Tagesarchiv: 16. Juli 2012

Tag 2: Von Sälen und Gewölben

Im Rahmen des 2. White Ravens Festival 2012 entsteht hier eine kleine Seitenblick-Reihe mit persönlichen An- und Einsichten. Meine Hauptimpressionen finden sich im Festivalblog der White Ravens.

Jede Mal wenn ich meinen Blick vom Bildschirm schweifen lasse, wird dieser magnetisch von der Ritterrüstung angezogen. Das wäre ja noch nicht mal ungewöhnlich in einem Schloss – ungewöhnlicher dagegen ist die Tatsache, dass man alle Vorstellung von einem Schlossgewölbe mal getrost vergessen darf was Schloss Blutenburg betrifft. Weder tropfts auf die Ausrüstung, noch wabern merkwürdige Dämpfe durch die Gegend noch wächst Moos an den Wänden. Schade irgendwie, hatte ich mich gedanklich doch eher so auf Edgar Allan Poe eingestellt was die Vorstellung von Schloss-Gewölben anbelangt. Andererseits: Da das Webteam hier die meiste Zeit des Tages verbringt falls es nicht gerade durch die Gegend wuselt sind trockene, angenehme Temperaturen, gute Luftzufuhr und WLAN auch was.

Abgesehen davon hat Schloss Blutenburg wirklich optimale Bedingungen für Lesungen – der große Saal mit den dicken Dachstreben hat die Erst- und Zweitklässler heute morgen bei der Lesung der Geschichten um Hedwig von Frida Nilsson jedenfalls ziemlich beeindruckt. Zudem traf die Autorin auch ganz den Geschmack der Zielgruppe. (Okay, Geschichten mit rotzenden Jungen sind IMMER ein Hit. ;-) ) Der kleine Saal war dagegen ganz intim für die Lesung von Jennifer Valentine – und ein Thriller passt sowieso enorm gut zur Kulisse. Da darf es ja etwas spooky sein.

A propos spooky: Schlossgespenster sind mir bisher noch nicht begegnet. Jedenfalls nicht am Tag, bisher waren wir ja noch nicht bis zum späten Abend hier…


Tag 1: Geschichtenerzähler mit passender Kulisse

Im Rahmen des 2. White Ravens Festival 2012 entsteht hier eine kleine Seitenblick-Reihe mit persönlichen An- und Einsichten. Meine Hauptimpressionen finden sich im Festivalblog der White Ravens.

So sehr ich dann auch vorgestern erwähnte, dass das Wetter hier in München eigentlich kein Pullover-Wetter sei – ich irrte mich. Tags drauf zur Eröffnung gab es ein Wechselspiel zwischen Wolkenlöchern und Sonnenschilden. Vielleicht stimmt es wirklich, was der Geschichtenerzähler aus Kanada – Sylvain Rivard – meinte: Klatschen locke den Regen an. Wenns nach dem Regenvolumen geht, dann haben wir an diesem ersten Tag jedenfalls viel, viel, viel geklatscht.

Allerdings: Prasselnder Regen auf dem Zeltdach und innen drin fünf Kinder- und Jugendbuchautoren, dazu eine Tasse heißen Tee und die Reaktion der Kinder – und der Erwachsenen natürlich auch, im Grunde sind Kinderbücher ja auch immer Bücher für Erwachsene nur geben die das kaum zu – zu beobachten war am ersten Tag schon sehr, sehr himmlisch. Einzigartig. Immerhin ist hier die Creme de la Creme der Kinder- und Jugendbuchautorin versammelt. Genügend Anregungn für die nächsten Weihnachtsgeschenke für meine Neffen garantiert. (Hmm, Hedwig? Kiki? Aber das sind ja eigentlich Mädchen. Mal schauen.)

Jedenfalls: Doch ganz gut, dass ich noch etliche Pullover mithabe. Das Wetter für morgen soll ja auch so la, la werden…


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