Allgemeines


Etwas, was mir so wichtig war, dass ich es in die OPL-Anleitung für die Erstellung eines Podcastes schrieb war der Satz, dass ein richtiger Podcast einen RSS-Feed zum Abonnieren benötigt. Ansonsten nämlich ist das nur Audio on Demand – auch wenn man das runterladen oder einbetten kann oder sonstwas.

Nachdem das Twitterprofil von Herrn Sauerland ja irgendwie auf Eis gelegt worden ist, hat man jetzt wieder angefangen Videos bei Youtube reinzustellen. (Ja, Duisburg ist auf dem Weg zur Web2.0-Metropole und ich weiß wieviel Arbeit sowas hinter den Kulissten ist. Von daher Respekt für die Macher der Videos, die ich kennenlernen durfte. Soviel Zeit muss sein.)

Warum man das aber als Podcast bezeichnet – gute Frage, oder?

Ist ja nicht so als ob die Webseite von Herrn Sauerland seit einiger Zeit mal aktualisiert worden wäre und man da die Videodateien zum Download mit RSS-Feed finden würde – was ja eigentlich einen Podcast ausmacht, oder? – und es ist auch nicht unbedingt so als ob das jetzt ein total neues Angebot wäre. Ist es nämlich nicht, denn Videobotschaften finden sich auch auf der nicht gepflegten Homepage des Oberbürgermeisters. Ebenfalls von dort noch zu erreichen ist der Youtube-Channel. Der, wen wunderts, auch seit der Wahl nicht mehr aktualisiert worden ist.

Toll – da baut man in wenigen Monaten ein Marketinginstrument auf und anstatt das weiterzunutzen oder nutzen zu lassen … macht man einfach was Neues. Höre ich ein kollektive Hand-Gesicht-Geräusch aus den Reihen der Profis? Ja? Und da der OB schon etliche Podcasts gemacht hat – siehe Webseite – frage ich mich warum man auf der neuen Youtube-Seite das hier behauptet:

Oberbürgermeister Adolf Sauerland stellt mit diesem ersten Podcast eine weitere zeitgemäße Möglichkeit vor, sich mit stadtrelevanten Informationen aus erster Hand an die Duisburger Bürger zu wenden…

Na ja, mag der erste Podcast in dieser Form sein, aber der erste Podcast überhaupt ist es ja nicht. Über die Definition des Wortes zeitgemäß kann man ja streiten, aber jemand der seinen Twitteraccount deaktiviert – nun… Bygones. Da das jetzt unter dem Dach des Channels von Duisburg bei Youtube läuft – dort meldet sich der OB dann einmal im Monat zu Wort – kann man zwar akzeptieren, aber dennoch ist es etwas merkwürdig. Und man fragt sich dann natürlich zu Recht: Wie lange hält sich das Format? Bis zur nächsten Wahl?

Jetzt könnt ihr natürlich einwenden, aber Prospero, Youtube spuckt doch RSS-Feeds aus – also ist das ein Podcast. Ich aber sage euch: Schaut euch mal genauer an was für RSS-Feeds Youtube anbietet. Jaha, natürlich kann den RSS-Feed abonnieren – aber möchte ich den gesamten Videokrams der Stadt Duisburg im Feedreader? Vielleicht will ich das ja gar nicht? Vielleicht will ich einfach nur die Videos von unserem OB? Hmmm… Na gut, ich gebe zu: Es gibt einen RSS-Feed.

Der allerdings nicht dazu führt dass ich die Videos herunterladen kann.

Und genau das macht doch einen Podcast aus, nicht wahr? Ein RSS-Feed mit Dateien, die man mit einem Programm herunterladen kann wann man möchte bzw. wenn das Programm automatisch in bestimmten Abständen diese auf den Computer wirft. Das ist ein Podcast.

Ein RSS-Feed mit reinen Links ist dagegen nur der Transporteur von Videobotschaften. Und dafür, dass der OB diese Videobotschaften schon eine Reihe gemacht hat ist er im aktuellen ja doch irgendwie – nun – ihr könnt es euch ja mal anschauen gehen. Ihr wißt ja wie man bei Youtube sucht. Bestimmt.

(Ja, ich weiß, dass die Macher nichts dafür können, aber dennoch: Es gibt Unarbeiten, die man nicht dulden muss. Die Begriffsverwirrung Podcast, Audioblog oder Video on demand sollte man ja klären können…)

(Das musste jetzt mal sein, denn schließlich macht Christoph Müller-Girod sehr tolle Photos. Der Herr auf dem ersten Photo ist übrigens Mike, einer der netten Orchesterwarte der Duisburger Philharmoniker. Weitere Photos von Christoph natürlich im Flickr-Account der Philharmoniker.)



Ach herrjeh. Hat Herr Brandt es doch tatsächlich gewagt in der letzten Ratssitzung in Duisburg den Oberbürgermeister mit „Herr Sauerland“ anzusprechen – so lese ich im Beitrag von Herrn Grün. Skandal! Natürlich muss der Oberbürgermeister immer mit allen seinen Titeln angeredet werden – also mit – moment – laut Wikipedia hat er gar keine. Kein Doktor, kein Professor, schlicht einfach nur Adolf Sauerland. Klar, man kann natürlich dauern „Sehr geehrter Oberbürgermeister der Stadt Duisburg“ sagen, aber wetten – wenn Herr Brandt das gemacht hätte wäre es ihm wieder als Schmeichelei ausgelegt worden. Wie er das auch macht…

Vollends ohne Contenance dann dies: Brandt überreichte als Geschenk einen Kaktus und sagte sinngemäß offenbar, dass diese Pflanze ohne Wasser vier Wochen auskommen könne. Das ist natürlich – von der Kakteenart abhängig. Vielleicht findet sich im Flickr-Account der Stadt ja ein Bild von der Pflanze, dann könnte man das verifizieren. Da der Oberbürgermeister aber bekanntlich ein viel beschäftigter Mann ist, der Einladungen ja gerne häufig nachkommt, kann dieser nicht immer unbedingt ans Gießen denken. Vielleicht ist der Kaktus auch im Büro gelandet, wer weiß. Was daran geschmacklos sein soll entzieht sich allerdings jedem Menschenverstand.

Und dass es eine Mehrheit von Rot-Rot, mit einigen Grünen-Abweichlern auf der einen, auf der anderen Seite das altbewährte Gespann CDU, Grüne plus FDP gibt – nun – wenn die Grünen sich definitiv eher in die Nähe der CDU begeben wollen kann man das halt nicht ändern. Allerdings kann man ja als Vertreter der kleinen Parteien wohl ab und an ein Veto einlegen. Ich bin gespannt, wie sich Herr Grün als Ratsmitglied schlagen wird…

(Übrigens: Ich glaube Herr Brandt ist jemand, der durchaus die Größe hat seinem Gegner in angemessener Art und Weise zu gratulieren. Das muss man auch können.)

Zumindest in einem sind wir uns einig: Denis Proshayevs Auftritt am Sonntag beim 1. Kammerkonzert, das die Reihe der Bechsteinflügel-Abende eröffnete – den die Sparkassen-Stiftung den Philharmonikern schenkte übrigens, was ich allerdings auch nicht erwähnt hatte weil ich das als bekannt voraussetzte  – war wunderschön.

Und jetzt, lieber Kollege, mal unter uns, weil das hier ja sowieso kaum einer lesen wird: In diesem ersten Satz des Blogpostings waren zwei Infos verborgen, die dort hinsollten wo sie stehen. An die erste Stelle nämlich. Denn dass das Konzert 1.) das erste Kammerkonzert, 2.) der erste Abend der Bechsteinflügel-Reihe war finde ich schon irgendwie wesentlich. Und vermutlich nicht nur ich. Dass ich bei Dacapo – wie in diesem Falle – nicht unbedingt gleich mit der Hauptinformation herausrücke hat damit zu tun, dass ein Blog gewisse Merkmale hat die Zeitungsartikel nicht besitzen. Verlinkungen gehören dazu. Außerdem steht zumindest bei mir im Titel der Konzertname schon mal drin. Also GANZ zuoberst.

Was also, lieber Kollege, reitet einen denn so zu, dass man die wesentlichen Hauptinformationen – ganz – am – Ende – des Artikels hinschreibt? In den letzten Satz? Nein, die Zugaben habe ich auch nicht erwähnt, brauche ich aber nicht weil da nämlich noch ein Interview kommt in dem Proshayev die selber erklären wird, wunderbarer sympathischer Mensch übrigens. Nun ist eine professionelle Konzertkritik natürlich nicht unbedingt an das Trichterprinzip gebunden, eine gute – so behaupte ich es mal – sollte sich auch nicht zwingend an das Schema halten, das für Nachrichten allgemein gilt, die kann schon etwas freier sein. So wie im Blog halt. Aber einige wesentliche Informationen gehören dennoch an bevorzugte Stellen.

Vermutlich mache ich das auch nicht immer, aber wenn das Qualitätsjournalismus ist dann frage ich mich, was ich die ganze Zeit eigentlich sowohl hier als auch drüben im Blog mache…

Wollte ich nur mal geschrieben haben – wer nicht weiß, was Open-Access ist, der mache sich mal bitte bei der Informationsplattform schlau. (Und natürlich ist Open-Access gefährlich, bringt Verleger und wissenschaftliche Zeitungen an den Rand des Ruins und Herrn Burda sowieso in Rage, ja, ja, kennen wir schon, weitergehen, dankeschön.)

Wer etwas ins
Internet stellt, muss damit rechnen, dass seine Seiten von Suchmaschinen
gefunden und indexiert werden. (Sebastian Wolf)

Gefunden in der Inetbib-Liste. – Wenn man Holtzbrink, Burda und Co. heißt kann man natürlich einige Zeilen Code auf den Server packen und wird dann halt nicht gefunden. Machen die aber nicht. Ich frage mich ja, wie gut der Verdienst bei Nachrichten.de ist? Vermutlich nicht bedeutend, hmm?

Das bekannte und allseits beliebte Imperium namens Google hat es geschafft – selbst in die höchsten Kreise der Politiker sind die Lobbyisten gelungen und überraschen uns jetzt mit einer Nachricht, die wir kaum für möglich gehalten hätten: Google SMS! Jawohl, nach Mail, Wave, Audio wird Google jetzt komplett neue Märkte erschließen. Natürlich wird die neue Applikation zuerst nur für Android-Handys entwickelt und nach einem strengen Einladeverfahren werden dann nach und nach andere User dieses neue Feature ausprobieren dürfen. Natürlich werden auch die SMS per Google ausgewertet und mit Werbeanzeigen versehen. Doch das alles ist nichts im Vergleich zu den Testimonials – denn erstmals lässt Google in Deutschland mit bekannten Figuren werben. Allen voran: Brigitte Zypries! Was für eine Überraschung! Doch das Video belegt eindeutig: Brigitte Zypries hat Ahnung von Google SMS und kann diese auch verkaufen. Man darf gespannt sein, was als nächste folgt: Google Briefpapier mit vorgedruckten Werbeanzeigen? Google – immer wieder für eine Überraschung gut!

Wenn ich das richtig verstanden haben, hat der ja irgendwie auch bei diesem Projekt mitgewirkt für das CTdasRadio jetzt einen Preis bekam. Den Campusradio-Preis. Von der LfM. Na dann – herzlichen Glückwunsch. Im nächsten Jahr sollte dann auch CampusFM mit von der Partie sein. *g*

Es ist Montag. Das heißt, es gibt auch wieder ein neues Blogposting bei Evangelisch.de von mir. Im Rahmen der Reihe „Gesangbuch reloaded“ werde ich in loser Folge mal das ein oder andere Gesangbuch-Lied vorstellen, dass man so nicht im EG findet. Heute: Das Mercedes-Benz-Lied. Eingeweihte wissen natürlich schon längst, wie das Lied im EG richtig heißt… ;-)

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