Natürlich.

Die Handlung ist aber nur Oberfläche, die natürlich geschickt das “Körpertausch”-Thema der Phantastik aufnimmt - wenngleich es hier um einen Tick gedreht erscheint und nicht im eigentlichen Sinne Körper getauscht werden, was nochmal eine weitere Schicht in dieser Folge ist. Wobei es natürlich auch um das Tauschen geht in dieser Folge: Das Tauschen von Verantwortung gegen Verantwortungslosigkeit nämlich. Insofern eine weitere Schicht, aber um was es in der Folge eigentlich geht ist eine Spiegelung des Verhaltens bzw. der Charaktere. Denn Buffy, die zu Beginn der Folge von ihrer Mutter daran erinnert wird, dass sie am Ende von Staffel Zwei einfach so abgehauen ist und Joyce will auf keinen Fall, dass Buffy ihren Führerschein macht um das nochmal zu erleben, befindet sich auf einmal in der Situation, die zu Anfang Giles und Joyce einnehmen: Joyce und Giles wollen Buffy vor den Dingen der Welt und vor sich selbst beschützen, was bei Buffy allerdings schwieriger ist als bei anderen normalen Teenagern. Zu Recht murmelt Joyce ja, dass die anderen Eltern zumindest in Etwa wüßten wovor sie ihre Kinder beschützen. Joyce, die erst kurz zuvor von Buffys zweiter Identität als “The Slayer” erfahren hat, weiß das natürlich nicht. Giles ist da natürlich im Vorteil: Schließlich ist er Buffys “Watcher” und in der Folge wird nochmal deutlich wie sehr er eigentlich für Buffy und die “Slayerettes” - nein, das deutsche Äquivalent für diesen Begriff schreibe ich nicht hin, der ist einfach lächerlich dämlich - als Vaterfigur zu werten ist. Die Hoffnung, dass alles in Ordnung gehen wird wenn man nur bei Giles ankommen würde muss Buffy auf der Fahrt zu seiner Wohnung zerstören: “Giles at sixteen? Less Together Guy, more Bad-Magic-Hates-The-World-Ticking-Time-Bomb Guy.

Man halt also Rupert “Ripper” Giles anstelle des sorgfältigen Bibliothekars und Watchers. Der sonst so starke Giles verwandelt sich auf einmal in einen verantwortungslosen, “bösen” Teenager - mit all den Erinnerungen des Erwachsenen, aber ohne dessen Moral, Normen oder Sichtweisen. Und damit kehrt die Folge genau die Situation um, die zu Beginn angedeutet wird, es findet ein Rollentausch statt: Aus Teenagern müssen in dieser Situation Erwachsene werden, die Last der Verantwortung liegt auf einmal auf ihren Schultern und sie müssen feststellen, dass es alles andere als einfach ist. (Vielleicht schon ein Vorgeschmack auf Staffel 6, in der das Grundthema des “Erwachsenseins” mit allen Vor-und Nachteilen ja mehr als einmal grundlegend behandelt wird. Auch das des Fehlens von Giles übrigens. Was Joss Whedon bestimmt damals noch nicht geplant hatte. Ist ja nicht Babylon5.)

Was “Band Candy” uns - neben der obligatorischen Fortführung des Story-Arcs um den Bürgermeister - vorführt ist neben einer “Buffy verhaut das Monster der Woche” durchaus eine Folge, die reflektiert ob das Erwachsenensein nun wirklich so viel besser ist als die Teenager-Zeit - nun könnte man meinen die Antwort auf die Frage sei ziemlich eindeutig, schließlich ist das Chaos was die verfluchten Schokoriegel anrichten ja schlimm genug. Aber es gibt eine Dialogzeile von Joyce bei der man nicht sicher ist wie Jane Espenson, die Drehbuchschreibern, ihn gemeint hat: Yeah, like, uh, getting married and having a kid and everything was just a dream, and now things are back like they’re supposed to be.


Schwingt da Sympathie für den Teenager mit? Sicherlich ist es ein Traum von jeden von uns einmal wieder “sweet 16″ zu sein, wenn man aber genauer darüber nachdenkt - und das tun die Autoren bei “Buffy” in dieser Folge nun durchaus - dann erinnert man sich vielleicht daran dass diese Zeit alles andere als nett war. Eigentlich. Sicherlich verklärt man manches, aber vor die Wahl gestellt würde man doch kaum sein jetziges Leben mit dem damaligen tauschen wollen und die Unsicherheit, diese “Die Welt versteht mich total nicht und meine Eltern sowieso nicht”-Gefühls-Phasen, nicht nochmal erleben wollen. Insofern könnte Joyces Aussage als ironischer Vermerk stehenbleiben. Sie spiegelt aber genau das wieder, was man eigentlich als Teenager erlebt: Ehe? Kinder? Job? Alles noch weit weg, es zählt nur der Augenblick. Sehen - haben wollen - sich nehmen - genau das praktiziert “Ripper” ja wenig später nach dieser Anmerkung und - womit wir den Bogen zum Story-Arc geschwungen haben - genau das lebt Faith ja in einer späteren Episode Buffy vor. Aber dieser Lebensstil hat Konsequenzen: Einerseits versteht Buffy, die am nächsten Morgen ja ihre SATs hat - also die Prüfungen für ihre späteres College-Leben, was in Staffel Vier ja eine Rolle spielen wird - ich hasse Riley übrigens persönlich immer noch - was Verantwortung ist. Zwar nicht in einer der alten Moralkeulenform a la He-Man oder She-Ra, sondern sie kann zumindest ahnen wie es ist wenn man nicht nur auf sich selbst achten muss. Zweitens gibt es in dieser Folge nochmal eine Konsequenz, die doppelbödig ist: Giles und Joyce haben miteinander geschlafen. Eine Tatsache, die sie vor Buffy - die nun wirklich einmal in der Folge meint, man solle ihr besser nicht erzählen woher Joyce die Handschellen hat - verheimlichen werden bis Buffy das zufälligerweise in “Earshot” herausfindet, als sie zeitweise Gedanken lesen kann. In gewisser Weise spiegelt sich nämlich in diesem Geheimnis genau das wieder, was zum zweitweisen Bruch zwischen Oz und Willow führen wird - Xander und Willow haben nämlich durchaus noch Gefühle füreinander, eines der weiteren Story-Arc-Elemente dieser Staffel. In gewisser Weise haben wir dann am Ende der Folge, auch wenn wir es als Zuschauer gar nicht so mitbekommen, eine Verdoppelung der Situation: Giles und Joyce haben ihr Geheimnis und benehmen sich recht seltsam, Willow und Xander haben ebenso ihres und beide Geheimnisse kommen unfreiwillig im Laufe der Staffel ans Licht.
Was wiederum an sich nur Spiegelungen des Verhältnisses zwischen Buffy und Angel in dieser Staffel ist… Jedenfalls: Ich kenne nur noch eine andere TV-Serie, die derart geschickt einerseits Themen der Phantastik adaptiert um sie andererseits dann auf den Kopf zu stellen - und einen ebenso dichten Story-Arc hat wie “Buffy”. (Selbst wenn dieser in Staffel 6 und 7, für manche Leute gibts die siebte ja gar nicht, durchaus durchhängt…) Na ratet mal, welche andere Serie ich meine - nein, Doctor Who ist es nicht, da ist der Story-Arc recht lose…

Juli 3, 2008

22.08. - Düsseldorfer Bloggerstammtisch

Frau Sprunghaft vermisst den Düsseldorfer Stammtisch. Ich auch. Schließlich haben wir uns ja spontan bei einem solchen kennengelernt - “hey, da ist noch jemand anders aus Duisburg, die nimmt dich doch sicher mit.” Hat ja damals auch nicht lange gebraucht, kicher.
Jedenfalls ist Frau Sprunghaft morgen in Duisburg zu Gast und kann dann zum Gegenbesuch in Düsseldorf einladen. Denn wie ich das gerade lese ist für den 22.08. ein Termin ebendort geplant. (Ob ich dran teilnehmen werde, keine Ahnung. Wie schon im Kommentar geschrieben: Erst Kiefer, dann alles Andere.)
Sicherlich findet man dann noch bei ihr alles weitere. Oder im Mixxt-Gedönse. (Merke: Dinge, die keine RSS-Feeds haben neigen bei mir in Vergessenheit zu geraten. Wobei: Das Teil hat doch RSS-Feeds? Egal.)

Juli 3, 2008

OMC#4 - Open Music Contest des ASTA Marburg startet

Teilnehmen können noch bis zum 15. Juli 2008 Bands aller musiklischer Genres — stilistische Vielfalt ist ausdrücklich erwünscht. Zentrale Teilnahmebedingung ist, dass die Bewerbungstitel unter eine Creative Commons-Lizenz gestellt werden: Die Musik wird “frei” und darf je nach gewählter Lizenz kopiert, verändert oder sogar kommerziell genutzt werden. “Diese freien Lizenzen machen die einfache Verbreitung von kulturellen Inhalten wie z.B. Musik möglich und erhöhen so die Aufmerksamkeit für KünstlerInnen und ihr Schaffen,” erklärt Christoph Scheid, Mitglied des Organisations-Teams.

Die Sampler der restlichen Wettbewerbe gibts ja noch kostenlos zum Download und wenn ich mich nicht irre waren Shearer da schon mal dabei. Unter anderem. Falls ihr also zufälligerweise eine Band habt, nichts gegen Creative-Commons-Lizenzen einzuwenden habt und Zeit und Lust habt einen Song einzuschicken und eventuell dann in Marburg aufzutreten: Dann schlagt mal das Pony. Bis zum 15. habt ihr noch. ;-)

{Whuffie an den Nachbarn}