Archiv der Kategorie: Aus meinem Leben

Ich sollte mal wieder bloggen, aber ich bin beschäftigt

Womit schon alles gesagt ist eigentlich.

Na gut, bei einem Projekt kann ich nur einen zarten Hinweis geben: Man redet da über Kunst. Mehr vielleicht später.

Und das andere Projekt ist Betreuen der SIO-Gruppe bei Google+.

So – wisster Bescheid. Abgesehen vom Ebook, das so langsam fertig wird. Dazu aber auch noch was – später. :-)


Frohe Weihnachten 2012 und auf ein interessantes Jahr 2013

„Mit Freude antworten wir sofort und auf die in ihrer Weise herausragende Mitteilung unten und drücken gleichzeitig unsere große Befriedigung aus, dass ihr gewissenhafter Autor zu den Freunden der Sun zählt:

Lieber Redakteur: Ich bin 8 Jahre alt.
Einige meiner kleinen Freunde sagen, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.
Papa sagt: ‚Wenn du es in der Sun siehst, ist es so.‘
Bitte sagen Sie mir die Wahrheit: Gibt es einen Weihnachtsmann?
Virginia O’Hanlon.
115 West Ninety-fifth Street.

Virginia, deine kleinen Freunde haben unrecht. Sie sind beeinflusst von der Skepsis eines skeptischen Zeitalters. Sie glauben an nichts, das sie nicht sehen. Sie glauben, dass nichts sein kann, das für ihre kleinen Geister unfassbar ist. Alle Geister, Virginia, seien sie nun von Erwachsenen oder Kindern, sind klein. In diesem unseren großen Universum ist der Mensch vom Intellekt her ein bloßes Insekt, eine Ameise, verglichen mit der grenzenlosen Welt über ihm, gemessen an der Intelligenz, die zum Begreifen der Gesamtheit von Wahrheit und Wissen fähig ist.

Ja, Virginia, es gibt einen Weihnachtsmann. Er existiert so zweifellos wie Liebe und Großzügigkeit und Zuneigung bestehen, und du weißt, dass sie reichlich vorhanden sind und deinem Leben seine höchste Schönheit und Freude geben. O weh! Wie öde wäre die Welt, wenn es keinen Weihnachtsmann gäbe. Sie wäre so öde, als wenn es dort keine Virginias gäbe. Es gäbe dann keinen kindlichen Glauben, keine Poesie, keine Romantik, die diese Existenz erträglich machen. Wir hätten keine Freude außer durch Gefühl und Anblick. Das ewige Licht, mit dem die Kindheit die Welt erfüllt, wäre ausgelöscht.

Nicht an den Weihnachtsmann glauben! Du könntest ebensogut nicht an Elfen glauben! Du könntest deinen Papa veranlassen, Menschen anzustellen, die am Weihnachtsabend auf alle Kamine aufpassen, um den Weihnachtsmann zu fangen; aber selbst wenn sie den Weihnachtsmann nicht herunterkommen sähen, was würde das beweisen? Niemand sieht den Weihnachtsmann, aber das ist kein Zeichen dafür, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Die wirklichsten Dinge in der Welt sind jene, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können. Sahst du jemals Elfen auf dem Rasen tanzen? Selbstverständlich nicht, aber das ist kein Beweis dafür, dass sie nicht dort sind. Niemand kann die ungesehenen und unsichtbaren Wunder der Welt begreifen, oder sie sich vorstellen.

Du kannst die Babyrassel auseinander reißen und nachsehen, was darin die Geräusche erzeugt; aber die unsichtbare Welt ist von einem Schleier bedeckt, den nicht der stärkste Mann, noch nicht einmal die gemeinsame Stärke aller stärksten Männer aller Zeiten, auseinander reißen könnte. Nur Glaube, Phantasie, Poesie, Liebe, Romantik können diesen Vorhang beiseite schieben und die himmlische Schönheit und den Glanz dahinter betrachten und beschreiben. Ist das alles wahr? Ach, Virginia, in der ganzen Welt ist nichts sonst wahrer und beständiger.

Kein Weihnachtsmann! Gottseidank! Er lebt, und er lebt auf ewig. Noch in tausend Jahren, Virginia, nein, noch in zehnmal zehntausend Jahren wird er fortfahren, das Herz der Kindheit zu erfreuen.“

Leitartikel aus der New York Sun vom 21. September 1897.
Quelle: Wikipedia

Wie immer am 24.12. seit es das Blog in den verschiedenen Varianten gibt drucke ich erneut den Brief der kleinen Virginia ab. Ich wünsche euch damit ein frohes Fest, schönes Festivus, happy Hanukkah, fröhliche Ahnenfeier und was es sonst noch für Feste gibt, die man um diese Zeit feiern kann – wir lesen uns wieder im nächsten Jahr!


Crash Boom Bang

Jetzt ist es passiert. Der Wagen ist gegen die Wand gefahren. Totalschaden. Nichts mehr zu retten. Was annähernd funktioniert hat ist der Airbag. Benommen steht man also da, die eingefahrene Tür in der Hand, vielleicht auch nur die Klinke und denkt im ersten Moment: Scheitern ist total scheiße. Und den Satz möchte man doppelt und dreifach unterstreichen… Scheiße, Crash Boom Bang und das bei einem an sich todsicherem Ding…

Gründe warum man Dinge an die Wand fährt gibts viele. Persönliche. Sachliche. Dinge, die man selbst beinflusst hat und selbst beeinflussen kann – Dinge, auf die man keinen Einfluss hatte und haben konnte und vielleicht auch Dinge, die dazwischen liegen. Vielleicht merkt man sehenden Auges, dass die Katatstrophe auf einen zusteuert und ist das Kaninchen, welches sich aus den Augen der Schlange nicht befreien kann. Manchmal laufen Dinge einfach aus dem Ruder ohne dass man irgendwie was dafür kann, manchmal versucht man gegenzusteuern und macht die Sache nur noch schlimmer. Kurzum: Scheitern tut sauweh.

Kein Wunder, wenn man sich körperlich auf die Fresse legt tut es auch sauweh und Scheitern muss nochmal eine Steigerung dieses körperlichen Schmerzens sein, weil sich hier die Seele auf die Fresse gelegt hat und im ersten Moment nach dem Moment des Scheiterns erstmal mit einem “Aua, tut weh, aber hey, das heißt ja auch ich lebe noch” aufrappeln muss. Und je nachdem wie stark man körperlich fällt kann man ja auch seelisch äußerst unangenehm fallen. Und ja, ich schreibe es nochmal hin: Im ersten Moment nach dem Knall ist Scheitern einfach nur scheißendreckiger Bockshornmist.

Natürlich gehts einem miserabel. Schließlich ist gerade eine ganze Portion von Gefühlen zerbrochen und von Erwartungen. Was hatte man sich nicht alles von diesem oder jenem Projekt versprochen, hey, hatte man sich im Vorhinein gedacht, wenn das einmal läuft dann … dann bin ich glücklicher, zufriedener, ein rundum anderer Mensch als zuvor. Genau. Wenn das und das und das funktioniert, dann hoffe ich dass es mir besser geht als zuvor. Das kostet alles Energie. Das Sich-Aus-Malen. Das Hoffen. Das Glauben. Das Herumstolzieren auf dem Dach und die Tagträumereien – nicht zu vergessen von all den Mühen, die man sich macht um einen guten Eindruck zu hinterlassen, die Tage der Vorbereitung, das Feilen an den Konzepten, die Überlegung welche Schriftart nehme ich denn jetzt am Besten oder mache ich da noch eine Verzierung dran, vielleicht doch besser die rote statt der grünen Jacke, doch besser den leichteren Schal gegen den, den einem die Freundin als Glücksbringer mitgibt … da geht ein Haufen zu Bruch wenn man scheitert. “Ja, mach nur einen Plan, sei nur ein großes Licht und mach dann noch ‘nen zweiten Plan, gehn tun sie beide nicht”, spottete schon Brecht, der übrigens nach der Dreigroschenoper enorm mit dem Nachfolgestück gescheitert ist. Das tröstet einen zwar momentan nicht im Geringsten, aber vielleicht kann sich der Gedanke ja später noch nützlich erweisen. Scheitern tut weh weil die ganzen Energien, die man vorher verwendete auf einmal verpuffen – abgesehen davon, dass das Selbstwertgefühl natürlich auch erstmal einen “auf den Hut” gehaun bekommt. Ob es davon gut wird, lieber Brecht, ist ja erstmal zu bezweifeln. Erstmal nämlich tut alles weh.

Scheitern tut weh und ist doof und scheiße und dieses “Begreife Scheitern als Chance” klingt erstmal hölzern, abgeschmackt und envuiert. Na klar, Scheitern als Chance begreifen. Können ja auch nur die sagen, so stellt man sich jetzt trotzig, die noch nie im Leben gescheitert sind. Denen immer alles flott von der Hand ging. Die Sonntagskinder, die sich nur am Sonntag in den Wald stellen müssen, das Glasmännlein irgendwie schief anreimen und hoppla-hopp Wünsche erfüllt bekommen. Gegen die hat man eher momentan das, was der Holländer-Michel als Wehwechen gegen alles verschreibt: Ein steinernes Herz in der Brust. Ein verstocktes, sich taub stellendes Herz, dass erstmal gar keinen Raum dafür hat um Dinge wie “Ach, wird schon”, “wirst schon sehen, war besser so” zu hören. Was selbstverständlich erstmal legitim ist, da man erstmal mit sich selbst ins Reine kommen muss, man muss erstmal das Sterben der Gefühle bewältigen, das Begraben der Hoffnungen, das Verbrennen der Möglichkeitsbrücken. Oh Gott, was werden die jetzt von einem denken? Verdammt, mein Renommee! Da kann ich nie wieder irgendwas tun, da ist verbrannte Erde und wenn sich das rumspricht – und prompt bläht sich das Drama in Opera Seria Manier auf und momentan ist noch kein Deus Ex Machina anwesend um einen zu retten. Man fällt die ganzen neun Kreise der Hölle bis in die Eiseskälte Satans, der Judas zermalmt hinunter. Wenn nicht noch mehr. Persönliche Höllen haben unendlich viele Stockwerke…

Irgendwann aber dann hat man die Wahl zwischen Schmollen, Asche aufs Haupt streuen und im Bußsack herumgehen, sich von der Engelsburg zu stürzen oder man ist erwachsen genug um sich einzugestehen – was der erste Stein des Besserungsweges ist: Ja, okay, ich hab da eine Entscheidung getroffen, ich hab da dem Schicksal ins Lenkrad gegriffen, ich hab den Wagen an die Wand gefahren. Scheiße, ja, es ist vielleicht ein Totalschaden aber moment mal: Mir ist doch jetzt nicht ernsthaft körperlich was passiert. Also nicht wirklich. Ich meine, okay, ja, da sind ein paar Blessuren, die Frage nach der Größe des Selbstwertes möchte man auch nicht unbedingt zu diesem Zeitpunkt verhandeln – aber erstmal hat man doch den Crash an sich überlebt. Klar. Lädiert. Ja: Den Totalschaden kann man nicht wegleugnen, der ist immer noch, unschön, aber moment mal – mir gehts doch erstmal einigermaßen gut.Vielleicht sogar so gut, dass man jetzt in die Traubenphase kommt: Na ja, war eh alles zu sauer. Warum hab ich mich da überhaupt abgemüht. Also, war ja klar: Ich und hier eine Chance haben? Nee, lass mal. Sowieso alles blöd gewesen. Klar. Nee, nee, das musste ja schiefgehen weil … und jetzt zählt man alle Dinge von A bis Z, Alpha bis Omega, Punktzeichen und Strichzeichen auf warum man selbst ja scheitern musste und warum das Ergebnis eh nicht die Mühe wert war. Nee, die Trauben da oben sind zu sauer obwohl ich keine Ahnung habe wie die schmecken. Aber andererseits dann wieder, man hätte ja auch bewußt aus der Niederlage einen Sieg machen können! Natürlich hätte man das. Und wie man das hätte tun können. Stier – Hörner – packen – drüberspringen – hic Rhodus, hic salta mein Junge aber sowas von. Klar, die hätten gegen einen doch keine Chance gehabt wenn … ähm … wenn … also, irgendwer oder irgendwas anderes außer einem selbst hielt einen davon ab auf den starken Mann zu machen, das Ruder rumzureißen – genau – sie wars, ähm, er wars, er wars, er wars der Jehova gesagt hat.
Ach Unsinn, mann war doch noch viel zu gut die ist noch eine der Reaktionen, die man so häufig hat. Pah, die verstanden einen nicht. Man ist halt was Besonderes und das versteht halt nur der, der es verstehen will und die Anderen sind eh alle zu tumb um auch nur den Nachklang der göttlichen Bedeutung des einzige wahren Sonder-Seins zu verstehen – hach, und jetzt rasch noch unter die Lichtdusche, der Heiligenschein ist schon wieder so matt…

Verständlich ist das alles. Aber leider auch alles irgendwie absoluter Kindergarten über den man als erwachsenes Wesen hinausgekommen sein sollte – dummerweise gretscht einem da dieses blöde kleine innere Kind zwischen die Beine ab und an und dann verhält mich sich doch so wie oben beschrieben. Sollte man aber nicht. Denn tatsächlich ist Scheitern erstmal scheiße aber Scheitern heißt auch gleichzeitig dass wir lernen. Sofern wir uns eingestehen: Okay. Da war die Vorbereitung nicht wie sie sein sollte. (Wenn man jetzt grollt: “Die haben auch nicht genau Deutlich gesagt, was sie jetzt wollen” wäre das wieder das innere trotzige Kind in einem, das lassen wir mal besser drin.) Man hatte nicht alle Informationen die man brauchte. Oder man hatte alle Informationen, hat bei der Vorbereitung das Ein oder Andere vergessen. Scheiße, ja, das war nicht NICHT die neue Version von Microsoft Office sondern eine drunter, aber man selbst hat nur für die neue Version mit den blöden neuen Formaten seine Unterlagen optimiert. Oder man merkt: Mist, ich hab die Größe und Dauer des Projekts überschätzt. Der Termin ist zu eng. Die Druckertinte liegt in den letzten Zügen und das Formular, das man da vorliegen hatte sah scheiße aus. Kurz und gut: Man war einfach ein Idiot. Warum zum Teufel nochmal hat man sich das Ganze auch aufgehalst?

Jetzt erst ist uns bewußt, dass wir vom Totalschaden Abstand genommen haben, dass wir jetzt erstmal angefangen haben den Schaden auseinanderzunehmen und uns zu fragen: Aus welchem Motiv habe ich eigentlich mich in dieses Unterfangen gestürzt und würde ich beim nächsten Mal wieder so handeln? Natürlich nicht! Logisch! Fehler kann man machen, aber man macht Fehler doch nicht zweimal. Gut, bestimmt nicht dreimal. Oder man macht den Fehler zum Quadrat, dass ist dann aber höhere Scheiternsmathematik. Na gut. Ja. Okay, der Totalschaden sieht immer noch nicht glücklich aus – wie auch – aber beim nächsten Mal, wenn ich wieder in dieser Situation, in dieser Lage bin dann weiß ich wenigstens, dass ich die Bremse eher ziehen sollte. Vielleicht reicht es auch ein wenig vom Gas zu gehen, ein bewußtes NEIN aus dem Fenster zu werfen, den nächsten Wagen werde ich sicherlich anders fahren. Vorsichtiger. Werde bewußt auf den Ölstand achten, ja, auch Sommer- gegen Winterreifen tauschen. Kurzum: Beim nächsten Mal, beim nächsten Projekt, beim nächsten Versuch werde ich frühzeitiger auf Dinge reagieren können.

Seltsam oder? Über Erfolge kann und darf man sich freuen, beim Scheitern gelingt einem das erstmal so gar nicht obwohl es doch auch tatsächlich eine Freude sein kann. Die Freude nämlich es a) zumindestens mal versucht zu haben und dann festzustellen, dass diese Richtung, diese Idee, dieser Plan nicht der richtige war und b) aus dem Scheitern seine ureigensten Erfahrungen mitzunehmen. Wir lernen nicht mit dem Erfolg. Wir können eventuell mit unseren Aufgaben wachsen – das klappt aber nur wenn ich und die Aufgaben gleichzeitig maßvoll wachsen, sonst wächst einem nämlich alles über den Kopf, was viel schlimmer und unangenehmer ist – wir lernen aber nur durch das Scheitern. Dadurch, dass uns – je nachdem was man hier einsetzen möchte – einen Klaps auf den Detz gibt, dass wir stolpern, dass wir hinfallen, dass wir aber auch wieder aufstehen und wissen: Gut. Das war vielleicht nicht das Passende für einen, aber eigentlich sieht dieser andere Wagen auch nicht unschicker aus als der, den man gerade an die Wand gefahren hat. Hey, moment, der hat ja noch eine bessere Zusatzausstattung und schau mal, also eigentlich ist doch…


Steigende Zahlen bei Orchestern und bei Abonnements

Erstmal ist das ja eine positive Nachricht:

Mit hervorragenden Besucherbilanzen und Rekordauslastungen ist an zahlreichen Orchester- und Musiktheaterstandorten die Saison 2011/12 zu Ende gegangen.

Meldet die DOV in einer aktuellen Pressmitteilung und wenn die es nicht weiß – Deutsche Orchestervereinigung – wer dann? Noch schöner aber wäre wenn nicht nur die Füllwörter wie “zahlreich” da stünden oder einige wenige Beispiele wie das DSO, sondern mal genauer aufgezählt werden würde wer denn jetzt wieviele Zuschauerzahlen wann gewonnen hat. “Zahlreich” heißt nun alles und nichts.

Nicht dass ich naiv genug wäre um zu glauben, die würden solche Zahlen freiwillig rausrücken – und klar freue ich mich auch darüber das Abonnement offenbar rennt, nur frage ich mich dann: Wer kauft die neuen Abos denn wohl? Junge Zuhörer? Oder doch wieder die Generation, die schon immer Abos gekauft hat und die verschenkt? Zudem wäre ja auch interessant zu wissen warum genau der Zuwachs erfolgte. So viele Public-Viewing-Veranstaltungen gibts nun nicht im Lande, wenngleich natürlich diese mit die Barriere gegenüber dem “Gebäude Oper” abtragen können, ebenso gibts nicht viele Open-Air-Konzerte.

Falls Social Media eine Mitrolle spielen sollte – und beim DSO ist das wohl anzunehmen – bräuchte ich zumindest noch eine Vergleichsanzahl. Zumindest aber kann ich mal etwas abwarten, die Tage müssten die Duisburger Philharmoniker zumindest eine kleine Andeutung geben ob die bisherige 90% Auslastung gehalten wurde. Dann könnte man ja zumindest spekulieren. Doch so, ohne konkrete Zahlen und mit den in PMs üblichen Floskeln fällt das natürlich schwer.


The Third Club Roundtable: Ist der Social Meda Hype am Ende?

Über den Namen zerbreche ich mir mal andermal den Kopf – wenn ich das richtig mitbekommen habe war das eine Veranstaltung, die aus einem Blogposting und einer Debatte auf Twitter hervorging, womit Dritter Club Rundtisch ;-) als Name ja so ziemlich irgendwie nicht ganz günstig war. Jedenfalls war es ein Roundtable mit Thomas Knüwer, Mirko Lange, Sebastian Matthes und Thilo Specht. Thema: Ist der Social Media Hype am Ende und/oder baut Facebook seine Vormachtsstellung aus bzw. werden kleinere Netzwerke neben Facebook existieren?

Im Nachhinein betrachtet war der zweite Teil des Themas – der mich eigentlich mehr interessiert hätte – dann leider gegen Ende mit einigen Beiträgen schnell abgehakt. Irgendwie scheint wenn das Wort Facebook in einem Themenvorschlag drinsteckt sich der größte Teil der Diskussion halt nur um diese eine Plattform zu drehen, auch wenn man sich ja eigentlich mit einem Blick über den Tellerrand beschäftigen wollte. Andererseits kann niemand jetzt meine Meinung zum Thema anfechten… :-) (Ich skizziere mal ebend: Einerseits gibts Nischen-Social-Netzwerke seit langem, andererseits ist das nun nicht weiter erstaunlich sieht man sich mal die Entwicklung von Foren im Internet an. Nur dass es damals kein “Überforum” gab wo alle Mitglied waren, NING gab die Möglichkeit schon sein eigenes Social-Netzwerk zu bauen, MIXXT ja wohl ebenso. Und ich verweise immer gerne auf das Social Netzwerk von Lady Gaga, in dem ich rein beruflich drin bin. Hüstel. Insofern: Es wird immer Nischen-Netzwerke geben.) A propos: Warum Foren nicht zum Social Web gezählt werden sollten wie Mirko Lange meinte ist mir unverständlich.

Aber kommen wir zurück zum Hype und Daniel Fiene startete ja auch mit der Frage, was eigentlich ein Hype ist. Das scheint genau so schwer zu definieren zu sein wie die Frage was Glück ist und ich glaube, schon hier zeigte sich etwas woran die Diskussion manchmal krankte: Man sprach zwar in einheitlichen Fachtermini, aber so ganz genau zu definieren was man jetzt womit meint gelang nicht. Wie zum Beispiel Hype. Oder Digital Natives – wer sich mit jungen Studenten an der Uni beschäftigt weiß genau, dass die 20-Jährigen NICHT zu dieser Zielgruppe zählen, trust me on this, Digital Natives sind die heute 3- oder 4-jährigen, die wachsen nämlich selbstverständlich mit dem auf was für uns neu war. Schon mal einem Kleinkind ein iPad in die Hand gedrückt?

Beim Begriff Hype verlinke ich immer gern zum Begriff des Hypecycle – und der beinhaltet eigentlich dann auch schon die Antwort auf die Frage ob Social Media als Hype am Ende ist oder nicht. (Treffend ja auch Frank Tentlers Anmerkung, Berater würden gerne das Wort Hype benutzen weil wir mit dem Medium Geld machen müssen oder wollen. Da hat er Recht. D’oh!) Während Thomas Knüwer meinte, der eigentliche Hype stünde uns hier in Deutschland noch bevor, bin ich der Ansicht: Social Media hat in Deutschland gerade so den Schnittpunkt zu Phase 3 – “Trough of Disillusionment” – und Phase 4 – “Slope of Enlightenment” – erreicht. Und muss schon wieder differenzieren: Wir Early Adopters sind schon längst in Phase 5. Für uns ist das alles Alltag. Man gebe uns ein neues Tool, wir melden uns da sofort an – ohne zu fragen ob wir da nicht eventuell wie bei Path in die Falle tappen und unsere Daten abgeben – und spielen damit rum. (Bei Pinterest und Rebelmouse gings mir auch nicht anders und ja, ich habe auch immer noch Path installiert weil ich das für ein schickes kleines Nischennetzwerk halte. Bei Diaspora war ich dagegen schon seit Ewigkeiten nicht mehr…) Frank Tentler benutzte in der Diskussion das Bild des Kontinents, den wir als Social Media Affine vom Strand aus sehen und mit ersten Bötchen uns unseren Weg zum neuen Land paddeln. (Wer Wüsten mag: Wir laufen der Karawane halt sehr weit voraus. Das hat Vorteile, Nachteile.)

Vielleicht liegt das Problem aber auch daran, dass wir alle viel zu sehr toolorientiert sind. Dass wir uns auf die Seite der Werkzeuge konzentrieren – eine Weile drehte sich die Diskussion ja auch um die Frage ob und wie Unternehmen Social Media nutzen oder ob es nicht auch einfach reicht eine Beschwerde-Mail zu schreiben. Ich habe letztens noch Kunden ausschließlich zu XING geraten weil deren Geschäftsfeld nicht affin für Twitter, Facebook oder Google+ war. Manchmal rate ich sogar ganz ab, weil nicht jedes Unternehmen unbedingt Social Media machen muss. Offenbar ist mir die Devise, dass es erst eine Kommunikationsstrategie geben muss und man sich dann das passende Tool raussucht – oder auch bleiben lässt – so sehr in Fleisch und Blut übergegangen dass ich immer staune wenn es bei solchen Diskussionen – wenigstens Mirko Lange erwähnte es am Ende, phew – all zu sehr darum geht ob Facebook nun zu kompliziert für den Nutzer ist, ob Facebook jetzt die nächsten Jahre bleiben wird, ob Big Data – was immer das nun wieder sein mag – wichtig ist oder nicht.

Wichtig ist: Die Tools, die wir bedienen, sind nur eine Ebene. Denn – ich warf das auch ein – Maslow bleibt Maslow. Watzlawick bleibt Watzlawick. So schnell geht die Evolution des Menschen nun nicht voran dass er auf einmal all das was er Jahrtausende in sich vereinigt und was wir im Laufe der Zeit dank der Wissenschaft erkannt haben von sich abstreift weil auf einmal das Social Web da ist. Sicherlich ändert sich etwas – und man kann natürlich fragen: Ändert sich die Kommunikationshaltung in Unternehmen weil die Tools eingeführt werden oder andersherum, Christian Henner-Fehr würde jetzt sagen Ersteres :-) – sicherlich gehen Unternehmen anders mit ihren Kunden an. Aber wenn Unternehmen die Fundamente menschlicher Kommunikation nicht begriffen haben, dann sollten sie sich aus dem Social Web raushalten. Oder um die Frage aus der Diskussion aufzugreifen: “Warum sollte ich Fan von Kitkat bei Facebook werden?” – Abgesehen von, hmm, “Schokoriegel! Yay! Lecker”, Katzenbildern mit Kitkat, Gewinnen und all dem was menschliche Motivation auszeichnet. Denn das haben wir gar nicht mal berührt, dass es Menschen bisweilen reicht wenn sie ihre neuesten Angebote per Facebook-Posting mitbekommen statt per Prospekt in der Zeitung. Manche Menschen wollen auch gar nicht mit Unternehmen reden. Hoppala… Siehe dazu aber den Blogbeitrag von Christian Henner-Fehr: Warum wir Follower oder Fans werden.

Das ist jetzt meine Sichtweise, die aber auch wiederum nur eingeschränkt sein kann und was ich immer bedaure ist, dass bei Fortbildungen zum Thema die eigentliche Art und Weise wie wir Menschen miteinander kommunzieren und warum analoge und digitale Kommunikation nicht gleich sind überhaupt keine Rolle spielt. Gerade das ist aber doch der Knackpunkt und um diese Thematik kreise die Diskussion ja andauernd. Also um Kommunikation. In welche Richtung nun auch immer, aber immer wieder kam man ja auf Kommunikation als Grundthema zurück. Vielleicht ist es endlich an der Zeit dass wir alle mal einen Schritt von den Shiny Tools zurücktreten und uns fragen: Was macht eigentlich gute Kommunikation aus. Nicht nur im Web sondern auch im Alltag. Zeit wäre es.

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Bilderpatenparty mit El Greco

Die Social Media Welt der an Kunst und Kulturinteressierten bringt bisweilen sehr nette Schnittmengen hervor – deswegen landeten auf meinem virtuellem Schreibtisch zwei Einladungen für die “Bildpatenparty” des SMKP zur Ausstellung El Greco und die Moderne. (Witzigerweise waren beides Mitglieder des Stammtisches, der nicht genannt werden darf.)

Von der Ausstellung und den Bildpaten hatte ich natürlich schon was gehört und mitbekommen – El Greco war mir allerdings kein Begriff. Bis ich dann auf der Ausstellung auf die “Auferstehung Christi” traf, das dynamischste Auferstehungsbild aller Zeiten war mir doch schon mal begegnet, aber das Gedächtnis verlässt mich gerade – vermutlich im Zusammenhang mit meinen kirchlichen Aktivitäten. Jedenfalls: Zusammen mit den anderen Mitgliedern des Stammtisches, der nicht genannt werden darf, brach ich dann gestern abend nach Düsseldorf ins Museum Kunstpalast auf. Sebastian Hartmann kurz vor der Tür Hallo sagen, Namen auf der Gästeliste abstreichen lassen und – Gutschein in die Hand gedrückt bekommen. Nett. Während die anderen dann unten an der Garderobe ihr Zeugs abgaben, durfte ich ein kleines – na ja, klein – El-Greco-Überraschungspaket in Empfang nehmen.

“Ist das das lymbische oder das vegatative Nervensystem?”, rätselten wir dann über die hängende Konstruktion im Eingangsbereich des SMKP nachdem wir Platz gefunden hatten. “Vegetativ! Steht da!” Damit war das Rätsel erst mal gelöst und ich selber tauchte glücklich – obwohl Abend! – Brotstückchen in die Aioli-Sosse. Oliven sind nicht meins, selbst nicht in Braun. Nachdem Mike Litt schon einige Töne aufgelegt hatte, moderierte er kurz den Abend an und gab dann das Mikro an die Damen des Museums weiter, die die Ausstellung vorbereitet hatten – (wobei, wer fast jeden Donnerstag im Lehmbruck ist, der hat halt keine Fragen dazu wie man Ausstellungen macht, was die Kosten sind und wie das so funktioniert… ;-) ) Nett war die Geschichte mit dem Bild, dass man nur als Leihgabe bekam weil man ein Honigglas des Bienenstockes vom Dachgarten da ließ. Die Frage ob Social Media mit El Greco zusammengeht wurde positiv beantwortet: Ja, durchaus, man hat allerdings auch ingesamt nicht mit so viel Feedback gerechnet. (Vielleicht hätte ich nachfragen sollen, wie man dann genau den Erfolg im Social Media Bereich rechnet – zählt man Likes? Schaut man auf die Fanzahlen? Und die übliche Frage: Ist Facebook das Medium wenn man junge Leute erreichen möchte? Also jung im Sinne von “so bis zwanzig”? Darüber müssten wir nochmal ausführlich diskutieren scheint mir, vielleicht beim stARTCamp in Köln. ;-) )

Zwei Führungen wurden dann am Abend durch die Ausstellung angeboten und erinnert mich bitte beim nächsten Mal daran, die spätere Version zu nehmen – der Andrang bei der ersten war ja echt voll. Immerhin stieß noch Becker Schmitz im Laufe derselben zu uns, was mich natürlich aus Gründen freute. Die Führung selbst war immerhin nicht langweilig, wobei: Nein, Franz von Assisi kommt nicht in der Bibel vor, nein, Johannes der Täufer hat nicht die Apokalypse geschrieben – wie auch, Herodes hat den einen Kopf kürzer gemacht – und ob ein Gemälde, dass im Ankleidezimmer von Priestern hing wirklich die christliche Öffentlichkeit schockierte – ähm, gut, das haben jetzt die Priester gesehen, eventuell noch die Messjungen – ist auch fraglich. Immerhin bekam man einen Einblick in das Leben und Werk von El Greco und in einer halben Stunde kann man natürlich nicht auf alles eingehen was man in der Ausstellung hängen hat. Wobei natürlich beim Stichwort “gestreckte Gliedmaßen” der Verweis auf Lehmbruck total logisch erscheint. (Im Katalog schreibt Stecker, Direktor des Lehmbruckmuseums, dass man zwar nicht weiß, ob Lehmbruck die El-Greco-Manie von 1911 mitbekommen hat, aber es hätte durchaus sein können…)

Da vor kurzem noch die Reminiszenz an den klassischen Laokoon im Lehmbruck zu sehen war, ist es natürlich spannend El Grecos “Laocoon” damit zu vergleichen – und bei Gelegenheit sollte ich mir nochmal merken, welche Götter denn jetzt für die Trojaner und welche für die Griechen waren, die Laokoon-Episode ist aber ja eh nicht bei Homer zu finden. Interessant auch, dass bei der Öffnung des Fünften Siegels 175 Zentimeter fehlen – damals hat man Restauration halt anders verstanden. So kann man nur spekulieren ob oberhalb der Figurengruppe noch etwas zu sehen war. (Laut Bibelstelle sollte da zwar nichts zu sehen sein, aber vorstellbar, dass das Lamm oder Christus noch erschien…) Überraschend zudem wie modern diese Bilder wirken – mit der Vorstellung dessen, was wir so im Kopf von der Ära haben – also Tizian oder so – hat El Greco nun nichts zu tun, man kann seine Bilder auf einen Blick wiedererkennen und ja, mir gefällt die “Auferstehung” dank der Dynamik jetzt noch besser. Abgesehen mal von den Farben.

Wir haben nach der Führung noch vor El Grecos “Letztem Abendmahl” zusammengestanden und das gemacht, was man in einem Museum machen sollte: Über Kunst reden. Krumm und schiefe Fenster und Türen, schwebende Apostel und ein Tisch, auf dem nur Brot und Wein zu sehen sind – El Grecos “Letztes Abendmahl” ist schon ein besonderes Bild, vor allem weil wir ja eher Da Vinci im Kopf haben. Mit nettem Geplausche ging der Abend dann zu Ende – leider ist das unter der Woche immer so ein Problem – und zum Schluss des Tages haben wir die A59 ausprobiert, die jetzt tatsächlich endlich fertig ist und einen in fast einem Rutsch stressfrei am Abend von Düsseldorf nach Duisburg bringt.

Claudia Pirc, die Bildpatin fürs “Letzte Abendmahl”, die uns eingeladen hatte, bloggt übrigens unter “El Greco und ich“.


Als ich mal nach Gründen fragte warum ich als Bewerber abgelehnt wurde

Eine bekannte Freizeitfirma, die abgeschlossene Areale für Familienfreizeiten anbietet, schreibt also per Monster eine Stelle als Texter/Online-Redakteur (Content/SEO Executive) aus. Das ist also  nichts, was irgendwie ein Studium der höheren Watzlawick-Kommunikationstheorie erfordert. Es geht nur um reines Texten für Webseite, Flyer etc. pp.

Da es ja immer bei Bewerbungstrainings – fragt nicht wieviele ich hinter mir habe, genügend, glaubts mir – heißt: “Seien Sie nicht langweilig!” schreibe ich also eine möglichst originelle aber nicht zu übertriebene Bewerbung und hänge meine Zertifikate an. Könnte ja sein, dass die ausgerechnet jemanden mit Humor, Intelligenz und Charisma suchen – könnte auch sein, dass mein Selbstbild total daneben ist. Wie dem auch sei – folgende Antwort flattert mir ins Haus:

Nach sorgfältiger Prüfung Ihrer Bewerbungsunterlagen müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir uns nicht für Sie entschieden haben.

Sie werden sicherlich Verständnis dafür haben, dass bei mehreren qualifizierten Bewerbungen oft nur Details ausschlaggebend sind.

Wir bedauern, dass wir Sie diesmal nicht berücksichtigen konnten.

Details? Welche Details meinen die Vollpfosten? Wenn es nicht an den Qualifizierungen liegt, muss das ja andere Gründe haben. Ich bin neugierig und auch im Sinne des KVP ;-) wäre es nett zu wissen woran es lag. Ich also:

Da es offenbar nur an Details lag bin ich sehr daran interessiert zu erfragen welche Details dies gewesen sind um in Zukunft meine Bewerbungen besser formulieren zu können. Ich bitte daher um eine dezidierte Auskunft.

Die Antwort der Firma ist schon dermaßen bezeichnend, dass ich eigentlich nicht nochmal nachfragen müsste – ich habs aber dennoch getan, aber da wird wohl keine Antwort mehr kommen:

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir bei mehreren qualifizierten Bewerbungseingängen keine dezidierte Auskunft erteilen können.

Nein, das Verständnis habe ich nicht, aber ich muss da auch nicht rumdeuten: Denen hat mein Gesicht nicht gefallen oder ich war zu alt oder … jedenfalls haben die einen Grund, den die mir vielleicht nicht nennen können weil ich sie sonst verklagen könnte.

Und jetzt stellt euch mal vor, ihr schreibt im Monat wenns gut läuft an die 20 Bewerbungen und JEDE WIRD SO BEGRUENDET… Kein Wunder, dass Leute in die innere Frustemigration gehen. Kann mir nicht passieren, weil ich noch andere Dinge nebenbei mache, aber manchmal stelle ich mir schon vor wie es wäre, wenn ich wie in den USA das Recht hätte eine Waffe im Haus zu haben – nur manchmal…


Die Versatel-Story

Nachdem gestern dann mein WLAN ausfiel habe ich nochmal versucht mit Versatel in Kontakt zu treten und oh Wunder – diesmal hats ja sogar mal funktioniert. Vielleicht , weil ich schon gedroht hatte zu kündigen wenn nicht endlich mal was getan wird. Warum gehts denn nie sofort im Guten, nein, man muss ja immer schimpfen.

Dank Norbert läuft das WLAN wieder – es lag tatsächlich am Splitter von Versatel, der blockierte. Nicht an meiner Fritzbox, was der Techniker eher vermutete. Jetzt ist die zwar schon etwas in die Jahre gekommen, aber so alt nun auch wieder nicht, aber der Techniker war felsenfest davon überzeugt, dass das die sein müsste weil er mit der Fernwartung ja genau auf den Splitter kam.

Nachdem also das geregelt war stellt sich jetzt nur noch die Frage, warum das Telefon nicht funktioniert. Ich hatte zuerst im Verdacht, dass die Option Internettelefonie eingestellt gewesen war – was ja ohne Anbieter nicht funktioniert. Das wars nicht. Ich habe beide Telefon parallel angeschlossen und eingerichtet – brav haben die geklingelt, Router hat die erkannt, alles super, aber telefonieren geht immer noch nicht. Und so viele Optionen hat die Box nun nicht. Na ja, sofern das Internet wieder geht solls mir gleich sein – und ich habe ab dem 01.06. einen schnelleren Zugang von um die 12.000 – so als Ausgleich für meine Mühen und Beschwerden finde ich das okay, der Preis bleibt gleich. Nur: Das Telefon, das macht mich wahninnig, echt…


Uraufführung von “Nun danket all und bringet Ehr” in Hamm

Eigentlich sollte das Auftragswerk schon zum Paul-Gerhardt-Jahr in der Pelkumer Kirche erklingen. Aber wie das so ist: Irgendwas ist ja immer und deswegen wird meine Motette “Nun danket all und bringet Ehr” am ersten Maiwochenende aufgeführt werden. Wer angesichts des Namens der Chorleiterin von Pelkum an Vetternwirtschaft denkt, der denkt richtig: Denn die Auftraggeberin des Werkes war meine Mutter. ;-)

Wenn ich das richtig im Kopf habe, findet das Konzert am Samstag, den 05. Mai statt – weitere Informationen finden sich vermutlich dann auf der Homepage der Kirchengemeinde. Ich bin gespannt wie das klingen wird.


Perry Rhodan bei Facebook

Wer meine Ratschläge haben will, muss in der Regel Geld hinlegen, denn irgendwie muss auch ich meinen Kühlschrank füllen. Momentan führe ich übrigens einen lustigen Streit mit einem Kunden, der nicht einsieht, dass wenn er mir eine Auftrag verspricht und das auch noch schriftlich bestätigt, er wenigstens mal die Kosten für die Beratung zu tragen hat… Wie schön, wenn man das an die Mahnstelle abgeben kann.

Allerdings, lieber Klaus N. Frick, würde ich mir schon etwas Sorgen machen was den Perry-Rhodan-Account auf Facebook betrifft. Denn Frank Tentler und andere haben am Wochenende nämlich diese Sache mit den Fake-Profilen auf Facebook durchdekliniert – es gab ja auch Hans Huckebein vom Pergamon-Museum, der als Personenprofil angelegt war und es gibt noch diverse andere Accounts, die eigentlich gegen die AGBs von Facebook verstoßen. Mein Herr Kyriates übrigens war von vornherein als fiktiver Charakter bei Facebook angelegt, auch wenn dann die Interaktionsmöglichkeiten eingeschränkt sind. Gegenüber den Mitlesern und Mitspielern beim Transmedia Storytelling ist dies aber auch offen und ehrlich – und es schadet auch gar nichts, die Leser lassen sich ja bewußt auf eine Fiktion ein.

Bei Perry Rhodan dürfte klar sein, dass das keine richtige Person ist – aber soweit ich das sehe habt ihr von VPM irgendwann bestimmt ein großes Problem. Denn wenn der Account von Facebook dichtgemacht ist, verliert ihr an die 1.800 Fans, die ihr euch ja erarbeitet habt. Und das würde sehr, sehr wehtun.

Nein, Klaus N. Frick, das ist keine Klugscheisserei und kein Übles wollen, kein Vorschreiben wie du deinen Job erledigen sollst. Das ist eine berechtigte, ernstgemeinte Sorge. Bisher sind meine Kunden glücklicherweise von dieser Sache verschont geblieben – unter anderem weil ich immer darauf hinweise, dass man bitte, bitte, bitte die Option “Fiktiver Charakter” bei Facebook wählen sollte – aber falls der Facebook-Account weg ist – dann möchte ich nicht in deiner Haut stecken…

A propos: Mir ist völlig unverständlich wie man auf die einfache Fragen derartig in die Luft gehen kann. Vielleicht sollte ich beim nächsten Mal noch das Sarcasmus-Schild hochhalten – denn der Designwechsel im Perry-Rhodan-Blog kostet genauso viel oder wenig wie das Einrichten einer Subdomain bei Perry-Rhodan.de und das Herunterladen von WordPress. Zudem: Wenn man eh Standard-Layouts nimmt, bei WordPress hat man da auch eine reiche Auswahl. Aber hey, mir doch egal wenn beim Umstellen und Rumfrickeln im Blog mal die Daten völlig weg sind, das passiert schneller als man meint. Hier bei WordPress.com kann ich immerhin meine Dateien exportieren und notfalls auf ein eigenes Blog rüberhieven. Aber okay, reden wir nicht drüber, ich machs halt beruflich und ja, natürlich bin ich klug, Klaus, sonst wäre ich ja kein Dozent, gelle?

(Yeah, ich weiß, aber musste jetzt mal sein.)


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