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Disrupting The Disrupters — The Future of Publishing — Medium
Das kommt ungefähr auf das Hinaus, was auch ich im Blog schon über die Geschichte schrieb: Adblocker werden eingesetzt weil die Bannerwerbung einfach nervt. (Abgesehen davon: Niemand lässt sich gerne vorschreiben wie er denn jetzt im privaten Bereich Dinge zu regeln hat – schon gar nicht von Zeitungsverlagen.)
Archiv der Kategorie: Allgemeines
Blogposting 05/14/2013
Gestiefelter Kater oder Zeitungen und Werbebanner
Erinnern Sie sich noch an den Gestiefelten Kater aus “Shrek”? Im Original von Antonio Banderas gesprochen? Erinnern Sie sich auch noch an die Szene als der Kater mehrere Wachen aufhalten soll? Irgendwie fühle ich mich an diese Haltung des Gestiefelten Katers bei Zeitungen momentan enorm erinnert – nein, nicht weil ich glaube dass hinter dem süßen Äußeren eine knallharte Kampfstrategie folgt. Unwahrscheinlich. Nein, diese Bettel-Haltung erinnert enorm an das Verhalten, was Zeitungen jetzt an den Tag legen in Bezug auf Adblock. Nach dem Leistungsschutzrecht also jetzt das Betteln bei Internetusern.
Was die t3n also schon seit einiger Zeit macht, machen jetzt also auch einige Zeitungen: Sie werden wenn man das Programm Adblock benutzt einen penetrant damit nerven, dass man bitte die Software gegen Werbeeinblendungen doch abschalten möge. Denn – so stehts in der Pressemitteilung zur Kampagne, die ab dem 13. Mai startet – “Gegenwärtig verwenden jedoch etliche Nutzer Adblocker-Dienste. Dabei handelt es sich um Programme oder Programmzusätze zum Internetbrowser, die bei rund 25 Prozent aller Seitenaufrufe verhindern, dass Werbung ausgeliefert wird. Diese Werbeanzeigen sind jedoch die wichtigste Einnahmequelle von Nachrichten-Websites.“
Bitte, bitte, bitte, bitte, bitte…
Zeitungen – pardon, Newswebsites, Golem gehört ja auch dazu - muss das Wasser bis an Unterkante Oberlippe stehen wenn sie es wirklich nötig haben Bettelbriefe zu schreiben. Wie der Gestiefelte Kater stehen sie da und gucken einen irgendwie unschuldig-süss an in der Hoffnung, dass auf sie gehört wird. Dabei hat Deuschland schon ein Leistungsschutzrecht, von dem in der Praxis aber bisher nicht so richtig etwas zu hören war in Bezug auf größere Abmahnungen, aufregende Prozesse oder Durchsetzung durch die Verlage generell. Das mag allerdings noch kommen. Nein, ein solcher Bettelbrief wirft natürlich kein gutes Licht. Dabei ist die Werbung an sich vermutlich gar nicht das Problem – es ist die Art und Weise wie sie eingesetzt wird. Nämlich alles andere als intelligent.
Momentan nervt penetrant eingesetzte Werbung den Nutzer im Netz halt. Er empfindet es nicht als Service sondern als Belästigung. Wenn man einmal den Adblocker abschaltet und sich Internetseiten mal beim normalen Surfen anschaut wird auch schnell verstehen warum. Manche Webseiten sind einfach nicht mehr bedienbar weil die Macher es einfach übertrieben haben. Intelligente Ansätze für Werbung oder Product Placement sind irgendwie Fehlanzeige – wir werden im Netz von Bannern niedergebrüllt, stumpfen ab und sind froh über Adblocker und Konsorten.
Mehrwert!
Dabei zeigt Buzzfeed doch auch, wie intelligente Einbindung von Werbung geht – wer dort wirbt, der muss Inhalte liefern, die beim Nutzer ankommen. In Form von kleinen Geschichten, die man sich gerne anschaut, in Form von einem Mehrwert für den Nutzer. Wir sind nicht mehr in der Mad-Men-Ära. Wir haben uns längst weiterentwickelt. Auch wenn Zeitungen und die Newswebseiten das ignorieren: Wir mögen Werbung – wir hassen es aber uns anschreien zu lassen. Vielleicht sollte man besser über neue intelligente Werbekonzepte nachdenken bevor man sich in die Verliererpose des Bittstellers begibt?
Blogposting 05/11/2013
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Da stimme ich zu – mein Neffe ist auf Facebook aber er macht da so gut wie nichts und im Bekanntenkreis rumgefragt ergibt sich Ähnliches. Dass Facebook ein Schulersatz für uns Erwachsene ist, ist allerdings doch sehr – ähm – frappierend.
Blogposting 04/21/2013
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David Bowie: The Next Day | Album Reviews | Pitchfork
Testposting fürs Diigolet. – Abgesehen davon: Nettes Album.
Blogposting 04/15/2013
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Schlusssatz der Bewerbung: Tipps & Beispiele für das perfekte Anschreiben | karrierebibel.de
Schlusssatz der Bewerbung: Tipps & Beispiele für das perfekte Anschreiben http://t.co/VOucPG3Fhh
Blogposting 04/04/2013
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Reine Zahlenkolonnen nützen nichts finde die IT-Unke – es kommt auf den Menschen an, der sie interpretiert und filtert. Ist das aber beim Monitoring nicht immer so?
Das böse Wort mit M
Macht ein Baum im Wald eigentlich auch noch ein Geräusch, wenn keiner da ist der es hören kann? Vermutlich ja, aber wenn das Umfallen keiner wahrnimmt ist der Effekt des Baumniederkrachens wohl eher nutzlos. Wenn ich eine gute Webseite habe und keiner weiß, dass es sie gibt ist das schon eine andere Ebene. Dann brauche ich vermutlich nicht nur das böse Wort mit W sondern eigentlich auch das böse Wort mit M.
Eine Welt, in der wir nicht wissen welche Vorzüge welche Marke oder welches Produkt hat wäre möglich. Himmlisch: Keine Flyer im Briefkasten, leere oder gar nicht mal existierende Plakatwände, keine Anzeigen in den Zeitungen – keine Hinweise auf die kommenden Filme – keine Möglichkeit sich zu informieren – im Supermarkt wären die Verpackungen alle gleich, denn natürlich ist das Design und die Machart der Beschriftung schon hinweisgebend – unsere Lieblingsflocken zu ergattern wäre Zufall, weil wir nicht wüßten in welchem Gefäß die wären… Nach Feierabend wüßten wir auch nicht welche Partys wo stattfinden würden, welche Bands wo spielten, wüßten nicht was auf der Speisekarte des Restaurants steht bevor wir dorthin gehen… Also eine Welt ohne Anpreisung von Marken und deren Vorzügen wäre natürlich möglich, die Naturvölker in Papua-Neuginea oder anderen Kontinenten kommen ja auch ohne aus – aber moment, wenn die auf den Markt gehen und etwas verkaufen möchten werden sie vermutlich auch sowas sagen wie “Frische Fische! Die schwammen gerade noch im Fluss, seht nur, wie schön die Augen und Flossen sind”. Warum habe ich das Gefühl, dass wir weder dem Einen noch dem Anderen wirklich entkommen können? Selbst in Klöstern gibts das oder warum stehen da sonst Figuren von Heiligen und wird in Bildern erzählt was in der Bibel vorkommt? Gut, vielleicht irgendwo in einem buddhistischen Kloster in Tibet – aber auch da gibts Buddha-Statuen in der Regel, die ein Prinzip verkörpern und deutlich machen. Vermutlich kann man mich leicht widerlegen, daher tue man das bitte auch in den Kommentaren, aber ich glaube es gibt tatsächlich keinen Ort wo wir den beiden bösen Wörtern entkommen können.
Klappern gehört zum Handwerk
Beim Handwerk vermutlich noch eh im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn ich eine Dienstleistung anbiete – ob nun zum Zwecke der Gewinnerzielung oder weil ich einfach Spaß daran habe – brauche ich heutzutage das erste böse Wort – Werbung – vielleicht auch noch das zweite Böse Wort – Marketing – und darüberhinaus noch ein drittes böses Wort – Public Relation. Warum sind diese Wörter böse? Es sind ja nicht die Dinge, die gut oder böse sind sondern die Gedanken, die wir uns über sie machen – und die Vorstellungen und Erfahrungen, die an diese Wörter geknüpft sind. Werbung ist böse weil – ja – weil sie uns belästigt, sich uns aufdringt, weil sie penetrant versucht unsere Aufmerksamkeit zu erhaschen, weil sie lügt, etc. pp. Oh, Marketing ist noch viel schlimmer! Marketing ist ja noch eine Stufe höher und viel subtiler! Und Public Relations erst! Da wird ja gelogen und betrogen, also das macht doch kein Mensch. Wie, ich und Werbung und PR und Marketing? Nein, damit habe ich selbstverständlich nichts zu tun, ich bin ein anständiger Mensch. - Okay. Und warum schminken sich Frauen die Lippen?
Es ist natürlich nicht alles Gold was glänzt und es steht mir fern jetzt diese beiden drei Wörter gutzuschreiben – vielleicht tut es uns allen aber mal ganz gut einen Schritt zurückzugehen und mal drüber nachzudenken ob Werbung, Marketing und Public Relation per se böse oder per se gut sind. Wenn jemand aus einer Public Relation Abteilung behauptet, in erster Linie gehe es doch nicht um irgendwelche Optimierungsmaßnahmen sondern um Beziehungsaufbau und -pflege – dann hat er zwar Recht, aber wenn ich dann sehe dass die Institution für die der Mensch arbeitet alles daransetzt gerade so etwas nicht zu machen sondern nur – das ist legitim, man missverstehe mich nicht – eigene Inhalte an den Mann zu bringen und keinen Rückkanal einbaut; dann frage ich mich ja ernsthaft ob man den Unterschied zwischen Anspruch und Realität nicht sehen möchte oder einfach betriebsblind geworden ist.
Die Botschaft weiterverbreiten
Wer eine Botschaft hat möchte in der Regel gehört werden. Zu Zeiten Jesu reicht das noch, wenn es rein viral passierte – wie Judas bei Jesus Christ Superstar ironisch anmerkt gabs zu Jesu Zeiten nun keine Massenkommunikationsmedien. Auch das war Werbung. Virale Werbung mit Storytelling und etlichen Public Relation Stunts, die sich Wunder nennen. Und ob die Wunder wirklich wörtlich zu nehmen sind oder vielleicht doch nur eine Ausschmückung zu Werbezwecken waren – wer weiß. Im Grunde hat sich da nicht allzuviel verändert scheints. Und die Briefe von Paulus oder anderen Autoren sind ja auch nicht frei von Werbung. Werbung für die frohe Nachricht…Ja, Marketing, Werbung und Public Relation haben für einige den Anruch des Unseriösen, das ist halt irgendwas was man machen muss weil man ohne diese drei Wörter leider, leider, leider nicht die eigene Botschaft verbreitet bekommt. Das ist alles so merkwürdig unseriös, so verdächtig auf Verkaufe eingerichtet – und Verkaufen, nein, das möchten wir doch in unseren Netzwerken nicht. Uns selbst irgendwie darstellen, klar, wir wollen ja dann gefunden werden, aber PR? Igitt. Aha: Man möchte gefunden werden, man möchte die Botschaft des Unternehmens, das nächste Konzert, die nächste Party verbreiten – aber bitteschön nicht mit Werbung, PR oder Marketing? Wie soll das denn funktionieren? Nein, die Antwort habe ich parat: Das funktioniert natürlich gar nicht, dann fällt der Baum zwar mit Geräusch im Wald um ohne dass es jemand bemerkt.
Die Methoden sind nicht an sich etwas, wir machen sie erst zu etwas
Werbung nervt mich auch ab und an. Wenn sie unintelligent eingesetzt wird und mir das Leben schwer macht. Marketing-Kampagnen nerven mich auch – Prominente, die irgendwelche Reiseportale anpreisen auf Plakaten und in der Bewegtbild-Werbung sind doof. Public Relation Mitteilungen aka Pressemitteilungen, die im ersten Satz mit “Wußten Sie schon” oder “Endlich ist es soweit” anheben werden von mir sofort ignoriert. Oder zumindest mit einem Minuszeichen für schlechten Stil bedacht.
Aber das macht nichts – es gibt ja auch die tollen Kampagnen, es gibt die begeisternd formulierten Mitteilungen, es gibt die wunderbarste intelligente Werbung – einmal Super-Bowl-Spots gucken und man weiß, dass es gute Werbung gibt. Insofern: Ja – es gibt diese beiden Seiten der Medaille und ja, auch mich nervts ab und an.
Allerdings liegts doch im Endeffekt an einem selbst. Oder an dem Team, das für eine Unternehmung arbeitet. Natürlich kann ich irgendwelche Katzenphotos bei Facebook posten, die nichts mit mir oder meinem Unternehmen zu tun hat – ich kann aber auch die Inhalte, die ich verbreiten möchte intelligent und spannend machen. Ich kann natürlich nur die reine Push-Mentalität vertreten, ich kann aber auch dafür sorgen dass es einen Rückkanal gibt; sogar kann die Einstellung dass Scheitern nicht schlimm sein muss könnte man in der PR verankern. Natürlich ist Kritik angebracht wenn etwas falsch läuft – aber Marketing ist nur eine Methode. Werbung ist nur eine “platonische Idee” – ebenso wie Public Relation natürlich darauf abzielt eine Botschaft entsprechend zu verbreiten. Die Botschaft ist die Botschaft. Wenn ich gehört werden möchte, sollte ich sie auch so verpacken dass sie ankommt; dabei kann man lügen. Man muss es aber nicht.
SIO und Authentizität oder die inszenierte Authentizität
Dies ist ein Beitrag in der Reihe “SIO für Kepia” – alle gesammelten Artikel finden sich auf der Übersichtsseite hier im Blog.
Nachdem ich am #Twonnerstag das Gebiet des SIO vorstellen durfte – dabei habe ich nur etwas an der Oberfläche gekratzt, zugegeben, aber ich glaube es ist schon deutlich geworden was SIO ist und soll kam die Frage aus dem Publikum, ob SIO mit der Hilfe von Automatismen nicht generell dem entgegensteht was Social Media an sich sein soll: Authentisch, transparent, respektvoll. Weiterlesen

